El Gaucho

Der cleverste Rinderbaron gewinnt…el gaucho

GESAMTNOTE: 7,3

Material: 08 • Einstieg: 08
Spielgefühl: 07 • Langzeitspaß: 07

Das Spiel

mit Glück und Taktik zum Sieg.

Zum Spiel: Wir sind Rinderbarone, die mit ihren Gauchos möglichst lukrative Kuhherden einfangen und gewinnbringend verkaufen müssen. Von den Kühen gibt es 5 verschiedene Rassen mit den Werten 1-12.
Die einzufangenden Kühe werden zum Spielstart auf den vier Weiden platziert. Anschließend wird im Würfelrodeo (Würfelanzahl = Spieler x 2 + 1) gewürfelt. Reihum werden nun je zwei Würfel entnommen und ein bis zwei Gauchos entsprechend der Würfelzahl entweder auf den Weiden (z.B. ein 4er und 6er Würfel für eine 10er Kuh oder eine 4er und 6er Kuh) oder den Sonderfeldern platziert. Sind alle Kühe einer oder mehrerer Weiden nach einer Runde belegt (alle Kühe sind von Gauchos besetzt oder reserviert/geschieht zum “halben” Preis), so wird diese ausgewertet und neu aus dem Nachziehstapel bestückt. Die eingefangenen Kühe werden immer rechts in die bestehenden Herden integriert (streng auf- oder absteigende Reihenfolge der Kühe nach Farben sortiert) oder eine neue eröffnet.

Die Kuhwertung erfolgt nach Anzahl der Kühe multipliziert mit dem höchsten Wert einer Kuh. Mittels der Sonderfelder können Aktionen wie Viehdiebstahl, Herdenverkauf, zusätzliche Wunschwürfel, Reservierungen einlösen oder fremde Gauchos verdrängen etc. ausgelöst werden. Das Spiel endet, sobald der Nachziehstapel aufgebraucht ist. Zum Ende gewinnt der reichste Rinderbaron.

Bei El Gaucho haben wir ein gehobenes Familienspiel vorliegen, das den ein oder anderen Vielspieler ansprechen wird. Eigentlich liegt El Gaucho genau zwischen Familien- und Vielspielerspiel.

Autor: Arve D. Fühler • Grafiker: Dennis Lohausen • Verlag: Argentum Verlag • Jahr: 2014
spieler2-4 Spieler • alterab 12 Jahren • zeitca. 60 Minuten

el gaucho materialMaterial – 08

In der Brettspielbox enthalten sind 1 Spielplan (mit einer Pampa/4 Weiden sowie 6 Aktionsbereichen und das Würfelrodeo), 60 Rinderkärtchen (je 12 pro Rasse – im Werte 1-12), 4 Wertungskärtchen (100 und 200 Punkte), 32 Spielfiguren (je 8 Gauchos pro Spielerfarbe), 4 Geldanzeiger (einer pro Spielerfarbe), 9 Würfel und 1 schwarze Startspielerfigur.

Tolles attraktives Material aus dem das Würfelrodeo (oben links um Bild) herausragt. Aber auch die Illustration des Spielplanes ist aus meiner Sicht gut gelungen. Ich hatte das Glück das Spiel schon auf dem Herner Burgevent zu spielen und im Vergleich zum Prototypen ist das Material und die Grafik um einiges verbessert worden.

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Einstieg – 08

Der Einstieg gelingt relativ gut, da die Anleitung verständlich geschrieben ist. Hat man die Sonderaktionen verinnerlicht, so wird das Spiel gut gelingen. Auch hier ist das Verständnis wieder abhängig welcher Spielertyp vor dem neuen Spiel sitzt.

Spielgefühl – 07

El Gaucho liegt irgendwo zwischen Familien- und Vielespielerspiel und kann sich nicht so recht entscheiden. Das hat sicherlich den Vorteil, dass die Zielgruppe größer ist, aber auch den Nachteil, dass es für den Gelegenheitsspieler ob der Vielzahl der Möglichkeiten zu komplex und für den Vielspieler an der ein oder anderen Stelle etwas zu seicht und im mittleren Teil zu langatmig wirkt.

Mir persönlich hat das Spiel aufgrund der Aufmachung dennoch viel Spaß gemacht. Das Würfelrodeo ist toll gestaltet, die Kühe und der Rest des Spiels attraktiv illustriert. Allein aus diesem Grund macht es schon Spaß zu spielen. Dem Spiel liegt eine gewisse strategische Tiefe zu grunde. Aktionen des Kuhfangens bündelt man mit verschiedenen Sonderaktionen, um das optimale aus seinen Züge herauszuholen. Dazu muss man vorrausschauend seine Sonderkationen planen und reservieren.

Wie oben schon bemerkt, kann das Spiel ob der wiederkehrenden Tätigkeiten im mittleren Teil etwas Länge vermitteln. Hängt aber sicherlich auch vom flüssigen oder nicht flüssigen Spielverhalten der Mitspieler ab. Viel Grübeln sollte man eher nicht, auch wenn durch den Rechenmodus (Herdenanzahl mal höchster Kuh) der ein oder andere das Kopfrechnen neu lernt. Natürlich ist der Glücksfaktor Würfel nicht ganz zu unterschätzen, jedoch sollte man genügend Flexibilität zeigen (und hat diese auch), um seine Aktionen umzuplanen.

El Gaucho ist nicht unbedingt was für zartbeseitete – aber wir sind ja auch in der argentinischen Pampa und es geht dort robust zu: Es werden Rinder gestohlen und gegnerische Gauchos vom Spielplan verdrängt. Wer da zu nachsichtig mit seinen Mitspielern umgeht oder zu naiv im Spiel unterwegs ist, kommt leicht ins hintertreffen und wird verlieren. Da heißt es Ellenbogen raus und dagegenhalten. An dieser Stelle sollte man die höherwertigen Rinder auch nicht zu erst bzw. ungeschützt in seine Herde integrieren, sondern sich für später aufheben. Dazu in Kombination ist die Sonderaktion Sofortverkauf hilfreich.

Langzeitspaß – 07

Ja, El Gaucho wird sicherlich häufiger auf dem Tisch landen. Es ist mit einer Stunde Spielzeit nicht zu lange. Wenn man nicht allzu viel grübelt auch relativ kurzweilig. Dazu hält das Spiel ein attraktives Material bereit.
Für den Familienspieler kann aber gerade die oben beschriebenen Aktionen Diebstahl und Verdrängen dazu führen, dass das Harmoniebewußtsein des einzelnen getrübt ist und er sich weiteren Partien verschließt. Wenn man da einen allzu wilden Spieler in seinen Reihnen hat, entscheidet man sich aufgrund dieses Sachverhalts für friedlichere Spiele.

Erweiterungen:

Auszeichnungen:

Spielregeln (ext. Link zum Argentum Verlag):

strategie60 Glueck60 interaktion60

genre-würfel genre-familie genre-vielspieler

VN:F [1.9.22_1171]
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