Crowdfunding (48): Bonsai

Mit Bonsai ist letzte Woche ein interessantes Kartenspiel bei der Spieleschmiede gestartet.

Kigi hieß das Spiel in der ursprünglichen Version. Nun kommt es in leicht abgwandelter und optimierter Ausführung heraus.

Zum Spiel

(Autoren: Daniel Solis / Grafik: Daniel Solis / 2-5 Spieler / 10 Jahre / Dauer: 20 Minuten)

Zu Beginn zieht sich jeder Spieler einen Baumstamm.

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Die Spieler wählen reihum eine von drei ausliegenden Karten (Auslage wird immer wieder aufgefrischt) aus und legen sie an einem Baum ihrer Wahl an.

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Dabei sollen möglichst viele gleichartige Symbole in einer ununterbrochenen Kette anliegen (Im Beispiel unten würden im rechten Ast nur die lila Blumen und im linken Ast die Schmetterlinge und Libellen als ununterbrochene Kette gelten).

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Je nach Anzahl der gleichartigen Symbole gibt es Punkte. Werden mit einer solchen Kette zehn Punkte erzielt, werden alle Karten dieses Astes entfernt (siehe Beispiel unten: 6 Punkte für die Schmetterlinge, 4 Punkte pinke Blumen, 2 für die roten Blumen).

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Sollten dadurch andere Karten den Kontakt zu einem Baumstamm verlieren, werden diese auch entfernt. Dadurch hat man die Möglichkeit, auch die gegnerischen Bäume zu modifizieren und die Pläne der Konkurrenz zu durchkreuzen.

Außerdem kann man im Spielverlauf Auftragskarten (siehe Bild unten) bekommen, mit deren Erfüllung man am Ende des Spiels reichlich Extrapunkte sammeln kann.

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Für Aufträge in gegnerischem Besitz erhält man selbst zwar keine Punkte, jedoch kann man einen gegnerischen Auftrag sabotieren, indem man ihn besser als sein Besitzer erfüllt.

Kurzes Fazit:
Zielgruppe von Bonsai sind Familien- und Gelegenheitsspieler. Die Grafik ist schön aber sehr puristisch gehalten.
Bonsai selbst lässt sich sehr schnell verstehen / beibringen und ebenso einfach spielen. Man kann das Spiel friedlich (nebeneinander her) oder eher konfrontativ spielen (indem man bewußt Baumreihen der anderen torpediert und Punktketten unterbricht / kann wenn es ganz übel läuft in das Problem des Königmachers hineinlaufen. Hier sollten aber alle fair miteinander spielen). Dieses in Kombination mit den Aktionskarten geben dem Spiel eine gewisse Tiefe, die erst durch das Spielen mehrerer Partien so richtig zum tragen kommt.

Etwas störend empfinde ich das Aufzeichnen der Punkte (sollte man unbedingt machen, da man ansonsten sehr schnell durcheinander kommt und sich nicht mehr auf das Spiel sondern mehr auf das Punktebehalten konzentrieren kann) nach jedem Karten legen. Alternativ empfehle ich dann doch die Anschaffung der Zählsteine mit samt den Zählbrettern.

Sehr positiv wirkt sich die wirklich kurze Spielzeit aus, daher ist die Anzahl der Spieler mit 2-5 völlig ausreichend bemessen.

Material

In der Brettspielbox enthalten sind: 45 Karten (5 Baumstämme, 30 Zweigkarten und 10 Aufräge). Das Spielmaterial wird komplett sprachunabhängig sein.

Hier gibt es die Spielregeln in der Draft-Version (englisch)

Kosten

Das Spiel kostet 10 Euro oder 29 Euro (inkl Aufbewahrungsbeutel und Zählsteinen) inkl. Transport.

Die Lieferung soll im Dezember erfolgen.

Stretch Goals

je 1000 Euro wird es 2 zusätzliche Karten im Spiel geben.

Weitere Informationen

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