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Freitag, Juli 3, 2020
Start Jahr 2019 REVIEW Robin von Locksley

REVIEW Robin von Locksley

Robin von Locksley ist das Debutspiel von Wyrmgold. Ein neuer Verlag, der erst in 2019 das Licht der Welt entdeckt hat. Wer mehr zum Verlag wissen will, der sollte sich das Interview mit dem Verlagschef Alexander Ommer zur SPIEL 2019 durchlesen.

Nun wieder zurück zu Robin von Locksley. Kein schlechtes Omen, wenn das Debutspiel des Verlages aus der Feder von Uwe Rosenberg stand.

Wenn es jetzt auch noch gut ist…


SPIELBESCHREIBUNG

In die Mitte des Spielfeldes kommen in einem 5×5 Raster Beuteplättchen. Diese gibt es in 6 Farben. Rund um das Feld werden Ruhmplättchen gelegt.

Jeder Spieler stellt auf das Startfeld seinen Barden und in jede Ecke des 5×5 Rasters ein Pferd. Das Beuteplättchen dieser Ecke dreht er um und erhält somit ein Startgeld.

In seinem Zug kann der Spieler eine Kombination aus verschiedenen Aktionen durchführen:

  • Beuteplättchen verkaufen, wenn er eine Sammlung aus mindestens 3 gleichen Farben besitzt (2 Plättchen werden abgegeben und eins zu einer Goldmünze umgedreht).
  • Mit dem Barden Felder nach vorne gehen. Dabei gilt es die entweder die entsprechenden Aufgaben zu erfüllen oder je Schritt nach vorne eine Goldmünze zu bezahlen
  • einmalig im Zug, den Springer bewegen (analog Schach: 1 Feld nach vorn – 2 Felder nach rechts/links oder 2 Felder nach vorne – 1 Feld nach rechts/links). Das Plättchen des jeweiligen Zielfeldes wird behalten und in die Sammlung gefügt, aus dem Nachziehstapel wird auf das Absprungfeld ein neues Plättchen gelegt.

Ziel ist es als erster das Feld zweimal zu umrunden oder den Mitspieler zu überrunden.



AUTOR: Uwe Rosenberg ■ GRAFIKER: Maren Gutt
VERLAG: Wyrmgold ■ ERSCHEINUNGSJAHR: 2019

spieler

2 Spieler

alter

ab 10 Jahren

zeit

ca. 30-45 Minuten

Spielregeln (ext. Link zu Wyrmgold)


SPIELGEFÜHL

Robin von Locksley ist ein abstraktes taktisches Rennspiel für zwei.

Durch die sich ständig verändernde Auslage an Beuteplättchen bei vorgegebener Route kann man einige Züge vorplanen. Hier spielt die Kombi aus Beuteplättchen verkaufen, Gold einsetzen und Aufgaben erfüllen eine ganz besondere Rolle.

Thematisch muss man sich jedoch von Robin als den Rächer der Schwachen verabschieden. Dieses findet in dem Spiel so gar keine Berücksichtigung. Doch das ist nur auf den ersten Blick etwas störend. Dahinter verbirgt sich ein spannendes Rennen.

Dieses ist ein wenig abhängig von der Reihenfolge der Seitenplättchen sowie der Auslage der Beuteplättchen. Hier kann das Glück den Spielern nicht immer hold sein. Trifft aber dann meist beide, da die Auslage abhängig von der Stellung der Pferde weitestgehend gleich ist.

Der Interaktionsgrad zum Mitspieler ist gegeben. Wir können von einem echten Duell sprechen. Man sollte bei seinen Spielzügen immer wieder auf die Position von Springer und Barden in Kombination zur Sammlung und Goldmünzen der Gegenspieler achten. Teilweise ist bei bestimmten Aufgaben sogar notwendig, sich in eine bestimmte Position zum Mitspieler zu bringen oder die Sammlung des Kontrahenten im Auge zu behalten.

Das Freikaufen von Aufgaben kann helfen, bei schwierigen Aufgaben die Wartezeit nicht endlos zu werden. Dieses hilft insbesondere Spielern, die das Komplexitätsniveau nicht zu hoch haben wollen.

Die Spielzeit ist mit gut 30 Minuten angenehm gehalten und fordert quasi zur direkten Revanche auf.


Zusammenfassung

Sehr gelungenes Debut von Wyrmgold mit Robin von Locksley. Tolles taktisches 2 Personenspiel mit viel Abwechslung durch den modularen Rahmen. Schnell zu verstehen, aber nicht unbedingt einfach zu spielen.

  • Schnell zu verstehen
  • angenehme taktische Tiefe
  • schöner Interaktionsgrad.
  • kurze Spielzeit
  • Thematisch eher mau
  • manchmal ist das Freikaufen vielleicht zu einfach

Aus meiner Spielerperspektive: Das Spiel richtet sich an den gehobenen Familienspieler.

Damit möchte ich jedoch nicht zum Ausdruck bringen, dass Kennerspieler an Robin von Locksley keinen Gefallen finden werden. Dem ein oder anderen könnte der Glücksfaktor durch die Plättchen einen Tick zu hoch sein. Ich empfand ihn jedoch nicht als zu heftig.

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