Asmodee & Friends 2019 – Bericht Teil I

Asmodee & Friends 2019 in Düsseldorf

In den vergangenen Jahren war ich bei den Heidelbergern und später – nach der Übernahme – dann auch bei Asmodee auf der Burg Stahleck zum Spielen.

Im letzten Jahr ist es aus verschiedensten Gründen ausgefallen. Doch in 2019 gibt es das Event als Asmodee & Friends wieder. Anderer Ort anderer Rahmen, aber genauso gut? Wir werden sehen.

Wir treffen uns mit verschiedenen Bloggern, Verlagsvertretern und Supportern von Asmodee in Düsseldorf, in der Jugendherberge um zu spielen, aber auch um zu feiern, denn Asmodee Deutschland gibt es nun seit 10 Jahren.

Die Veranstaltung dauert von Freitag bis Samstag. Ich selbst werde jedoch nur bis Samstag vor Ort sein, so dass ihr heute die Erlebnisse vom Freitag und am Sonntag, die vom Samstag in zwei Berichten mitbekommen könnt.

Was habe ich gespielt:

Veranstaltungsort: Jugendherberge Düsseldorf

Die Jugendherberge Düsseldorf liegt am Ende einer grünen Zunge im Stadtteil Oberkassel gegenüber von der Altstadt Düsseldorf und dem Landtag NRW am Rhein. Sehr schöne moderne Location.

In Summe hat Asmodee vor Ort zwei Räume zur Verfügung gestellt: einen mit Prototypen und einen weiteren mit Neuheiten und Klassikern (wobei mir hier die ganz aktuellen Spiele wie Corinth, Victorian Masterminds, Zombie Kids gefehlt haben).

SPIELE

Teil II des Events gibt es hier.

 

Da alles etwas schleppend vor sich ging, konnte ich am Ende nur drei Spiele spielen (Ich hoffe das wird heute etwas besser).

Alle Bilder von den Spielen sind von Prototypen – Das Material damit noch nicht im finalen Zustand.
Die geschilderten Eindrücke sind Ersteindrücke auf Basis eines Spiels oder Erklärungen zum Spiel.

 

Czech Games Edition

Letter Jam

Neues Wortkommunikationsspiel von CGE. Jeder Spieler denkt sich ein Wort aus (in unserem Beispiel mit 5 Buchstaben) und sucht sich entsprechende Buchstaben aus einem Kartenstapel. Alternativ kann dieses auch eine App erledigen (also das Ausdenken ;–) ). Die Buchstabenpacks werden untereinander getauscht, so dass jeder 5 Buchstaben von einer anderen Person hat. Die jeweiligen Karten werden gemischt und je ein Buchstabe für den Spieler unsichtbar in einen kleinen Kartenhalter gesteckt. Dazu kommt ein virtueller Spieler. 

Kooperatives Raten

Nun schauen sich alle die jeweiligen Buchstaben an (außer den eigenen) und versuchen ein Wort mit bis zu 8 Buchstaben zu kreieren – ohne dieses laut zu nennen. Dabei dürfen die Buchstaben auch mehrfach vorkommen und ein Joker in der Mitte darf genutzt werden. Hat man sich geeinigt so darf ein Spieler mit Hilfe von Spielchips auslegen. Diese legt er mittels Zahlen von 1-8 vor den entsprechenden Buchstaben aus. Die Spieler, vor denen der Chip liegt, versuchen das Wort wie auch den eigenen Buchstaben zu erraten. Glauben sie ihren Buchstaben zu wissen, so können sie ihren Buchstaben gegen einen weiteren austauschen (beide Buchstaben bleiben verdeckt und man muss sich die Reihenfolge des „erratenen“ Buchstaben merken) und eine nächste Runde beginnt. Der jeweilige Buchstabe muss auf einem Blatt separat notiert werden.

Für ein Spiel stehen je nach Anzahl der Spieler bestimmte Rateversuche zur Verfügung. Diese werden über Tokens in der Mitte angedeutet. Dabei können zusätzliche Token freigeschaltet werden, wenn mindestens jeder ein Wort zum Raten vorgeschlagen hat und der achte Buchstabe des virtuellen Spielers genutzt wurde (dessen Buchstabe wird immer bei Nutzung weggelegt). Sollte einer oder mehrere Spieler mit dem Erraten ihrer Buchstaben fertig sein, so nehmen sie sich neue Buchstaben vom Nachziehstapel. Werden diese erraten, legt man sie als zusätzliche einmalige Tippgeber in die Mitte. 

Am Ende des Spiels müssen die Spieler mit ihren „erratenen“ Buchstaben das entsprechende gesuchte Wort bilden und auflösen. 

Kurzfazit

Sehr schönes, aber anspruchsvolles kooperatives Wortratespiel. Man kann es sich wie ein permanentes Kreuzworträtseln vorstellen, nur dass man selbst kreativ werden muss, um sich Worte auszudenken. In der Schlussphase dann sogar gezielt, um „zurückliegende“ Mitspieler zu unterstützen. Hat mir gefallen. Spieldauer ist mit 45 Minuten realistisch angegeben. Alter sollte auf mindestens 10 Jahre angehoben werden.

HUB Games

Megacity

Städtebauspiel mit toller Aufmachung. Wir sitzen rund um ein Baufeld mitten im Ozean. Die Erde ist zugrundgegangen und wir versuchen eine neue schwimmende Stadt zu gründen. Dafür können wir reihum zwei Aktionen (auch doppelt) ausführen:

  • Auftrag nehmen (auf diesem ist der Typ: Wohnhäuser, Handel, Industrie oder öffentliche Gebäude / eine Konstruktionsvorgabe / und die Anzahl der zu verwendenden Teile angegeben)
  • eine Plattform aussuchen (entsprechend des zu bauenden Typs)
  • eine Plattform drehen: auf der Rückseite ist ein anderer Typ
  • drei Teile aus einem Beutel ziehen
  • Ausliefern (zählt wie zwei Aktionen)

Mit etwas ruhigen Händen und Baugeschick ans Ziel

Während der Züge der anderen versuchen die Spieler jeweils in ihren Ecken ein oder mehrere Gebäude zu konstruieren. Dabei müssen die Teile nach Vorgabe gestapelt werden. Ist ein Spieler in seinem Zug fertig müssen alle Spieler die Hände vom Tisch nehmen und er schiebt sein Gebilde in die Mitte. Kann er es an die bestehende Stadtstruktur anlegen ohne das es auf dem Weg dahin zerstört wird, so wird dieses als erfolgreich gewertet (wenn er sich an die Bauvorschriften des Auftrags gehalten hat). Nun gibt es noch Sonderpunkte für das höchste Gebäude, anlegen an Parks bzw. Aufstellen von Statuen in Parks.

Das Spiel endet, sobald der letzte Auftrag, die letzte Plattform oder das letzte Teil aus dem Beutel genommen wurde. Dann wird noch eine volle Runde zu ende gespielt und eine „Auslieferungsrunde“.

Zum Schluß gibt es noch Wertungen für das Angrenzen an Parks, Mehrheiten in den jeweiligen Typen, Setkollektion sowie für das höchste Gebäude. Diese werden mit den Siegpunkten für die erfüllten Aufträge und Sonderpunkte während des Spiels addiert.

Die Spielermatte ist ein Add-On, die es sehr wahrscheinlich in Essen zu kaufen geben wird.

  

Kurzfazit

Optischer und spielerischer Leckerbissen. Allerdings im oberen Familienspielsegement anzusiedeln. Hier dürfte den ein oder anderen der Preis von mehr als 50 Euro abschrecken werden. Des Weiteren muss der Spieltisch glatt sein, da sonst das Schieben der Gebäude schwierig wird (oder man hat eine Spielmatte).

REPOS

Belratti 2.0

Belratti 2.0 (mein Arbeitstitel) wird frühestens in 2020 erscheinen. Neben einer anderen Optik (Bilder durfte ich leider nicht machen) wird es auch Änderungen in den Spielregeln haben.

Kurz zum Spiel selbst. Wir sind eine Gruppe von Künstlern und Kuratoren (einer davon ist der oberste Kurator mit Stimmhoheit bei Uneinigkeit) einer Ausstellung. Die Rollen wechseln während der sechs zu spielenden Runden. In diesen müssen 3, 4, 4, 5, 5 und 6 Kunstwerke erraten werden. Die Künstler bekommen 18 Karten untereinander aufgeteilt zugewiesen. Ebenfalls wird das Ausstellungsthema über zwei Karten definiert. Nun suchen sie sich zusammen (je nach zur Verfügung stehender Vorgaben) 3-6 Kunstwerke aus. Aus den restlichen Künstlerkarten werden vier weitere Karten dazugegeben und gemischt. Diese Karten werden nun aufgedeckt. Jetzt sind die Kuratoren daran und müssen aus den X+4 Karten die X richtigen Karten mittels Diskussion herausfinden. An dieser dürfen sich die Künstler weder verbal noch non-verbal beteiligen. Haben sich die Kuratoren entschieden, findet die Auswertung statt. Für jeden Fehler gibt es einen Bonus, der in den folgenden Runden einmal genutzt werden darf. Maximal dürfen 5 Fehler im gesamten Spiel gemacht werden. Anderweitig ist da Spiel für alle verloren.

Unterschiede zur aktuellen Ausgabe:
  • Es werden 6 feste Runden gespielt
  • Boni gibt es erst bei Fehlern
  • Es gibt ein kleines Spielbrett
  • Es gibt Vorgaben bzgl. der Anzahl der zu erratenden Bilder mit: 3, 4, 5 oder 6 Bildern
  • die zusätzlichen Karten werden aus den Bildern der Künstler genommen. Somit keine zusätzlichen Bilder vom Nachziehstapel mehr
  • Neues Artwork aus Photographien Weiß-Weiß-Style
Kurzfazit

Das Spiel selbst ist weiterhin ein kooperatives Bildassoziationsspiel. Jedoch deutlich geführter. Damit etwas taktischer angelegt. Gefällt mir weiterhin sehr gut.

Was gibt es noch zu sehen

weitere Spiele, die ich sehen konnte, ohne sie bisher gespielt zu haben:

  • CMON: God of War, Zombicide Invaders
  • Czech Games Edition: Sanctum, Under falling skies
  • Hans im Glück: Marco Polo 2.0
  • Hub Games: Flip over Frog, Prisma Arena
  • Pendragon: Last Aurora (Kickstarter)
  • REPOS: Last Bastion (Ghost Stories)
  • des Weiteren werden noch Blue Orange und Hurrican erwartet.

Wer war so alles vor Ort

Von den Bloggern waren gestern noch Brettspielsuchties, Brettspielblog, Brettspielgeeks, Cliquenabend, Spieleblog und spielbar.com vor Ort

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ein toller Bericht. Super-Neugierig wäre ich auf Marco Polo 2.0. Sowohl darauf, was es bietet als auch ih es als Erweiterung oder als eigenständiges Spiel kommt.

    Viele Grüße,
    Andreas.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.