Review Pearls

b-familieNach den Perlen tauchen..

..wir in diesem kleinen Kartenspiel für Familien.

Dabei steht das Tauchen symbolisch für das Fischen in der Auslage, aus der wir uns die größten Schätze holen wollen. Doch manchmal lohnt es sich auch auf viele kleine zu setzen, um schneller die begehrenswerten Perlenketten herstellen zu können.

Dann folgt mir mal auf meinem Tauchgang… Schauen wir mal, ob wir eine Perle finden.


Das Spiel

60-100 Perlenkarten werden je nach Spieleranzahl gemischt. Als Perlenkarten stehen uns in unterschiedlicher Konstellation sieben verschiedene Perlenkarten zur Verfügung: 0er (grau) – 1er (gelb) – 1er (rot) – 2er (grün) – 2er (blau) – 3er (türkis) – 5er (violett).

Zu Beginn bekommt jeder Spieler sechs Karten auf die Hand. Des Weiteren werden sechs Karten offen in der Tischmitte ausgelegt. Ebenfalls offen in der Tischmitte liegen die Halskettenkarte mit den Werten 4 bis 9.

Nun dürfen sich die Spieler reihum entscheiden, eine der beiden Aktionen auszuführen:

  • ALLE Karten der gleichen Farbe aus der Auslage nehmen. Dabei ist das Handkartenlimit von 10 (inkl. der genommenen Karten) zu beachten.
  • oder Karten der gleichen Farbe aus der Hand ausspielen (hier müssen nicht alle Karten genommen werden). Dagegen dürfen die Karten mit 0 als eine Art Joker die ausgelegten Karten auffüllen. Schafft es ein Spieler x-Karten der gleichen Farbe abzulegen, deren Anzahl mit einer der noch ausliegenden Halskettenkarten übereinstimmt, so darf er sich diese Karte nehmen.

Das Spiel endet, sobald die letzte Halskettenkarte genommen oder der Nachziehstapel aufgebraucht wurde. Dann wird noch eine komplette Runde gespielt und der Sieger ermittelt.  Dabei zählt jeder Spieler die Siegpunkte auf seinen Karten. Verbliebene Handkarten sind Minuspunkte.

 


Autor: Christian Fiore, Knut Happel • Grafiker: Fiore
Verlag: Abacusspiele • Jahr: 2019

spieler2-6 Spieler • alterab 6 Jahren • zeitca. 60-90 Minuten

Spielregeln (ext. Link zu Abacusspiele)


Spielgefühl

Das Kartenspiel Pearls wirkt anziehend. Das mache ich nicht nur an der ansprechenden Optik fest. Das Spiel ist den Spielern in weniger als 2 Minuten erklärt und bietet mit seinen zwei möglichen Aktionen erstaunlich wenig Entscheidungsspielräume. Also eher ein einfaches Spiel. Dazu spielt es sich mit einer Zeitdauer von knapp 15 Minuten auch noch recht schnell.

Auch spielerisch gefallen die Partien. Bei Pearls steckt man immer im Dilemma, neue Karten zu nehmen und zu sammeln oder lieber Siegpunkte zu sichern (Spatz in der Hand vs. Taube auf dem Dach).

Natürlich gibt es auch einen Glücksfaktor in dem Spiel durch die Auslage der sechs Karten, die immer wieder nachgezogen werden. Aber dieser trifft irgendwie jeden und ich empfand ihn für ein Spiel dieser Art als nicht störend.

Was es definitiv zu bemängeln gibt, ist die mutige Angabe, dass man Pearls auch mit 2 Spielern spielen kann. Dabei werden zwei Perlensorten aussortiert. Dieses fand ich schon bei drei Spielern (und einer aussortierten Perlensorte) nicht so gelungen. Zu zweit verliert das Spiel dann komplett seinen Reiz, da sich die Auslage auf fünf Perlensorten reduziert. Bei der für das Spiel sinnvollen ungleichen Verteilung der Perlen, sind dann hier überwiegend 0er und 1er zu finden. Es gibt hierzu zwar die Variante, dass man auf das Aussortieren verzichten kann (was es etwas besser macht), aber ich empfehle Pearls in der Besetzung zu vier oder fünf Spielern. Dazu konnte man sich jedoch leider vom Verlag nicht durchringen.

Es gibt Leute, die Pearls mit Jaipur vergleichen. Ähnlichkeiten gibt es definitiv, aber Pearls ist vom Spielen her noch puristischer und lässt sich besser mit mehr Teilnehmer spielen. 

Kleiner Tipp: Auf der Abacusspielseite kann man sich den Frühjahrskatalog 2019 herunterladen. Auf der Rückseite sind zwei weitere Perlenkettenkarten ausdruckbar. Diese würde ich bei 5 und mehr Spielern auch nicht austauschen, sondern hinzufügen.

 

auch optisch wachsen die Perlen mit ihrer Wertigkeit an.


Kurzfazit: Pearl ist ein Gute-Launespiel. Einfache Regeln, schnell erklärt, ansprechende Grafik und dennoch taktisch für den Familienspieler herausfordernd durch das Dilemma Karten zu nehmen vs. Karten abzuspielen.
Das jederzeit gerne wurde wegen des 2 Personenproblems knapp verpasst. Ab vier Spielern ist es definitiv eine Empfehlung.

  • Schnell erklärt und schnell gespielt
  • Schönes Dilemma aus Karten ablegen oder Karten nehmen
  • Kurze Spieldauer

 

  • Funktioniert am besten mit 4 und mehr Spielern. Zu zweit eher nicht zu empfehlen.

 

 

Sicherlich ist Pearls keine große Herausforderung für den Kennerspieler. Aber mir hat es gefallen. Wer etwas Schnelles für zwischendurch oder als Absacker sucht, der ist bei Pearls genau richtig. Jedoch nicht im Spiel zu zweit, da fand ich Pearls nicht gut.

 


 

Dieses ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Mit der Nutzung, unterstützt ihr meine Arbeit (ohne eigene Kosten zu haben).

 

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.