Zwei große Brettspiel Neuheiten bietet der Spielefaible Verlag zum Herbst 2026. Einmal wollen wir Schokolade produzieren und das andere Mal begeben wir uns in das Telekommunikationsgeschäft der Frühzeit.
Beide Spiele werden auf der Berlin Con als Prototyp zu sehen sein. Dann werde ich noch Bilder hier ergänzen.

CHRONIK ■ NACH VERLAGEN ■ NACH A-Z
Bean to Bar
Autor: Masaki Suga ◾ Grafik: Harald Lieske◾ Anzahl: 2-4 ◾ Dauer: 90-180 ◾ Alter: 14
BEAN to BAR ist ein gehobenes Kennerspiel (BGG-Bewertung: 3,5) von Masaki Suga, in dem wir eine eigene Schokoladenmarke aufbauen. Thematisch geht es um den gesamten Weg der Schokolade: von der Auswahl der Kakaobohnen über die Entwicklung der Rezeptur bis hin zu Verkauf, Wettbewerb und Marktpräsenz. Dabei steht nicht nur die Herstellung im Vordergrund, sondern die Frage, wie aus einzelnen Schritten ein stimmiges Gesamtprodukt entsteht.
Im Zentrum des Spiels steht ein Aktionssystem rund um ein 3×3-Raster. Welche Möglichkeiten wir haben, hängt stark davon ab, wo sich unsere Figur befindet und wie viel Zeit wir für Bewegung und Aktionen aufwenden. Genau daraus entsteht der Kern des Spiels: Wer in einem Bereich viel erreichen will, muss an anderer Stelle Tempo herausnehmen.
Der Ablauf einer Runde gliedert sich in fünf Phasen:
- Phase 1: Bewegung
Die eigene Figur wird auf der Aktionsleiste weitergezogen. Die Reichweite kostet Zeit und bestimmt, welche Aktionsfelder erreichbar sind. - Phase 2: Aktionen
Auf den erreichten Feldern werden die eigentlichen Spielzüge ausgeführt, etwa Kakao beschaffen, Schokolade herstellen, Fachkräfte einsetzen oder Geschäfte entwickeln. - Phase 3: Partnerschaft
Hier gibt es Punkte für Spielmarker auf bestimmten Farmen, je nachdem, wer dort als bester Partner vertreten ist. - Phase 4: Verkauf
Fertige Schokoladentafeln werden verkauft. Dabei zählen Einkommen, aktuelle Geschmackstrends und passende Jahreszeiten. - Phase 5: Vorbereitung und Aufräumen
Felder und Auslagen werden neu bestückt, Marker zurückgesetzt und die nächste Runde vorbereitet. In bestimmten Runden findet hier zusätzlich ein Wettbewerb statt.
Gerade die Verkaufs- und Wettbewerbsmechanik zeigt, dass eine Schokolade in BEAN to BAR nicht einfach nur fertig sein muss. Sie sollte möglichst im richtigen Moment auf den Markt kommen, geschmacklich passen und von Trends oder Jahreszeiten profitieren. Im Wettbewerb werden Tafeln zusätzlich nach Merkmalen wie Größe und Kakaoanteil verglichen, was dem Spiel eine weitere Ebene bei der Frage gibt, wann ein Produkt wirklich stark genug ist.
In der Schlusswertung greifen dann mehrere Bereiche zusammen: der Wert der Schokoladen, eingesetzte Fachkräfte, eigene Geschäfte, Kooperationen und weitere Punktequellen. Dadurch wirkt BEAN to BAR wie ein Spiel, in dem viele kleine Entscheidungen entlang einer Produktions- und Vermarktungskette ineinandergreifen.

Wireless
Autor: Marco Canetta und Stefania Niccolini◾ Grafik: Lukas Siegmon ◾ Anzahl: 1-4 ◾ Dauer: 30-120◾ Alter: 14
WIRELESS ist ein neues Kennerspiel von Marco Canetta und Stefania Niccolini. Das Autorenduo, das unter anderem durch Zhanguo bekannt geworden ist, greift diesmal die Anfänge der drahtlosen Telekommunikation auf. Thematisch geht es um die Zeit vom späten 19. bis frühen 20. Jahrhundert, in der Namen wie Marconi, Tesla, Braun und Edison den Aufbau erster Funknetzwerke prägen.
Im Brettspiel übernehmen wir die Rolle dieser Pioniere und konkurrieren um Patente, Geld und leistungsfähige Verbindungen. Auf einer Weltkarte entstehen Funkstationen, Signale werden übertragen und moduliert, neue Länder erschlossen und dauerhafte Verbindungen aufgebaut. Dazu kommen weitere Elemente wie Wissenschaftler, Magnaten, Fabriken und persönliche Zielnationen, die den eigenen Weg durch die Partie mitbestimmen.
Im Zentrum ist das Aktionssystem. Die eigenen Aktionen laufen über Plättchen in der persönlichen Auslage. Wer baut, sendet, moduliert, Geld beschafft oder Patente vorbereitet, nutzt entsprechende Plättchen. Dadurch werden jedoch die eigenen Möglichkeiten für spätere Züge eingeschränkt. Entsprechend ist gutes Timing wichtig, um seine Züge durchzuplanen und erfolgreich zu sein.




