Abraca…what?

Zauberhafte Hanabiinterpretation…

GESAMTNOTE: 6,8

Material: 07 • Einstieg: 08
Spielgefühl: 07 • Langzeitspaß: 06

Das Spiel

… familienfreundliches Zaubererspiel.

Zum Spiel: Das Spiel erinnert vom Spielmechanismus sehr stark an Hanabi. Wir stellen jeweils 5 Steine mit dem Bild in Richtung unserer Mitspieler auf und versuchen uns gegenseitig zu verhexen. Die restlichen Sprüche verbleiben als Nachziehstapel in der Mitte. Unsere aktuell möglichen Zaubersprüche versuchen wir anhand der bereits gespielten sowie der für uns sichtbaren Steine der Mitspieler zu “erraten” und anzuwenden. Wende ich den falschen Zauberspruch an, bekomme ich einen Schaden (von ursprünglich 6 Leben zum Start).

Es stehen insgesamt 8 unterschiedliche Sprüche zur Verfügung, die entweder heilen, den anderen Schaden zufügen oder Bonuspunkte ermöglichen. Der 8er Spruch 8mal, der 7er Spruch 7mal usw.. Dabei darf ich diese Sprüche nur in aufsteigender Reihenfolge ausspielen. Mit fortschreitender Spieldauer wird das Raten dann einfacher. Gewinnt ein Spieler, weil er mit seinem Schadensspruch einen Kontrahenten eleminiert hat, so bekommt er 3 Siegpunkte. Die Überlebenden immerhin noch einen. Wer als erster 8 Siegpunkte auf der Punkteleiste hat, ist Sieger der Spiels.

Schönes kurzweiliges Familienspiel mit den Grafiken der Dixit-Illustratorin Marie Cardouat sowie einer gewissen Portion Glück.

Autor: Gun-Hee Kim • Grafiker: Marie Cardouat • Verlag: Korea Boardgames • Jahr: 2014
spieler2-5 Spieler • alterab 7 Jahren • zeitca. 30 Minuten

Material – 06

In der BRETTSPIELBOX befinden sich 36 Spruchsteine, 5 Punktemarker, 5 Zauberübersichtskarten (leider nur in Englisch und Koreanisch), 30 Lebensmarker (5 x 6), 1 Würfel W3. 1 Spielbrett.

Das Material ist schön gestaltet. Auch wenn ich kein Fan von Plastik bin, so sind die Spruchsteine funktional gut für das Spiel gestaltet. Richtige Steine hätten das Spiel zwar schöner, aber auch sehr teuer gemacht.

Wermutstropfen: Leider gibt es die Zauberübersichtskarten nur auf Englisch und Koreanisch. Spielt man mit Kindern (Spiel ist ab 7 Jahren), die noch kein Englisch können, so ist dieses ein kleines Handycap. Zweiter kleiner Nachteil ist die optisch nicht vernünftig abgetrennte Punkteleiste auf dem Spielbrett. Dazu kommen kleinere Fehler in der Spielanleitung (z.B. gibt es Punktemarker; d.h. diese müssen nicht aus den Lebensmarkern gespeist werden)

Einstieg – 08

Der Einstieg in das Spiel ist gut möglich, wenn man die Basteleinheit überwunden hat (alle 36 Spruchsteine müssen einmalig mit einem kleinen Karton versehen werden). Die Anleitung ist bis auf das Punktemarker-Missverständnis gut verständlich. Der Spielmechanimus für Hanabierfahrene Spieler leicht zugänglich und auch andere sollten schnell in das Spiel finden.

Spielgefühl – 07

Anders als bei Hanabi geht es in diesem Spiel nicht um Kooperation, denn jeder will der beste Zauberer werden. Ist es in der ersten Runde eines Spiels noch etwas herantasten, gewinnt man im Laufe einer Partie immer mehr die Gewissheit, welche Zauberersprüche vor einem liegen. Durch den versteckt bleibenden Block von 4 Zaubersprüchen (welche dem Besitzer Bonuspunkte versprechen) bleibt dennoch eine gewisse Restunsicherheit im Spiel, so dass es nicht ganz so einfach ist, das Ziel einen “Durchmarsch” mit 5 richtigen Zaubersprüchen hintereinander zu schaffen zu erreichen. Somit verbleibt ein kleines Pokerelement im Spiel; mit der Gefahr ein Leben zu verlieren.
In einem Familienspiel bleibt jedoch zu bedenken, dass Kinder im Alter von 7 sicherlich die Wahrscheinlichkeitsrechnung nicht so gut beherrschen, wie Erwachsene.

Abraca…what! ist ein kurzweiliges Familienspiel, was viel Spielspass verspricht. Wer das Hanabiprinzip gut findet, aber es aufgrund weniger homogenen Spielgruppen nicht spielen mag, sollte hier auf jeden Fall einen Blick verwenden.

Durch das Ziehen der Spielsteine ergibt sich jedoch auch ein gewisser Glücksfaktor, der im Extremfall das eigene Spielen schwer macht. Ist aber nicht der Regelfall. Die sogenannte Downtime ist in dem Spiel auch so gut wie gar nicht vorhanden, da man zum einen mit Zaubersprüchen eingedeckt werden kann (und dieses aufmerksam verfolgen wird) und man zum anderen durch umgedrehte Zaubersprüche der Mitspieler neue Möglichkeiten überlegen kann.

Langzeitspaß – 07

Nach nun 6 Partien kann ich mir gut vorstellen, das Spiel häufiger hervorzuholen. Das Spiel funktioniert in allen Besetzungen weitestgehend gleichgut, auch wenn die vier Spielervariante noch mehr Spaß macht, auch wenn ich die Variante 3-4 Spieler bevorzugen würde.
Auch wenn es sicherlich nicht das Hauptspiel eines Brettspielabends werden wird, verspricht die Spielzeit von gut 30 Minuten einen attraktiven Einschieber in jeder Spielrunde. Dadurch, dass auch neue Spieler gut und schnell integriert sind, ist dieses ebenso kein großer Hemmer wie  vielleicht bei Hanabi.

Erweiterungen:

Auszeichnungen:

Spielregeln (ext. Link zu BGG):

 


strategie60 Glueck60 interaktion60

genre-familie

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Bewerte das Spiel
Rating: 9.0/10 (1 vote cast)
Abraca...what?, 9.0 out of 10 based on 1 rating

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Sehr schönes SPiel, haben es in Essen mit der ganzen Familie gespielt und es hat uns gut gefallen.
    War leider schon ausverkauft. Gibt es in Europa schon eine Bestellmöglichkeit?

    VA:F [1.9.22_1171]
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