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Sonntag, Oktober 24, 2021
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REVIEW | Rezension Brettspiel Rolling Dice

PAKK ist eine Autorengemeinschaft von vier renommierten Autoren. Dabei stehen die Buchstaben für die Anfangsbuchstaben der Autoren.

Diese haben nun ein Würfel-Glück-Geschicklichkeitsspiel bei abacusspiele herausgebracht.


SPIELBESCHREIBUNG

Mit je vier Würfeln treten die bis zu sechs Spieler an. Dabei würfeln die Spieler reihum und entscheiden sich, welchen Würfel sie auf der Spielfläche liegen lassen wollen.

Die Spielfläche ist in den Schachtelboden integriert und stellt eine Eisscholle mit umgebendendem Wasser dar. Auf ihr befinden sich noch zwei Wasserlöcher (= Minuspunkte) und vier Netze (= Bonuspunkte). In der ersten Runde würfeln die Spieler ihre vier Würfel und lassen einen Würfel auf der Scholle (wenn nicht alle ins Wasser gefallen sind). Dann findet eine Wertung statt, bei der der Spieler, mit dem am weitesten am Schachtelende liegenden Würfel sämtliche Augen aller Würfel als Pluspunkte für sich vermerken kann. Der zweite bekommt alle Punkte mit Ausnahme des Würfels des ersten Spieler und so weiter.

Dann geht es in die zweite Runde und der aktive Spieler markiert den auf der Fläche liegenden eigenen Würfel mit einem Ring. Mit den verbliebenen drei Würfeln wird gewürfelt. Der Wurf ist dann erfolgreich, wenn der aktive Spielende einen höheren Wert gewürfelt hat bzw. einer der drei Würfel hinter dem bisherigen liegen bleibt (aber nicht von der Scholle gerutscht ist).

Ist der Wurf nicht erfolgreich, so wird der markierte Würfel an den Rand auf die kleinen Eisschollen gelegt (in dieser Runde gibt es keine Punkte für den Spieler).

Das Spiel endet wenn 75 bzw. 100 Punkte erreicht werden.



AUTOR: Peter Wichmann & Albrecht Werstein, Karl-Heinz Schmiel, Klaus Zoch ■ GRAFIKER:
VERLAG: abacusspiele ■ ERSCHEINUNGSJAHR: 2021

spieler

2-6 Spieler

alter

ab 8 Jahren

zeit

ca. 30 Minuten

Spielregeln (ext. Link zu abacusspiele)


SPIELGEFÜHL

Zunächst einmal muss Rolling Dice spielbereit gemacht werden. Dazu trennen wir einen Teil der Schachtel ab und kleben die Eisscholle auf die Unterseite fest.

Das ist auf der einen Seite notwendig, um eine große Spielfläche zu haben, führt jedoch auf der anderen Seite dazu, dass die Schachtel im verschlossenen Zustand instabil wird. Andere Schachtel können eher nicht auf dem Spiel gelagert werden.

Die Würfel wirken recht klein, passen aber zum Spiel und liegen gut in der Hand.

Das Spiel ist mit bis zu sechs Spielern spielbar, was in der aktuellen Zeit etwas schwieriger ist (ich konnte es tatsächlich einmal ausprobieren). Dabei muss ich sagen, dass der Spielspass mit steigender Spielerzahl zunimmt. Daher würde ich es immer mit vier und mehr Spielenden spielen. Zu Zweit kann man es mit zwei Farben spielen, aber das fand ich nicht so interessant.

Am Spielbrett ist Präzision gefordert. Zum einen beim Weiterreichen des Spielbretts, so dass die Würfel nicht verrutschen, wie auch beim Würfel selbst.

Hier braucht man etwas Gefühl für die Würfel, um die Objekte in Richtung des gewünschten Ortes zu bugsieren. Dieses ist jedoch bei den Würfeln nicht immer kontrollierbar; schon mal gar nicht was die eigentliche Zahl betrifft. Zudem bedarf es noch ein gewisses Würfelglück, sollte der Würfel weiter hinten liegenbleiben. Gerade in großen Runden ist bei jedem Wurf Emotion spürbar. Sicherlich auch Schadenfreude bei Eislochtreffern bzw. Fehlversuchen.

Und so tastet man sich nach und nach ans Ende des Spielbrettes heran. Dabei ist es auch in Kauf zu nehmen, mal weniger Punkte zu bekommen. Nur Nullnummern sind schädlich für den Sieg.

Die Punkte werden an der Seite über Robben abgetragen. Hübsch anzusehen, jedoch sind die Zahlen leider nur außen in fünfer Schritten abgetragen. Das führt dazu, dass nicht alle Spieler beim Weitersetzen die gleiche Sicht haben. Zudem sind die fünfer Schritte nicht eindeutig farblich gekennzeichnet, da sich am Rand drei Farben abwechseln.

Dagegen gut umgesetzt sind die kleinen Querlinien auf der Scholle, so dass man über diese die Lage der Würfel gut bestimmen kann.


Zusammenfassung

Netter seichter Absacker oder Lückenfüller für die Familie. (Fehlendes) Glück beim Werfen sollte man abkönnen und es ist sicherlich nicht schädlich, wenn man ein gutes Gefühl beim Wurf hat.

  • Schnell verstanden
  • ab vier gefällt es mir als leichte Unterhaltung
  • Gewisser Spannungsfaktor gerade bei vier und mehr Spielern ist nicht zu verleugnen, so dass ein gewisser emotionaler Faktor im Spiel ist
  • Punktezählen etwas umständlich, da Zahlen auf der Innenseite nicht angezeigt werden.
  • Das Weiterreichen des Bords sollte mit Ruhe erfolgen, sonst drohen Verschiebungen bei den Würfeln.
  • zu zweit und dritt eher nicht zu empfehlen.

Aus meiner Spielerperspektive: Rolling Dice ist ein einfaches Familienspiel. Eine gewisse Portion Glück ist nicht zu verleugnen. Die Beeinflussbarkeit ist mittel und abhängig von der Intensität des individuellen Wurfs. In größeren Runden durchaus spassig.

Je mehr Spieler beteiligt sind, desto interessanter ist das Spiel als Absacker.

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