Costa Rica

costa rica boxb-familieExpedition im Dschungel

Auf den ersten Blick hat denkt man an das Stefan Feld Spiel La Isla was bei alea erschienen ist.

Aber dieser Gedanke ist falsch. Wir suchen zwar auch Tiere, aber das Spiel ist wesentlich schneller zu spielen und eher an Familienspieler orientiert. Zudem ist der Mechanismus ein ganz anderer.

… und einen Blick wert.


Das Spiel

Zunächst bauen wir aus den vorhandenen Geländeplättchen ein Sechseck mit Kantenlänge von je fünf Plättchen aus. Auf der sichtbaren Rückseite sehen wir je eine von drei Geländearten: Hochland/Gebirge, Sumpf/Küste oder Wald. Darunter liegen den Geländen zu geordnet bis zu zwei Tierarten. Mal allein, mal in einer zweier Kombi. Unter einigen Karten sind auch Moskitoaufdrucke, die Gefahr bedeuten.

An die 6 Ecken wird je ein Forscher pro Spieler aufgestellt, so dass wir insgesamt 6 Forschertrupps a 2-5 Forscher bilden.

Reihum ist jetzt ein Spieler Leiter einer Forschereinheit und deckt eine Karte auf. Jetzt gibt es folgende Optionen (in der Reihenfolge):

  1. Es taucht das zweite aufgedeckte Moskitoplättchen auf. Der aktive Spieler nimmt alle Plättchen bis auf die Moskitoplättchen (diese wandern in die Spieleschachtel) in seine Ausbeute.
  2. Der aktive Spieler nimmt alle bis dahin aufgedeckten Plättchen in seine Ausbeute.
  3. In der Spielreihenfolge können sich die Spieler (mit Forscher im Forscherteam) entscheiden, die aufgedeckten Plättchen zu nehmen.
    ==> für alle drei Optionen gilt: der Kartennehmende nimmt seinen Forscher aus dem Forscherteam. Das verbliebene Forscherteam geht an die Stelle des zuletzt aufgedeckten Plättchen. Und der aktive Spieler wechselt nach links.

Ist keine der 3 Optionen erfolgt, wird ein weiteres Plättchen aufgedeckt und es geht weiter mit der Entscheidung 1-3 innerhalb der Forschergruppe.

Sind alle Forscher aus dem Spiel zurückgenommen oder alle Karten aufgedeckt, wird das Spiel ausgewertet. Dabei bringen 1-7 gleiche Tiere 1-28 Punkte (exponential hochlaufend -  siehe unten) und die Sammlung aller Tiere 20 Punkte.

Dann wird der beste Forscher gekürt.

Autor: Matthew Dunstan, Brett J. Gilbert • Grafiker: Klemens Franz • Verlag: Lookout Spiele • Jahr: 2016

spieler2-5 Spieler • alterab 8 Jahren • zeitca. 30-45 Minuten

b-matMaterial

In der BRETTSPIELBOX befinden sich: 72 Plättchen, 30 Entdecker (je 6 in 5 Farben), einen Expeditionsleiter (aktiver Spieler), 5 Spielhilfen in den Spielerfarben

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Auch wenn über die Attraktivität des Spielmaterials schon intensiv im Netz gesprochen wurde, ist sie für mich mehr als ausreichend, funktional  und gut gestaltet in das Spiel eingefügt. Paßt bestens.

b-einstiegEinstieg

Der Einstieg gelingt wunderbar leicht. Das Spiel ist schnell verstanden und läßt sich leicht vermitteln.

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b-gefuehlSpielgefühl

Ein klassisches Push-Your-Luck-Spiel welches mit einem schnellen Tempo spielbar ist. In gut 30 Minuten habe ich ein tolles Spiel vor mir liegen. Eigentlich fehlt noch das Lable Familienspiel auf der Lookoutschachtel, denn dieses ist auch die Zielgruppe des Spiels. Der Glücksfaktor ist bei dem Mechanismus nicht zu verleugnen.

Zocken ist logisch bei diesem Mechanismus. Nur tue ich dieses nicht allein als aktiver Spieler sondern alle anderen sind genauso eingebunden. Damit erinnert Costa Rica an die “Passen/Check” Phase beim Pokern. Interaktivität bei allen Spielern ist im kompletten Spiel – mit wenigen Ausnahmen, wenn ich mal keinen Forscher mehr im Forscherteam habe – durchgängig gewährleistet.

Tolle Idee sind auch die unterschiedlichen Häufigkeiten der Tiere und die Zuordnung zu den Geländearten. Somit kann ich abwägen, welches Plättchen ich in meinem Umfeld aufdecke bzw. welches ich ggf. auch für meine Tiersammlung benötige. Die thematisch gut integrierte Gefahr durch einen Moskitostich (auch thematisch gut eingebaut) vor dem Aus zu stehen ist gelungen, führt aber zu ziemlichen Ärger, wenn dieses direkt bei den ersten beiden aufgedeckten Plättchen passiert.

Das Spielbrett verkleinert sich im Spiel und die Möglichkeiten werden im Laufe immer weniger bei sich auch reduzierten Forscherteams. Da heißt es bei den Entscheidungen den richtigen Moment abzupassen, um sich für die Plättchen zu entscheiden. Aber wann ist zu früh und wann zu spät (gut letzteres merkt man in jedem Fall :-) ).

Wichtig: Costa Rica sollte man idealerweise mit mehr als 3 Personen spielen. Mit 4 oder 5 Spielern kommt der volle Spielreiz zur Entfaltung. Trotz Variante ist es kein zwei Personenspiel. Insgesamt wird hier bei so wenig Forschern, der alleingebliebene Forscher eine zu große Reichweite.

Für den ein oder anderen dürfte das Ausrechnen der Punkte am Ende des Spiels das meiste Kopfzerbrechen bereiten :-).

b-spassLangzeitspaß

Ja, definitiv. Kann man gut zwischendurch einstreuen. Auf grund seiner Einfachheit und schnellen Spielbarkeit auch gut als Absacker geeignet. Insbesondere wenn man zu vier oder fünft am Spieltisch sitzt.

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b-innovationInnovation

Push your Luck ist ja kein neuer Mechanismus. Dieses in Kombi mit der guten thematischen Eingliederung, macht Costa Rica besonders.

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Erweiterungen:

Auszeichnungen:

Spielregeln (ext. Link zu Lookout Spiele)

b-aufbau

b-strategieb-40

b-glueckb-80

b-interaktionb-80

 

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