Review Railroad Ink – Knallrot

b-familieWürfeln mit Hindernissen

Vor knapp drei Wochen habe ich die Rezension zum Roll ’n Write Spiel Railroad Ink – Tiefblau (Deep Blue Edition) herausgebracht, nun schaue ich mir die feurige Schwester in Knallrot (Blazing Red Edition) an.

Dabei möchte ich in dieser Rezension verstärkt auf die Unterschiede zur blauen Ausgabe eingehen und erklären, was anders ist. Sowohl vom Spielen wie auch vom Spielgefühl.

Wie auch die blaue Ausgabe, ist die rote bei Horrible Games erschienen und wird in Deutschland von Asmodee vertrieben.


Das Spiel

Wie auch das Basisspiel in der blauen Variante, kann in der roten Variante ohne die Zusatzwürfel gespielt werden. Wie es geht erfahrt ihr hier.

In der roten Ausgabe stehen nun zwei Varianten mit je zwei Zusatzwürfel zur Auswahl:

  • Meteorwürfel: Metoren fliegen auf das Spielbrett. Mittels der zwei Würfel wird Runde für Runde festgelegt, wo dieser einschlägt. Bereits gebaute Streckenteile werden zerstört. Die Krater können jedoch überbaut werden. Am Ende bekommt man für offene Strecken, die in einen Krater münden 2 Punkte. Jedoch zählen Sie als nicht mehr verbunden.
  • Lavawürfel: ich bin verpflichtet mindestens einen Würfel einzuzeichnen. Dabei breitet sich von der Mitte des Spielfeldes ein Lavasee aus. Schaffe ich es den See zu schließen, bekomme ich 5 Extrapunkte. Für jedes Feld mit Lava gibt es einen Punkt. Ist der See jedoch nicht abschlossen, so zählt er wie nicht abgeschlossene Strecken als Minuspunkt je nicht geschlossener Seite.

Im Unterschied zur Basisvariante wird nur mit 6 Runden gespielt. Des Weiteren besteht im Gegensatz zur blauen Edition die Verpflichtung die roten Würfel zu nutzen.


Autor: Hjalmar Hach, Lorenzo Silva • Grafiker: Marta Tranquilli
Verlag: Horrible Games | Asmodee • Jahr: 2018

spieler1-6 Spieler • alterab 8 Jahren • zeitca. 30  Minuten

Spielregeln (ext. Link zu Asmodee)


Spielgefühl

Wie ich schon in der Rezension zur blauen Edition gesagt hat, ist Railroad Ink ist sehr einfach zu verstehen und zu spielen. Mittels der Würfelergebnisse werden Entscheidungen getroffen, das bestmöglichste Streckennetz aufzuziehen. Das tun wir mit unseren Mitspielern parallel, aber doch jeder für sich. Dabei klappt nicht immer alles so, wie man es sich wünscht.

Denn Würfelglück ist sicherlich vorhanden, so dass man nicht immer alle Strecken abschließen kann. Zum Glück gibt es drei Spezialstrecken, mit denen man einiges nivellieren kann. Da wir alle parallel spielen, ist die Downtime für das Spiel auch recht gering.

Als Kritikpunkt – rot wie auch blau – sehe ich die Stifte, die mir zum Schreiben / Zeichnen etwas zu dick geraten sind. Da werden die Bilder leicht etwas zu unübersichtlich. Dagegen ist das Spielbrett sehr gut gestattet. Hinter dem kleinen Sichtschutz verbergen sich gut gemachte Spielhilfen, für die bessere Übersicht des Spiels.

Weiteres könnt ihr in der blauen Fassung lesen.

Die Unterschiede

Jetzt gehe ich expliziter auf die Unterschiede zwischen blau und rot ein.

Während man in blau die Wahl hat, zusätzliche Punkte zu bekommen, in dem man Seen und Flüsse einzeichnet, so ist es in Rot eine Verpflichtung, die Würfel zu nutzen. Das empfinde ich nicht als störend, führt aber zu einem anderen Spielgefühl.

Der Lavasee spielt sich in etwa so wie die Seevariante aus der blauen Edition, hat aber kein mit dem Schienennetz verbindendes Element (Schifffahrt) sondern man versucht sein Netz geschickt wie möglich darum herum zu legen. Hier ist es etwas planbarer als in der Meteoritenvariante. Denn in dieser schlagen die Meteoriten ausgehend von der Spielmitte je nach Wurf mal kontrollierter wie auch unkontrollierter ein. Dabei ist es nicht unbedingt nur zerstörend, sondern es gilt die Gegebenheiten taktisch geschickt zu nutzen, da tote Enden, endend an einem Krater nicht mehr mit Minus- sondern mit Pluspunkten ausgestattet werden. Da ändert sich das Spielen dann deutlich. 

Während bei blau die zusätzlichen Funktionen eher verbindend und integrierend sind, so führt dieses in der roten Variante eher zu einem umgehen oder umbauen.


Kurzfazit: Railroad Ink ist ein sehr kurzweiliges Roll and Write-Spiel mit umweltschonendem abwischbarem Spielbrett. Hat einen hohen Wiederspielreiz und macht extrem viel Spaß. Kann bis zu sechs aber auch gut Solo gespielt werden. Die rote Variante spielt sich anders als die blaue Variante, da hier stärker in das Spielgeschehen eingegriffen wird, durch die Verpflichtung die roten Würfel nutzen zu müssen.

  • Schnell zu lernen
  • Tolles Solospiel in einer kompakten Form
  • relativ niedrige Downtime und Spielzeit
  • spielerzahlunabhängig

  • Stiftdicke unvorteilhaft.
  • Wer nicht gerne solitär spielt, wird nicht so happy sein.

 

Auch Railroad Ink – knallrot hat mich überzeugt. Die Downtime ist angenehm niedrig. Das Spiel selbst taktisch herausfordernder als die blaue Variante, die etwas ruhiger daherkommt. (hier passen die Farben zum Spielgefühl). Vor allem als Solospiel konnte es mich extrem überzeugen. Mit mehreren spielen wir dann doch klassisch nebeneinanderher, da es keine interaktive Komponente gibt. Würde aber auch nicht so recht zum Spiel passen.

Wer keine solitären Gruppenspiele mag, sollte lieber die Finger vom Spiel lassen, für die anderen ist es eine Empfehlung.

 


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