StartRezensionKinderspielMonstersnack - Kinderspiel-Review des Monats

Monstersnack – Kinderspiel-Review des Monats

“Huuuuunger!!!!”, schreien sechs blaue Monster, stellen sich in einem Kreis auf und möchten von uns gefüttert werden. Das Buffet ist auch schon angerichtet. Jedoch fressen die Monster nicht alles, was man ihnen vorsetzt, sondern nur ihre Lieblingsspeisen, wie Ameisen in Salat, Pizza mit Stinkesocke oder Käfer in blauem Glibber. Es gibt nur ein Problem: Die Monster sehen alle gleich aus! Wer erfolgreich das richtige Monster mit seiner Lieblingsspeise füttert, erhält eine Belohnung!

Tanja Mrosek

Die Pfännchen mit den darauf abgebildeten Lieblingsspeisen der sechs Monster werden verdeckt in die Tischmitte gelegt und gut durchgemischt. Die blauen Monster werden mit dem Gesicht zur Tischmitte hin ausgerichtet und in einem Kreis rund um die Pfännchen angeordnet. Die 21 Monstermünzen werden ebenfalls verdeckt gemischt und auf einem Stapel bereitgelegt.

Es wird reihum im Uhrzeigersinn gespielt. Bist du an der Reihe, deckst du ein Pfännchen auf und suchst dir ein Monster aus, das du damit füttern möchtest. Dabei ist darauf zu achten, dass das Monster auf der Tischplatte stehen bleibt, damit niemand die Unterseite der Monsterfüße zu sehen bekommt. Diese geben nämlich preis, welche Speise das Monster fressen möchte.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten:

a. Hast du das richtige Monster für die Speise gefunden, verschwindet es im Maul des Monsters. Nun darfst Du dir zur Belohnung eine Monstermünze vom Stapel nehmen und schaust dir die Vorderseite der Münze an. Zeigt diese eine Bonusaktion, führt die nächste Person im Uhrzeigersinn diese aus und macht im Anschluss ihren Spielzug.

b. Das Pfännchen passt leider nicht ins Maul. Nun legst du es verdeckt zurück in die Tischmitte und die nächste Person ist am Zug.

Für jedes Monster gibt es drei Lieblingsspeisen, sind alle Pfännchen in der Tischmitte verfüttert, endet das Spiel und die Person mit den meisten Monstermünzen gewinnt das Spiel.

Spielregeln (ext. Link zu Kosmos)

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Der Aufbau vom Kinderspiel Monstersnack ist ratzfatz erledigt und die Kinder können dies auch alles alleine bewerkstelligen. Stehen die Monster auf dem Tisch, werden sie flott nochmal im Kreis untereinander vertauscht, damit auch wirklich sicher ist, dass sich niemand die Füße beim Aufbau angeschaut hat und sich so einen Spielvorteil verschafft hat.

Die Speisen in den Pfännchen sorgen schon im Vorfeld immer wieder für Gespräche am Tisch, wie widerlich es zum Beispiel ist, eine stinkige Socke auf der Pizza oder eine Ameise im Salat als Lieblingsspeise zu betrachten. Da wundert es auch keines der Kinder, dass die Pfännchen als “crunchiges Topping” gleich mit verspeist werden.

Die Partien verlaufen sehr unterschiedlich: Mal werden sehr schnell richtige Pfännchen gefunden, Münzen verteilt und das Ende einer Partie kommt schneller als gedacht. Andere Spielrunden ziehen sich in die Länge, da immer wieder Pfännchen aufgedeckt werden, die nicht richtig zugeordnet werden können. Oder sie verlängern sich dadurch, dass durch die freigespielten Zusatzaktionen, die sich auf der Rückseite einer Monstermünze befinden, die Spielbedingungen verändert werden. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn die Pfännchen in der Mitte neu durchgemischt werden müssen und man gemerkte Speisen nicht mehr wiederfindet oder die Monster untereinander vertauscht werden.

Es gibt aber auch Aktionen, die einem einen Vorteil verschaffen, indem man sich heimlich die Unterseite eines Monsters ansehen darf. Besonders witzig finden die Kinder die Bonusaktion mit dem Monster, das alles wieder ausspuckt und sie rufen dann voller Inbrunst: “Jetzt kotzt es wieder alles aus!!!”

Monstersnack ist ein Memospiel und für die Kinder an sich nichts Neues oder Innovatives, dennoch sind sie mit Begeisterung dabei und nur selten steigt ein Kind aus einer Partie aus, weil es zu lange dauert. Die Länge einer Partie kann man aber auch mit Hilfe zweier Varianten nach Bedarf verkürzen:

Zum einen dadurch, dass Münzen nur genommen werden, ohne ihre Bonusaktionen auszuführen. Zum anderen ist es möglich, weniger Monster und dementsprechend auch weniger Pfännchen ins Spiel zu nehmen. Dies ist vor allem bei jüngeren Kindern zu empfehlen.

Die Faszination, dass nur bestimmte Speisen in bestimmte Monster passen, macht das Spiel immer wieder spannend für die Kinder. Das finde ich auch wirklich gut umgesetzt und macht das Spiel sehr reizvoll.

Monstersnack ist im Grunde ein Memospiel. Mit den blauen, großen Monstern und den Plastikpfännchen ist es ansprechend ausgestattet und mit dem Kniff, dass die Pfännchen nur in ein bestimmtes Maul passen, wird es zu einer interessanten, neuen Variante.

Das Spiel hat einen hohen Aufforderungscharakter und die Monster kommen bei den Kindern richtig gut an. Der Aufbau ist schnell gemacht und von den Kindern alleine händelbar.

Die doch sehr “speziellen” Lieblingsspeisen der Monster führen immer wieder zu witzigen Gesprächen am Tisch und erweitern den Wortschatz der Kinder.

Auch wenn das Spiel manchmal seine Längen haben kann, wird es immer wieder von den Kindern eingefordert. Die Bonusaktionen bringen Abwechslung ins Spiel, da sie nicht nur die Bedingungen des Spiels immer wieder verändern, sondern auch den Mitspielenden hier und da einen Vorteil verschaffen können. Um die Einstiegshürde für jüngere Kinder zu verringern, können diese aber auch weggelassen werden. Mir als Erwachsene macht es auch immer wieder Spaß mitzuspielen.

Dieses Spiel bleibt definitiv in der Kitasammlung.

AUTOR: Stefan Hacker
ARTIST: Paul Mafayaon
VERLAG: Kosmos
ERSCHEINUNGSJAHR: 2026

2-4 Spielende

5 Jahre

20 Min.

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