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Freitag, Juli 3, 2020
Start Jahr 2019 REVIEW Feuer Frei

REVIEW Feuer Frei

Aliens greifen die Welt an und es ist unsere Aufgabe die Welt zu beschützen.

Optisch wie auch vom Spielaufbau erinnert das Spiel Feuer Frei von 2F an Space Invaders, welches eines der ersten Videospiele neben Pac-Man war und Massen von Spielern begeistert hat.


SPIELBESCHREIBUNG

Zunächst entscheiden wir uns für den Solo- oder den Team-Modus. Je nachdem werden Karten aussortiert.

Im ersten Level bauen wir fünf Aliens auf. Diese haben verschiedene Stärken (8 bis 12).

Darunter gibt es drei Waffen und einen Stapel mit 15 Batterien. Der Batterienstapel wird gemischt und Karte für Karte unter die Waffen gelegt. Unter welchen Stapel wir die Batterien legen, ist uns überlassen.

Erreicht ein Batterienstapel den Wert 10 oder größer wird die Ablage unterbrochen und der Wert der Batterien addiert. Von der Summe ziehen wir den Wert 10 ab und multiplizieren das Ergebnis mit der Anzahl der Fadenkreuze (zunächst einmal = Karten.)

Dieses ist die Energiekraft unserer Waffe und wird auf einen Alien gelenkt. Dabei drehen wir den erfolgreich getroffenen Alien im 90 Grad-Winkel. Sollte unsere verbliebene Schusskraft ausreichen, den gleichen Alien ein weiteres Mal zu besiegen, können wir den Alien weiterdrehen (ggfls. sogar bis dieser aus dem Spiel genommen wird.)

Die Batterienkarten legen wir beiseite. Entfernen aber vorab eine aus diesem Stapel. Die ungenutzten Batterienkarten werden danach angelegt. Ist der Nachziehstapel leer, so nehmen wir den Ablagestapel und mischen diesen zum neuen Nachziehstapel.

Das machen wir so lange weiter, bis entweder alle Aliens besiegt wurden oder wir keine Möglichkeit haben einen Schuss abzufeuern.

Im ersteren Fall geht es zum nächsten Level weiter mit weiteren Aliens und neuem Spielmaterial.

Insgesamt gibt es neun Level zu durchlaufen.



AUTOR: Friedemann Friese ■ GRAFIKER: Harald Lieske
VERLAG: 2F Spiele ■ ERSCHEINUNGSJAHR: 2019

spieler

1-2 Spieler

alter

ab 10 Jahren

zeit

ca. 25 Minuten

Spielregeln (ext. Link zu 2F Verlag)


SPIELGEFÜHL

Zu den weiteren Leveln kann ich nur sehr begrenzt in die Tiefe gehen, da ich ansonsten Spoilern würde.

Daher werde ich mich an dieser Stelle etwas allgemeiner halten.

Zunächst finde ich die Ideen ein Space Invader Kartenspiel als Solo bereitzustellen klasse. Liegt aber vielleicht auch an meiner Generation, die mit Videospielen dieser Art groß geworden ist. Die Grafik ist passend zum Spielgefühl erstellt worden und damit stimmig.

In das Spiel kommt man recht gut herein, da die Regeln sowohl für das erste Level, wie auch für die weiteren gut geschrieben sind.

Feuer Frei habe ich sowohl Solo wie auch im Team ausprobiert, wobei ich sagen muss, dass sie mir in der Zwei-Personen-Variante überhaupt nicht gefallen hat. Zweimal ausprobiert und beides Mal eher unbefriedigt beiseitegelegt, da es deutlich schwerer ist als allein.

Als Solospiel gefällt mir Feuer Frei da schon besser.

Aber. Das Spiel hängt schon sehr stark vom Glücksfaktor der Karten ab. Da es notwendig ist, niedrige mit möglichst hohen Karten zu kombinieren, um die größtmögliche Feuerkraft zu generieren, klappt dieses mitunter schon mal nicht. Das kann bei dem ein oder anderen Level schon frustrierend werden. Zwar werden die Waffen mächtiger, aber die Herausforderungen steigern sich auch von Level zu Level.

Man merkt an der ein oder anderen Stelle schon früh, ob die Jagd auf die Aliens in der jeweiligen Partie erfolgreich verlaufen wird oder eher nicht.

Die Ideen für die einzelnen Level sind nett bis gut. Da gibt es schöne kleine Gimmicks.

Jedoch bleibt das Ganze eine ziemliche Rechnerei. Zwar im kleinen Einmaleins, aber man muss sich schon bemühen den Überblick zu behalten, um die beste Kombi aus Waffen und Auswahl des/der Aliens zu erwischen.

Somit steigt der Schwierigkeitsgrad spürbar an und es ist alles andere als leicht, das Spiel komplett durchzuspielen. Das Spielende erreicht, flacht der Wiederspielreiz jedoch deutlich ab.


Zusammenfassung

Schönes Thema, tolle graphische Umsetzung.

Allerdings hat mich das Spiel nicht restlos überzeugen können. Es ist sehr viel tüftelei und eine nicht zu unterschätzende Portion Glück im Spiel. Solo gut, zu zweit nicht zu empfehlen.

  • Gute Anleitung
  • Man kommt schnell in das Spiel hinein
  • Tolle grafische Umsetzung
  • kein Spiel zu zweit.
  • Schwierigkeitsgrad steigt sehr deutlich an
  • höherer Glücksfaktor. Da hat man teilweise wenig Möglichkeiten dagegen zu agieren.

Aus meiner Spielerperspektive: Sicherlich kein Spiel für mal so eben nebenbei. Zumindest nicht in den höheren Leveln, da man doch seine Karten gut nachhalten sollte.

Durch den Glücksfaktor gibt es auch immer mal wieder den ein oder anderen Frustmoment. Das Spiel ist gut aber sicherlich nicht eines meiner Top 10 Solospiele.

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