Invisible Ink

invisble link boxb-familieMalen mal anders…

… denn ich sehe eigentlich nicht, was ich male oder was andere malen. Da ist der Name („unsichtbare Tinte“) Programm. Das gibt dann schon einmal das ein oder andere Aha-Erlebnis.

Dabei ist das Ganze in einen Agentenrahmen gekleidet.


Das Spiel

Zunächst werden 10 Mikrofilme je Mitspieler abgezählt (Rest wird bei Seite gelegt). Dann bekommt der erste Spieler eine Begriffskarte verdeckt zugeteilt und schaut sich beide Begriffe an. Jetzt wird gewürfelt und je nach Ergebnis müssen sich die Ratenden, der aktive Spieler oder beide die rote Brille aufsetzen. Da der Stift gelb ist, können die mit Brille das gemalte nicht erkennen und müssen entsprechend der Stiftbewegungen raten.

Die Runde endet, wenn entweder beide Begriffe erraten wurden oder die Sanduhr für die Runde abgelaufen ist. Dann werden die Mikrofilme verteilt und der nächste ist an der Reihe.

Gehen die Mikrofilme nach einer Runde aus, endet das Spiel und der Sieger wird gekürt (meisten Filme).

In der fortgeschrittenen Variante kommen die Karten mit den schwarzen Texten zum Einsatz. Diese dürfen nicht geraten werden. Passiert dieses muss der Agent, welcher den Begriff genannt hat, einen Mikrofilm wieder zurück in den Vorrat geben.

Autor: Martin Nedergaard Andersen • Grafiker: Paletti Grafik • Verlag: HUCH! • Jahr: 2017

spieler3-6 Spieler • alterab 10 Jahren • zeitca. 30 Minuten

b-matMaterial

In der BRETTSPIELBOX befinden sich: 6 Agentenbrillen, 200 Codewortkarten (100 in schwarz und 100 in blau), 2 Abdeckkarten, Sanduhr, 6 Agentenkarten, 60 Mikrofilme, Geheimstift (Textmarker), 1 Würfel

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Schönes Material. Man benötigt alleine noch etwas Papier. Sollte der Stift mal leer sein, einfach einen gelben Textmarker nehmen.

b-einstiegEinstieg

Kein großes Problem in das Spiel einzusteigen.

b-gefuehlSpielgefühl

Mal-Erkennungs-/Ratespiele gibt es bereits einige. Die Besonderheit bei Invisible Ink liegt im Würfelergebnis und seinen Folgen. Denn der Würfel gibt an, wer die Agentenbrillen aufsetzen muss und eigentlich von der Malerei nicht viel sieht. Dieses ist dann besonderes spaßig, wenn niemand etwas sehen kann. Kann doch gar nicht gehen. Doch, geht! Denn die Augen sind in der Lage den Bewegungen des Stiftes zu folgen. D.h. mal mehr oder weniger 😉  Somit haben wir aber im Vergleich zu den sonstigen Malspielen nicht nur das Problem der Malkünste sondern auch der Interpretation der selbigen.

Den Agentenrahmen braucht es eigentlich nicht, ist aber nettes Beiwerk.

Es gibt keine Downtime bzw. einen hohen Interaktionsgrad, da alle permanent im Spiel eingebunden sind.

Hauptkritikpunkt ist – wie so meistens bei diesen Spielen – die Punktevergabe. Da das Spiel limitiert auf 10 Mikrofilme pro Person ist, kann das Spiel ggf. frühzeitig schon entschieden sein und der Sieg feststehen. Daher idealerweise ohne Punkte spielen und einfach nur Spaß haben.

Ein zweiter Kritikpunkt liegt in der Punktvergabe für den grünen (2) bzw. blauen (1) Begriff. An vielen Stellen war der grüne Begriff deutlich einfacher zu verstehen, als der blaue. Auch innerhalb der Begriffe gibt es Unterschiede.

Invisible INK spielt sich in allen Konstellationen gleich gut. Je voller der Tisch, desto schwerer kann es jedoch sein, das „Malen“ zu erkennen. Das Spiel ist defintiv auch mit Spielern unter 10 Jahren möglich. Ab 8 funktioniert zumindest die Variante mit dem Blauen Code schon ganz gut.

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b-spassLangzeitspaß

Invisible INK hat sicherlich seine Daseinsberechtigung in den Mal- und Ratespielen und bringt durch die Brille und das Nichtsehen eine neue Perspektive in diese Art der Spiele und damit eine gewisse Abwechslung in den Spielabend.

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Gesamtbeurteilung 7/10

Schöne Alternative in der Reihe der Kommunikationsspiele. Durch den Einsatz der roten Brillen muss man teilweise ganz schön konzentriert sein.

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Erweiterungen:

Auszeichnungen:

Spielregeln (ext. Link zu HUCH!)


b-strategieb-40

b-glueckb-40

b-interaktionb-80

 

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2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Gut, dass Du von dem Spiel berichtest, Christoph. Die Spielidee ist reizvoll. Finde ich zumindest, seitdem ich im Sptäsommer/Herbst das erste Mal von dem Spiel gelesen hatte. Wollte aber erstmal einige Testberichte abwarten, bevor ich mir das Spiel ggf zulege.

    Danke für den Hinweis, dass die Punktevergabe nicht so ausgewogen ist. Aber wie Du schon schriebst, solche Spiele spielt man meist sowieso oft einfach ohne Wertung.

    Eine Frage: Ich habe woanders gelesen, dass die Brillen fast schon ZU klein seien.
    Hattet auch Ihr diesen Eindruck, ich meine: Ist es unangenehm, sie zu tragen — stört sie, verrutscht sie, hat man ein zu kleines Sichtfenster bzw kann man (ggf ungewollt)am Rand vorbeilinsen?

    LG, Daniel

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  2. „Die Brille ist ein wenig sperrig oder eng, ja nach Gesichtsbeschaffenheit. In unseren Runden war das aber nie ein Problem. Auch das Linsen gab es so nicht.
    Das Sichtfenster ist ausreichend.
    Kann mir aber gut vorstellen, dass es den ein oder anderen gibt, der hier nicht zufrieden ist“

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