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Mittwoch, Januar 29, 2020
Start Jahr 2019 REVIEW Decktective

REVIEW Decktective

Blutrote Rosen – die Häuser Tudor und York in einem Krimispiel.

Ein etwas schwer von der Zunge gehender Name für das Spiel haben sich die Macher von Decktective ausgedacht.

Das Spiel selbst reiht sich in die Wege der Eltern: Deckscape und Sherlock ein, da man gut erkennen kann, welches genetische Material dem Kind mitgegeben worden ist.

Aber ist es auch gut?


SPIELBESCHREIBUNG

In Decktective haben wir zunächst einmal etwas Neues. Denn wir bauen zu Beginn des Spiels einen optischen Tatort zusammen. Dieser soll uns helfen, den Fall zu lösen.

Jeder Spieler bekommt anschließend eine Spielerzahl abhängige Kombination an Handkarten zugeteilt. In seinem Spielzug muss er sich nun entscheiden, eine der Karten auszuspielen oder diese ins Archiv zu legen und (vorerst) nicht mehr darüber zu reden. Ausspielen kann ich aber immer nur Karten, deren Zahl kleiner oder gleich der im Archiv befindlichen Karten ist. Über die ausgespielten Karten dürfen wir jederzeit reden. Genauso darf man den Mitspielern die Überschriften, der auf der Hand befindlichen Karten mitteilen.

Ist eine bestimme Anzahl an Karten ausgespielt, werden wir zum Fall befragt und müssen entsprechende Antworten geben.



AUTOR: Martino Chiacchiera und Silvano Sorrentino ■ GRAFIKER: Alberto Besi
VERLAG: Abacusspiele ■ ERSCHEINUNGSJAHR: 2019

spieler

1-6 Spieler

alter

ab 12 Jahren

zeit

ca. 60 Minuten

Spielregeln (ext. Link zu Abacusspiele)


SPIELGEFÜHL

Wer Sherlock gespielt hat, wird sich recht gut in dem Fall zurecht finden. Aber auch alle anderen, werden durch die Losspielanleitung gut aufgehoben fühlen.

Wir sind Detective die dem Tod von Graf Tudor auf den Grund gehen müssen. Dieser wurde in einer Blutlache vor seinem Haus gefunden. Über die Karten bekommen wir nach und nach Hinweise über den möglichen Tathergang. Dabei gilt es sich aber von der ein oder anderen Karte zu trennen (und ins Archiv zu befördern), um Informationen mit allen teilen zu können. Da das öffentliche Auslegen an die Anzahl der entsorgten Karten gekoppelt ist. Hierbei muss man nun entscheiden, welche Information ist eher unwichtig und welche benötigen wir, um den Fall am Ende zu lösen. Bis zu 10 der 29 Karten müssen so ins Archiv gebracht werden, um Karten mit höheren Zahlen allen zugänglich zu machen.

Je mehr Karten ausgespielt werden, desto einfacher ist auch die Kommunikation über den Fall, da man die Infos auf den Handkarten nicht teilen darf.

Nach 29 Karten müssen die Spieler dann zu fünf Fragestellungen Rede und Antwort stehen. Das Ergebnis wird über eine Skala bewertet.

Dabei bezieht man in seine Ermittlungen auch immer wieder den 3D Tatort mit ein, welcher für diese Art von Spielen etwas Neuartiges darstellt.

Beurteile ich die Schwierigkeitsstufe des Falls, so würde ich definitiv das Label Einsteiger auf die Schachtel schreiben. Geübte Kriminologen dürften sich vielleicht etwas unterfordert fühlen.

Logischerweise kann man das Spiel nicht ein zweites Mal spielen. Material wird aber nicht zerstört, so dass man das Spiel an Freunde weiterreichen kann.

Spiel lässt sich zu zweit sehr einfach spielen. Kann mir aber vorstellen, dass es in Spielen mit 5 oder 6 Spielern schwerer ist, da man nur eine Handkarte hat.

Grafisch passen einige Kleidungsstücke der Charaktere nicht unbedingt ins 18. Jahrhundert.


Zusammenfassung

Das Fazit fällt zweigeteilt aus.

Das System, das grundsätzliche Spielgefühl und die Ausstattung haben mir gut gefallen. Dennoch würde ich mir für ein zweites Spiel einen deutlich gestiegenen Schwierigkeitsgrad wünschen. Fühlte mich am Ende deutlich unterfordert.

  • Tolles Material
  • 3D Tatort ist etwas Neuartiges.
  • Karten verbrennen, um andere höherwertige mit der Allgemeinheit zu teilen ist eine schöne Idee.
  • Mir war der Fall definitiv zu leicht. Viele Sachen lagen auf der Hand und führten zur vollen Punktzahl, ohne dass ich das Gefühl hatte, den Kopf zerbrochen zu haben.

Aus meiner Spielerperspektive: Wie schon im Fazit geschrieben.

Völlige Unterforderung. Lösung war mir als erfahrenem Spieler viel zu einfach. Das Prinzip ist jedoch reizvoll und ich würde mich über komplexere Fälle freuen.

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