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Freitag, Dezember 4, 2020
Start Jahr 2020 REVIEW | Rezension Wildes Weltall

REVIEW | Rezension Wildes Weltall

Wildes Weltall ist eine Lokalisierung von Wild Space – erschienen bei Catch up Games. Es lässt sich sehr schnell spielen und erscheint bei Board Game Circus.

Die Rezension basiert auf vier Spielpartien in unterschiedlichen Konstellationen.

Also ab ins Weltall…


SPIELBESCHREIBUNG

Zunächst bekommt ein jeder Spieler einen Anführer. Sowie fünf Raumschiffe und drei Handkarten. Diese werden aus dem Nachziehstapel genommen, in dem drei verschiedene Kartentypen enthalten sind:

  • Profis (blau): die meisten Tierkarten, haben Beruf- und Tierembleme
  • Gesandte (braun): haben zusätzlich noch Missionen, die am Ende Siegpunkte bringen
  • Roboter (grün): bringen Siegpunkte

In die Mitte werden fünf Planeten gelegt (davon drei verdeckt). Die Planeten sind in zwei Hälften sowie zwei Ebenen aufgeteilt.

In Summe gibt es 10 Züge pro Spieler. Dazu setzen wir ein Raumschiff auf einen der offenen Planeten und führen die Aktion durch (z.B. Karten nachziehen, ablegen etc.). Ggf. gibt es Kettenzüge, wenn wir eine Handkarte ausspielen.

Anstatt ein neues Raumschiff zu setzen, kann ich ein bereits gelandetes Raumschiff auch auf eine höhere Ebene eines Planeten ziehen.

Über das Ausspielen der Karten werden die verschlossenen Planeten bei drei, sechs oder neun ausliegenden Crewmitgliedern für alle, welche die Voraussetzung erfüllen freigeschaltet.

Ich darf kein Raumschiff auf eine der gleichen Hälften landen lassen.

Nach 10 Zügen endet das Spiel und es werden Siegpunkte ermittelt aus den verschiedenen Sets, die gesammelt wurden sowie über Punkte aus Missionen und Anführer.



AUTOR: Joachim Thome ■ GRAFIKER: Amelie Guinet
VERLAG: Board Game Box ■ ERSCHEINUNGSJAHR: 2020

spieler

1-5 Spieler

alter

ab 10 Jahren

zeit

ca. 30 Minuten

Spielregeln (ext. Link zu Board Game Circus)


SPIELGEFÜHL

Zunächst einmal ist die puristische Aufmachung auffällig. Die Karten haben einen polygenen Grafikstil, den ich sehr ansprechend finde.

Die Ikonographie der Karten ist gut zu verstehen, aber es hilft die Rückseite der Anleitung für die ersten Partien bereitzulegen. Gute Idee, dieses auf die letzte Seite anzubringen.

Wildes Weltall fand ich in den verschiedenen Spielen mit zwei, drei und vier Spielern sehr gelungen.

Das Spiel entwickelt sich nach einem eher ruhigen Start mit rasantem Tempo und lebt von seinen Kettenzügen in den verschiedenen Kartenkombinationen. Da ist es gerade in den letzten Runden möglich, drei, vier Karten auszuspielen.

Zehn Züge sind nicht gerade viel, aber durch das Ausspielen verschiedener Kartenkombis sind knapp 30 Minuten sehr realistisch in einer Partie zu viert.

Der Interaktionsgrad ist überschaubar. Zwar sind wir a) im Kampf um die in der Mitte liegenden Karten und b) über die Missionen in einem „Austausch“ miteinander, jedoch findet das Spiel weitestgehend unabhängig von den Mitspielern statt.

Nicht zu unterschätzen ist jedoch der Comander, der zum einen Boni sowie am Ende Siegpunkte bringt, wenn man die entsprechenden Medaillen sammelt.

Wie aber vielleicht schon zu erkennen, kann man nicht alles gleichzeitig machen, da man sich auf Tier Sets sowie auf verschiedene Berufsgruppen konzentrieren muss. Die Entscheidungen sind vielfach abhängig von den verschiedenen Karten. Dabei habe ich hier nicht das Gefühl, gespielt zu werden, sondern aktive Entscheidungen treffen zu können.

Das Spiel spielt sich in verschiedenen Spieleranzahlen gleich gut. Vielleicht ist die Spieldauer etwas anders.


Zusammenfassung

Kurzes unterhaltendes taktisches Kartenspiel mit gerade einmal 10 schnellen Runden. Man versteht das Spiel relativ schnell und kann im Verlauf zunehmende Kartenkombinationen ausspielen.

  • Schneller Zugang
  • kurzweiliger Spielverlauf
  • Sehr spannend was man in 10 Spielzüge alles an Spiel hineinpacken kann.
  • Thematisch wirkt das Spiel etwas aufgesetzt, was mich jedoch nicht sonderlich stört.

Aus meiner Spielerperspektive: Sicherlich eher ein Familienspiel mit schöner taktischer Tiefe. Vor allem die Kettenzüge bei den Karten habe ich als sehr fluffig gefunden. Eignet sich für Vielspieler / Kennerspieler gut als Opener für den Abend oder vielleicht auch als Absacker.

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