Ersteindruck: Ambrosia

Ambrosia ist eine Neuheit von Skellig Games, welche im Herbst 2019 auf der SPIEL 2019 das Licht der Welt erblicken wird.

Ich habe das Spiel erst einige Male gespielt, bevor ich den fast finalen Prototypen weiterreichen musste.

Daher reicht es für mich hier nur zu einem Ersteindruck.

Bildmaterial ist noch vom Prototyp.


SPIELBESCHREIBUNG

Als Spielfeld dient ein Rundlauf. Dieser wird je nach Teilnehmerzahl vergrößert oder -kleinert. Auf dem Rundlauf sind Blüten mit Werten zwischen 1 und 3 (Rückseite auch 0 bis 5) abgebildet.

Jeder Spieler hat 6 „normale“ und eine Spezialbiene, die zu Beginn des Spiels in Form eines Stapels auf den Rundlauf gesetzt werden (Abstand zum Nachbarstapel mindestens 3 Felder). Dann bewege ich einen Teil meines Stapels. Und zwar so weit, wieviel Bienen sich in dem Teilstapel befinden, den ich fortbewege. Dabei darf der Stapel nur auf einem Feld landen, was frei, nur mit eigenen oder nur mit einer fremden Biene besetzt ist. Nun wird noch geprüft, ob der aktive Spieler im nächsten Zug noch einmal ziehen kann. Ist dieses der Fall, so darf der nächste Spieler seinen Zug machen.

Wenn nicht, findet eine Wertung statt. Alle sichtbaren Bienen werden für die Wertung herangezogen. Dazu werden die entsprechenden Honigtropfen addiert. Anschließend zieht der Spieler alle Bienen auf einem Feld zusammen, auf dem keine gegnerische Biene abgedeckt ist. Eine normale Biene wird gegen eine Spezialbiene getauscht und der nächste Spieler ist an der Reihe.

Dieses passiert so lange, bis ein Spieler – entsprechend der Spielerzahl – eine bestimmte Anzahl an Wertungen durchgeführt hat. In diesem Fall findet für alle anderen noch eine Sonderwertung statt und das Spiel endet danach.

Prototyp 2 Personen


AUTOR: Uwe Bursik ■ GRAFIKER: Christian Opperer
VERLAG: Skellig Games ■ ERSCHEINUNGSJAHR: 2019

spieler

2-4 Spieler

alter

ab 8 Jahren

zeit

ca. 45 Minuten

Spielregeln (ext. Link zu Skellig Games)


SPIELGEFÜHL

Vorweg, dieses ist wie oben beschrieben eher ein Erst-(Mehrspiel)-eindruck. Für einen finalen Eindruck waren die Partien in der knappen Zeit doch zu wenig. Dieses liegt vor allem auch an der unterschiedlichen Zusammensetzung des Spielbrettes je nach Spielerzahl, der Ereigniskarten und auch dem drehbaren Spielbrett.

Als zweite Vorbemerkung sei erlaubt, dass das Spiel harmloser daherkommt, als es am Ende ist. Man benötigt zum Zurechtfinden mit den Spezialbienen, schneller Wertung etc. eine gute Partie.

Geht man auf Punktejagd, ist der Clou, bei Ambrosia eine gelungene Mischung aus schneller Wertung und guter Punktzahl hinzubekommen. Es gab Partien, da waren die individuelle Punktzahl in der einzelnen Auswertung sehr hoch, jedoch gelang es dem Spieler nicht viele Wertungen hinzubekommen; was am Ende sein Nachteil war und nicht zum Sieg führte.

Das Spiel ist nichts für Grübler (und verliert mit diesen auch seinen Charakter). Eigentlich sollte es flott zugehen, aber der ein oder andere Spieler kann dazu neigen, dass es doch mal etwas länger dauern kann, wenn er seine Spielzüge plant. Dann kann das Spiel selbst etwas leiden. Auch wenn man seine Spielzüge relativ gut planen kann, ist man aufgrund der (im Laufe der Partie stärker werdenden) Interaktivität immer mal wieder gezwungen seine Pläne etwas umzuwerfen. Das interaktive Element kommt durch das „Überbauen“ von Bienen bzw. Besetzen von Plätzen zustande. Das muss aber nicht unbedingt ein Nachteil sein, da hierdurch für den betroffenen Spieler schnellere Wertungen möglich sind.

Mit fortgesetzter Spieldauer werden die normalen Bienen gegen die Spezialbienen ausgetauscht.

Von diesen stehen 9 verschiedene zur Verfügung (siehe oben), so dass zunächst die Wahl der Biene nicht einfach ist. Die Bienen bieten im Laufe des Spiels weitere taktische Möglichkeiten. Im Prototyp lag eine Spielhilfe dabei. Es kann hilfreich sein, diese zu Beginn der ersten Partien zu kopieren. Bestimmte Spezialbienen helfen in unterschiedlichen Spielsituationen besser als andere. Aber das herauszufinden bedarf es der ein oder anderen Partie.

Hat man das Spiel und die Funktionen der Bienen einmal verstanden, so sind Partien in grübelfreien Runden in der angegebenen Spielzeit von 45 Minuten erreichbar.

Durch die Ereigniskarten sowie die Rückseiten des Laufplanes kommt eine zusätzliche Variabilität ins Spiel, so dass der Spielreiz auch noch weitere Partien anhalten sollte.

Mit dem Gelee Royal gibt es für die hinten liegenden Spieler zusätzliche kleine Turbos, um sich immer wieder an das Feld heranzukämpfen.


Zusammenfassung

Wie oben beschrieben Ersteindruck: Schöner Mechanismus und im Partieverlauf ansteigende Komplexität führen zu einem attraktiven taktischem Spiel. Mit hat es insgesamt gut gefallen und ich würde mich gerne wieder zu einer Partie herausfordern lassen.
Man benötigt aber gut eine Partie um in das Spiel zu kommen.

Prototyp 4 Personen
Bewertung nach wenigen Partien – Habe Lust auf weitere Runden.
  • Hohe Variabilität durch Bienen, Ereigniskarten und Spielplan dürften für viele unterschiedliche Spiele sorgen.
  • Komplexer als man erwartet.
  • Taktische Element
  • Nichts für Grübler
  • Komplexer als man erwartet.
  • 9 Spezialbienen wollen erst einmal verstanden sein.

Aus meiner Spielerperspektive: Ambrosia ist in seiner vollen Ausprägung eher ein Kenner- als Familienspiel. Von der friedlichen Grafik sollte man sich bei dem taktischen Spiel nicht täuschen lassen. Hat mir in den ersten Partien gut gefallen. Für ein abschließendes Urteil benötige ich jedoch noch weitere Spiele.

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