Kinderspiel des Jahres 2019

Den Auftakt der Preisverleihung zum Spiel des Jahres macht immer der blaue Pöppel. Dieser steht seit 2001 für das beste Kinderspiel des jeweiligen Jahrgangs.

Der Preis wird in Hamburg vergeben. Dieses mal im ehemaligen Hauptpostzollamt.

Gesucht wird der Nachfolger von Funkelschatz (HABA), das im 2018 zum Kinderspiel des Jahres gewählt wurde.

Herzlichen Glückwunsch an:

Preisträger 2019

Tal der Wikinger (Marie und Wilfried Fort / HABA)

Preisträger 2019

Text der Jury: Wenn im Dorf der Nordmänner die Fässer rollen, sind alle mit Feuereifer dabei, große wie kleine Wikinger. Außen stehen die Schiffe bereit, Beute aufzunehmen, in der Mitte die Fässer. Die werden mit einer gewaltigen Kugel umgekegelt, aber bitte gezielt. Denn oberhalb des Dorfs verläuft ein Steg. Die Farbe der umgeworfenen Fässer bestimmt, wessen Spielerchip dort wohin bewegt wird. Im Idealfall gibt es Belohnungen. Wer jedoch Pech hat und vom Ende des Stegs ins Wasser fällt, löst die Rundenwertung für die Anderen aus und geht selber leer aus.

„Tal der Wikinger“ ist ein aufregender Beutezug, bei dem man mit Geschick einfach drauflos spielen kann. Die taktischen Überlegungen beim Positionskampf auf dem Steg erschließen sich mit zunehmender Erfahrung und garantieren lang anhaltenden Spielspaß. Losspielen will jeder – allein wegen des bildhübschen Materials kann jeder. Loskegeln kann auch jeder. Da fliegen die Fässer, da ist die Freude groß. Die Finessen lernt man hier quasi Knall auf Fall. Und wenn es mal danebengeht, steigert das nicht den Frust, sondern nur noch den Ehrgeiz für eine weitere Partie. Wie das Autorenpaar Fort im „Tal der Wikinger“ zugleich Geschick und taktisches Denken herausfordert, ist in seiner Mischung so einzig- wie neuartig.

Zum Siegerspiel gibt es ein Video:

Nominiert

Cover Fabulantica

Fabulantica (Marco Teubner / Pegasus Spiele)

Text der Jury: Willkommen in Fabulantica, dem Reich der Märchen, in dem sich gestiefelter Kater und Zauberlehrling, Hexe und Djinn „Guten Tag“ sagen. Im Sinne der Familienzusammenführung sind die Spieler in dem magischen Reich unterwegs. Ihre Aufgabe: jeweils jene beiden Figuren aufzusuchen, die auf den Auftragskarten am Spielfeldrand abgebildet sind. Dazu reisen sie zu Lande, zu Wasser und – dank fliegendem Teppich – sogar durch die Luft, vorausgesetzt, sie haben die zu den Landschaftstypen passenden Reisekarten gesammelt. Haben sie eine Ortschaft erreicht, schauen sie im dortigen Turm nach, welche Märchenfigur sich darin versteckt hat, und merken sich das hoffentlich gut. Denn auf das Gedächtnis kommt es in diesem vielschichtigen Laufspiel ebenso an wie auf erste taktische Überlegungen. Der Weg ist das Ziel, und er gestaltet sich immer wieder neu. Der Autor Marco Teubner verknüpft hier auf innovative Art und Weise das Memo- und Laufspiel zu einem kindgerechten Ganzen und erlaubt so einen frischen Blick auf bekannte Mechanismen und die Märchenwelt. „Fabulantica“ ist ein sagenhaftes, spannungsgeladenes Wettrennen, das zu immer neuen, abenteuerlichen Entdeckungsreisen einlädt. Es fällt schwer, sich davon nicht verzaubern zu lassen.

Go Gecko Go! (Jürgen Adams / Zoch)

Text der Jury: Dem Ziel so nah und doch so fern – auf dem Flusslauf liefern sich Gecko, Frosch, Schildkröte und Krokodil einen spannenden Wettstreit. Welcher Freundeskreis surft am schnellsten auf Blättern durchs Nass und landet zuerst auf dem Baumstamm-Treppchen? Kühne Taktik und punktgenaues Teambuilding entscheiden in diesem Würfel-Laufspiel über Sieg und Niederlage. Mal lohnt es, das Würfelglück aktiv zu nutzen und seine Teammitglieder einzeln Blatt für Blatt nach vorne zu ziehen, mal ist es klüger, einfach nur auszuharren und sich von der Strömung gen Ziel treiben zu lassen – vielleicht sogar bequem auf dem Rücken des Stärkeren. Dann bergen jedoch tief hängende Hindernisse Gefahr. Ein ausgeklügelter Schiebemechanismus erfordert wohlüberlegte Spielzüge und schenkt gleichzeitig überraschende Momente.

Das ist ja wohl die Schiebung! Und was für eine clevere! Der Autor Jürgen Adams schafft es in diesem Dschungelabenteuer spielend, den bekannten Schiebemechanismus mit taktischen Varianten aufzupeppen. Bei diesem Wettsurfen müssen die Spieler ständig abwägen, welche ihrer Optionen sie nutzen, ob sie das Würfelglück herausfordern und wie sie Tier auf Tier türmen, um voranzukommen So kreiert er ein feuchtfröhliches Vergnügen, das immer wieder Hochspannung verspricht.

Empfehlungsliste

Darüberhinaus gab es noch weitere sieben Spiele, welche die Jury ebenfalls empfohlen hat:

  • Bauernhof-Bande (Justin Lee / HABA)
  • Concept Kids: Tiere (Gaëtan Beaujannot und Alain Rivollet / REPOS|Asmodee)
  • Magic Maze Kids (Kasper Lapp / Sit Down Games|Pegasus)
  • Monsterbande (Florian Biege / Drei Hasen in der Abendsonne)
  • Monster Match (Ken Gruhl und Quentin Weir / Kosmos)
  • Octopus (Grégory Kirszbaum und Alex Sanders / Djeco)
  • Voll verwackelt (Wolfgang Dirscherl und Manfred Reindl / Queen Games)

Jury – Kinderspiel des Jahres 2019

Die Spiele wurden durch die folgenden Personen ausgewählt:

  • Stefan Gohlisch
  • Sabine Koppelberg
  • Tina Kraft
  • Stefanie Marckwardt
  • Christoph Schlewinski
  • Cordula Dernbach (Beirat)
  • Gaby Kaufmann (Beirat)
  • Hauke Petersen (Beirat)

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