Review Werwörter

b-familieDas richtige Wort ist der Schlüssel

Werwölfe ist eines der bekanntesten Gruppenspiele. Viele Spieler haben sich in den unterschiedlichsten Konstellationen wiedergefunden, um gemeinsam die Werwölfe zu jagen, Dorfbewohner umzubringen etc.

Werwörter erschien unter dem englischen Titel Werewords vor 2 Jahren bei Bezier Games und ist eine Abwandlung des bekannten Spiel Werwolf.

Alles viel kürzer und durch eine App gesteuert.

Ob dieses dem Spielspaß zuträglich ist?

 


Das Spiel

In dem Spiel gibt es zwei Fraktionen: die Werwölfe und die Dorfgemeinschaft. Zu letzteren gehört auch die Seherin. Während es den Dorfbewohnern möglich ist, die Werwölfe mit einem geheimen Wort zu vertreiben, versuchen die Werwölfe dieses zu verhindern. Die Seherin unterstützt dabei die Dorfbewohner.

Mittels einer App wird das Spiel gesteuert. Doch vorher müssen die einzelnen Rollen geheim verteilt werden. Der Bürgermeister (ist allen Spielern bekannt) hat zusätzlich noch eine weitere geheime Rolle. Dann übernimmt die App die Steuerung. Es wird gemeinsam der Schwierigkeitsgrad und Zeit gewählt, dann schließen alle die Augen in der Nachtphase. Zunächst muss der Bürgermeister sich für eins der angebotenen Wörter entscheiden. Dann werden Werwölfe und die Seherin aufgerufen, um sich das Wort anzusehen.

Jetzt beginnt die Tag-Phase. In dieser stellen alle Fragen an den Bürgermeister, um das Wort zu erraten. Die Tag-Phase endet sobald ein Spieler das richtige Wort erraten hat oder die Zeit (i.d.R. vier Minuten“) um sind.

Der Bürgermeister kann dabei mit seinen Chips mit „ja“, „nein“ und „vielleicht“ sowie drei Marker „richtig“, „nahe dran“ und „falsche Fährte“ antworten. Die Chips werden den einzelnen Spielern zu sortiert.

Schaffen es die Dorfbewohner das Wort zu erraten, so haben sie gewonnen. Jedoch können der/die Werwolf/Werwölfe noch einmal zurückschlagen, wenn er/sie die Seherin enttarnen. Diese hat in der Partie unterstützende Wirkung für die Dorfbewohnerm, darf dieses aber nicht zu offensichtlich zeigen.

Sollten die vier Minuten ohne Erfolg abgelaufen sein, so haben die Dorfbewohner noch eine Chance, wenn sie den/die Werwolf/Werwölfe enttarnen.


Autor: Ted Alspach • Grafiker: Jason Boles, Roland MacDonald
Verlag: Bezier|Ravensburger • Jahr: 2017|9

spieler4-10 Spieler • alterab 10 Jahren • zeitca. 10 Minuten

Spielregeln (ext. Link zu Ravensburger)


Spielgefühl

Werwörter ist eine Mischung aus einem Wortratespiel und dem Basisspiel Werwölfen. Und so sind diese beiden Spiele auch überlagernd zu beachten. Auf der einen Seite soll ein Wort erraten bzw. es sogar vermieden werden, dass dieses erraten wird, auf der anderen Seite, wollen sich weder Werwolf noch Seherin zu erkennen geben. Da heißt es durch gute Fragetechnik die anderen in die Irre zu leiten.

Damit sich aber alle Spieler auf den Spielspaß einlassen können, gibt es eine hervorragende App in diesem Spiel. Auch wenn das Spiel ohne diese (dann aber mit Spielleiter) zu spielen ist, sollte man darauf nicht verzichten. Denn Wort ausdenken, einzelne Rollen aufrufen sowie ein Timer führen zu Spielspaß für alle. Dabei ist die App nicht dominant, sondern angenehm im Hintergrund laufend.

Kommen wir zurück zum Spielspaß, denn den gibt es reichlich in diesem Spiel. Wie schon oben erwähnt geht es in erster Linie für die Dorfbewohner darum, ein gesuchtes Wort zu erraten. Da kommt man mit „Hund, Katze, Maus“ nicht so schnell zum Ziel und sollte die Fragen gezielt stellen, um das Wort einzukreisen. Während die Werwölfe versuchen mit ihren Fragen die Gruppe in die Irre zu leiten, macht die Seherin das genaue Gegenteil und stellt eher zielführende Fragen. Beide Rollen sind dabei nicht so einfach, da es zum Ende des Spiels – je nach Spielverlauf – noch die Möglichkeit der Enttarnung durch die jeweilige Gegenseite gibt. Und so kommen alle auf ihre Kosten, die Suchenden, wie auch „(Nicht-)Helfer“.

Bereits nach gefühlten sehr kurzen vier Minuten ist die Partie auch schon wieder zu ende, so dass es im Finale zu möglichen Enttarnungen kommt.

Dann kann direkt eine nächste Runde folgen, von denen es an einem Abend in der Regel viele gibt.

Der Schwierigkeitsgrad wird durch die Wortauswahl gewählt. Während man sich bei „leicht“ noch mit Begriffen wie z.B. Fußballschuh, Handy herumschlägt, geht es in „unmöglich“ z.B. um Avantgarde, Schilderwald, Tiefschnee und Ozelot.

Wer es dann noch etwas ausgefallener haben möchte, führt die beiden weiteren Rollen ein: 2 Freimaurer (wie Dorfbewohner), nur dass sie sich gegenseitig kennen und Wahrsagerin, die wie die Seherin das Wort sieht, jedoch nur in Teilen. Beide Rollen sollten ab sechs Spielern und nach Erfahrung mit dem Spiel hinzugenommen werden.

Apropos Spielerzahl: Das Spiel funktioniert auch schon mit vier Spielern, jedoch verträgt Werwörter mehr Spieler, was ich definitiv empfehle.

GEWINNSPIEL: noch bis Sonntag, 12. Mai 2019 verlose ich auf meinen YouTube Kanal ein Werwörter-Spiel


Kurzfazit: Sehr gelungene Kombi aus Worterraten und Werwölfe. Mit den Schwierigkeitsgraden auch gut auf die jeweilige Gruppe abstimmbar. Hervorragende App-Unterstützung, die den Spielleiter perfekt ersetzt. Führt zu „noch mal“ Reaktionen am Spieltisch.

  • Tolle App, die perfekt den Spieleleiter ersetzt
  • kurzweiliges Spiel, was schnell erklärt, verstanden und auch gespielt ist.

 

  • Wenn der Bürgermeister Seher oder Werwolf ist, wird es etwas schwerer

 

 

Definitiv ein Spiel, was auch bei Kennerspielern gut ankommt, wenn man zwischendurch mal etwas kommunikativer spielen will. Hier funktioniert das Werwolfspiel auch in etwas kleineren Gruppen und wird angereichert um ein Wortratespiel.

Sehr kurzweilig und durch die App-Unterstützung ohne das Dilemma einen Spielleiter abstellen zu müssen.

 


 

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