San Juan

san juan boxSchneller Stadtbau gefragt

10 Jahre nach Erscheinen der Erstauflage hat alea San Juan grafisch überarbeitet und mit Erweiterungen zusätzlichen Spielspaß bereitgestellt.

San Juan ist zum einen die Hauptstadt von Puerto Rico zum anderen der Kartenableger vom namensgleichen Brettspiel.

Dann laßt uns unsere eigene Siedlung auf der Insel südlich der nordamerikanischen Küste bauen…

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Das Spiel

Für die, die  San Juan noch nicht kennen:
Mittels 5 unterschiedlicher Rollen, von denen zum Beginn einer Runde von jedem Spieler eine (Ausnahme zwei Personenspiels – hier darf der Startspieler zweimal eine Rolle wählen) ausgewählt wird, werden

  • Bauaufträge („Baumeister“) ausgeführt
  • Waren produziert („Aufseher“)
  • verkauft („Händler“)
  • Gold gesucht („Goldsucher“) oder
  • Karten ausgewählt („Ratsherr“).

Dabei haben alle Rollen (mit Außnahme des Goldsuchers) gemein, dass alle Spieler eine Aktion ausführen dürfen. Jedoch hat der Auswählende ein zusätzliches Privileg. Die Rollen werden in jeder Runde neu ausgewählt. Dabei wechselt der Startspieler und somit auch die Reihenfolge des Auswählens.

Die Karten haben unterschiedliche Funktionen und werden in ihrer ursprünglichen Form als Gebäude, aber auch als Zahlungsmittel (Anzahl der Karten), als Ware oder Siegpunktemarker (Kapelle, Bank) genutzt. Im Rahmen der Baumeisterphase dürfen die Spieler ein Gebäude bauen. Müssen aber den Kaufpreis (oben abgebildet) mit den Handkarten zahlen können. Ggf. wird dieser reduziert durch das Bauprivileg oder bereits ausliegende Gebäude, die bestimmte Vergünstigungen bereithalten. Mittels der Produktionsgebäude von denen es 5 Stück gibt, können Waren produziert und zu Geld (=Karten) gemacht werden.

Alle Gebäude geben bestimmte Siegpunkte. Einige direkt und andere indirekt, in dem sie das Bauen anderer Karten belohnen.

Hat ein Spieler sein 12 Gebäude gebaut, so darf die Bauphase noch zu ende gespielt werden, dann endet das Spiel sofort und die Siegpunkte werden zusammengezählt.

Die Erweiterung
Da sich am grundsätzlichen Spielmodus nichts geändert hat, hier die Kurzvorstellung des Neuen:
Es gibt 10 verschiedene neue Stadtgebäude in der Wertigkeit zwischen einem und 6 Siegpunkten. Diese werden in das Basisspiel gemischt und ganz normal gespielt. Mit den Karten kommen zusätzliche Zugmöglichkeiten, verschärfte Handkartenregeln, „Armenregeln“, zusätzliche Punktelieferanten, Bauvereinfachungen etc.
Zusätzlich gibt es die Kathedrale mit Baukosten von 7. Dieses ist für alle Spieler zu Beginn verfügbar und liefert Siegpunkt für gebaute 6er-Gebäude anderer Spieler.

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San Juan ist ein Spiel zwischen gehobenem Familien- und einfachem Kennerspiel.

Autor: Andreas Seyfarth • Grafiker: Dennis Lohausen • Verlag: alea • Jahr: 2004|14

spieler2-4 Spieler • alterab 10 Jahren • zeitca. 45-60 Minuten

Material – 08

In der BRETTSPIELBOX befinden sich: 110 Spielkarten (42 Produktions- und 68 Stadtgebäude), 1 Gouverneur-Karte (für den Startspieler einer Runde), 5 Rollenkarten (Baumeister, Aufseher, Händler, Ratsherr, Goldsucher), 5 Handelshaus-Kärtchen, 1 Block + 1 Bleistift (zum Notieren der Siegpunkte) sowie die
Erweiterung mit 33 Spielkarten (4 Produktions- und 29 Stadtgebäude), 1 Kathedrale (Stanzkärtchen)

Auch wenn mir die Grafik der zweiten Auflage besser gefällt, war die Kartonstärke der ersten Auflage dicker. Warum man das Material an dieser Stelle eher verschlechtert hat, weiß ich nicht.

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Einstieg – 08

Die Spielanleitung unterteilt sich in 3 Teile. Zum einen das Basisspiel, in dem die Rollen und die Rundenablauf erklärt wird, zum anderen in die Karten des Basisspiels sowie in den Erweiterungsteil.

Das Spiel an sich ist gut zu verstehen, die Herausforderung in den ersten Runden besteht im Verständnis und Zusammenspiel der Karten, welches geübt sein sollte.

Spielgefühl – 08

San Juan besticht durch seine „Einfachheit“ im Mechanismus, aber auch durch die verschiedenen Karten(-typen), die es ermöglichen verschiedene Strategien zu fahren. Damit ist das Kartenglück, die „richtigen“ Gebäude zu ziehen auch nicht sonderlich dominant. Es gibt ja immer Ausweichmöglichkeiten.

Durch die Rollenwahl kommen taktische Elemente, Interaktion und Spekulation in das Spiele. Das Geheimnis des Spiels ist das ineinandergreifende Bauen / Ausspielen der Karten. Dabei muss ich permanent Entscheidungen treffen, in denen ich verschiedene Optionen gegeneinander abwägen muss (z.B. Siegpunkte unter der Kapelle vs. Bau eines neuen wichtigen Gebäudes etc.). Wichtig ist es die Mitspieler im Auge zu behalten, denn schnell ist das 12te Gebäude erstellt und das Spiel endet.

Die Erweiterungen erweitern den Aktionsradius ohne störend zu wirken. Das Spiel wird nicht unnötig gestört, da sich die Karten gut in das Spiel einfügen und die Möglichkeiten zu gewinnen erhöhen.

Langzeitspaß – 07

Zu erwähnen ist in jedem Fall, dass inhomogene Gruppen sich bei San Juan schwerer tun. Das Zusammenspiel der verschiedenen Gebäude und die daraus abzuleitende Strategie/Taktik ist essentiell für San Juan. Neulinge werden sich daher hier gegen erfahrene Spieler am Anfang schwer tun. Da ist Nachsicht gefragt, damit der Langzeitspaß bei den Neuen nicht gleich auf der Strecke bleibt.

Hat man das Spiel erst einmal verstanden, so gehört San Juan sicherlich zu den Spielen, die gerne wieder auf den Tisch kommen. Hinreichend herausfordernd, dennoch zeitlich nicht ausufernd. Ergänzend kommt nun in der Neuauflage die zusätzlichen Karten, die dem Spiel weitere Würze verleihen.

Erweiterungen:

Auszeichnungen:

  • Empfehlungsliste ‚Spiel des Jahres‘ (2004)
  • Gamers Choice Awards: Multiplayer: Nominees (2004)
  • Deutscher Spielepreis, Platz: 2 (2004)
  • à la carte: Kartenspielpreis der Zeitschrift Fairplay, Platz: 1 (2004)

Spielregeln (ext. Link zu alea):


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