Interviewreihe junge Verlage: Spiel instabil

Mit einer neuen Reihe werde ich im Vorfeld der SPIEL auf die Messe einstimmen. Ich möchte verschiedene neue Verlage vorstellen, die erst relativ kurz am Werk sind.

In der heutigen Folge geht es um Spiel Instabil, die in der Vergangenheit bereits durch ihre Auftritte auf diversen Spielveranstaltungen für Aufsehen erregt haben.

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BERICHTE:
PREVIEW / 23.10.24.10.25.1026.10.27.10.FAZIT

Spiel instabil

  • gegründet: 2018
  • Inhaber: Maikel Cheney, Tobias Immich, Hans Joachim Höh
  • Ort: München
  • Homepage
  • bisherige Spiele: noch keins

Brettspielbox: Wie kam es zur Gründung eures Verlags?

Maikel Cheney: Wir lieben es Spiele zu spielen, sie zu modifizieren und sie zu verbessern. Mit der Zeit entstanden zu den Verbesserungen immer wieder eigene und neue Ideen für Spiele, die es so noch nicht auf dem Markt gibt. Wir wollen diese Ideen mit der Welt teilen – deshalb haben wir ‚SPIEL INSTABIL‘ gegründet.

Brettspielbox: Spiel Instabil ist ein ungewöhnlicher Name für einen Verlag. Was hat es mit dem Namen auf sich?

Maikel Cheney: Das ist zur Zeit noch ein Verlagsgeheimnis 😉

Brettspielbox: Auf den Veranstaltungen seid ihr in der Regel zu zweit unterwegs. Zu euch gehören aber drei. Wer macht eigentlich was bei euch?

Maikel Cheney: Maikel Cheney: Das ist richtig, Ende 2018 haben Tobias Immich und ich ‚INSTABIL‘ gegründet. Anfang 2019 haben wir uns allerdings mit Dr. Hans Joachim Höh (dem Autor von Götterdämmerung, erschienen bei Amigo) zusammengetan. Im Dreier-Team ergänzen sich unsere Fähigkeiten ideal: 

Hans ist für das Perfektionieren der Mechaniken zuständig – er erkennt und repariert suboptimale Mechaniken meist schon bevor wir sie play-testen. Er war unter anderem Weltmeister im World of Warcraft TCG und sechsfacher Deutscher Meister in drei verschiedenen Spielen. Seine daraus resultierenden analytischen Fähigkeiten als Game Designer sind geradezu absurd. Er kreiert spannendes Gameplay mit einem Minimum an Regeln und kümmert sich um Webdesign und Webentwicklung der Homepage.

Tobias ist unser interner Kritiker und stellt hohe Qualitätsanforderungen. Er sorgt so dafür, dass unsere Spieler nur das Beste Erlebnis bekommen. Er kümmert sich zusätzlich um Social Media und um das leidige Thema der Abrechnungen und Steuern.

Ich (Maikel) bin bei INSTABIL Meister der Visuals. Ich kümmere mich um das Prototypendesign sowie die Prototypenherstellung. Nebenbei bin ich der Video-Allrounder für die INSTABIL YouTube Inhalte.

Brettspielbox: Feed the Kraken ist ein Spiel mit hoher Liebe zum Detail (Material etc). Wie funktioniert es? Was macht es besonders?

Maikel Cheney: FEED THE KRAKEN ist ein soziales Deduktionsspiel welches in der Welt der Piraten und Segelschiffe spielt. Obwohl es für Kenner entwickelt wurde, ist es gleichzeitig Einsteiger- und Familienfreundlich.
Die Hintergrundstory ist denkbar einfach und genial: An Bord sind loyale Segler, welche die königliche Mission haben, wertvolle Güter sicher zu ihrem Ziel zu bringen.
Allerdings haben sich gemeine Piraten an Bord geschlichen und unter die Crew gemischt. Sie wollen die Güter zu ihrem geheimen Lager ins Bermudadreieck bringen. Da sie in der Unterzahl sind, müssen sie geheim agieren und versuchen alles Mögliche, um ihre Tarnung nicht auffliegen zu lassen.
Der besondere Kniff: Neben den loyalen Seglern und den Piraten gibt es einen verrückten Cult-Anführer, der seine ganz eigenen Pläne schmiedet: Er will seinen dunklen Lord – den Krakengott – aus den Tiefen des Meeres beschwören, um die Seelen der armen Matrosen zu “retten”…

Das Spiel wird in Runden gespielt. In jeder Navigationsrunde müssen drei unterschiedliche Spieler gemeinsam die Verantwortung über die Navigation übernehmen. Hierbei können sie mit geschickten oder heimlichen Manövern, gewünschte Karten spielen oder ablegen, um ihr Ziel zu erreichen. Am Ende jeder Runde bewegt sich das Schiff in eine von drei möglichen Richtungen, entweder eher im Sinne der Segler, der Piraten oder des Kultisten.

Die Crew kann allerdings mit Waffengewalt die Navigationsrunde unterbrechen – um so gegen die Verantwortlichen zu meutern und selbst die Kontrolle über das Schiff zu übernehmen. Somit liegt das Schicksal der gesamten Crew in der Hand eines jeden Mitspielers.

Feed the Kraken ist ein spannendes Diskussions- und Deduktionsspiel für 5 bis 11 Spieler. Eine Partie spielt sich je nach Spieleranzahl in 45 bis 90 Minuten. Durch die hochwertigen Komponenten können die Spieler ganz in die Welt der Interaktion auf dem Segelschiff abtauchen. Durch die vielen Möglichkeiten jedes Spielzugs und die emotionale Intensität des ständigen Ringens um die Kursrichtung ergibt sich ein immenser Wiederspielreiz.

Brettspielbox: Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Maikel Cheney: Wir sind langjährige Fans des Social Deduction Genres. Unserer Meinung nach gibt es allerdings in diesem Genre viel zu wenige Brettspielumsetzungen. Viele dieser Spiele sind Kartenbasiert und beschränken sich auf sehr wenige Komponenten. Unsere Vision war es stattdessen, ein voll umfängliches Brettspiel mit hochwertigen Komponenten zu entwickeln – um die Stimmung und die Fantasie der Spieler zu beflügeln. Dies ist uns mit FEED THE KRAKEN meiner Meinung nach sehr gut gelungen.

Brettspielbox: Wie wird es mit dem Spiel weitergehen. Wann ist mit einer Veröffentlichung zu rechnen?

Maikel Cheney: Das Spiel ist komplett fertig entwickelt und macht extrem viel Spaß, was uns Probespieler bei allen möglichen Gelegenheiten begeistert bestätigen. Es gibt jedoch noch viel Organisationsarbeit zu tun, damit der Produktionsprozess genauso perfekt läuft und unsere Kampagne maximal viele Interessenten erreicht. Wir planen momentan, die KICKSTARTER Kampagne Anfang 2020 zu starten, aber Qualität hat bei uns höhere Priorität als ein bestimmtes Veröffentlichungsdatum anzustreben.

Brettspielbox: Auf welchen Veranstaltungen kann man Feed the Kraken noch ausprobieren?

Maikel Cheney: Ihr könnt dieses Jahr FEED THE KRAKEN natürlich auf der Spiel in Essen ausprobieren! Des Weiteren auch auf den Spielwiesn in München (15. bis 17. November 2019).

Neben den Messen könnt ihr aber auch in regelmäßigen Spielgruppen das Spiel vor der Veröffentlichung ausprobieren:

  • Bei der Brettspielunion Dortmund (fast jeden Freitag mit Hans)
  • Im Brettspielcafé ZAMgwürfelt in München (jeden ersten und dritten Donnerstag mit Maikel und Tobi)

Brettspielbox: Vielen Dank für das Interview


Interviewreihe „junge Verlage“

Bereits in der Reihe „junge“ Verlag“ erschieben:

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