Home Jahr 2022 REVIEW | Rezension Brettspiel Zitrushain

REVIEW | Rezension Brettspiel Zitrushain

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Ein neues Solo Brettspiel von Board Game Circus ist Zitrushain. Eigentlich eher ein Kartenspiel und der Nachfolger von Obsthain. Aber was bietet es mehr im Vergleich zu seinem Vorgänger? Was macht es anders?

Das werde ich in den kommenden Minuten deiner Lesezeit hier erörtern.

Viel Spaß.


SPIELBESCHREIBUNG

Wer Obsthain schon gespielt hat, wird sich sehr schnell bei Zitrushain zurecht finden. Dennoch gibt es ein paar Änderungen: die Lichtungen, andere Fruchtkonstellationen an einem Baum, die Schubkarre und die Quests.

Zunächst einmal bereiten wir das Spiel kurz vor. Würfel bereitlegen und die 18 Karten mischen. Neun davon abzählen und die oberste Karte aufdecken. Dann nimmt man sich von den verbliebenen acht Karten zwei auf die Hand und entscheidet sich, eine davon abzulegen. Die Karte darf ich beliebig in 90 Grad Schritten drehen und muss mindestens einen Baum oder Lichtung überdecken. Dabei muss die Farbe der überdeckten Bäume identisch mit dem Baum sein, den ich darüber lege. In diesem Fall kann ich, wenn noch kein Würfel auf dem Baum liegt, einen neuen Würfel mit der Anzahl Früchte aus den beiden Bäumen auslegen. Lag bereits ein Würfel, so erhöhe ich die Zahl um die Früchte, mit denen ich überdeckt habe.
Übersteigt dabei der Würfel den Wert 6, so drehe ich auf den Obstkorb (=10 Punkte). Einen Obstkorb kann ich einmalig mit einem Schubkarrenmarker (=15 Punkte) kennzeichnen.

Überdecke ich einen Würfel mit einer Lichtung, so wird der Würfel unverändert auf die Lichtung gestellt. Überdecke ich einen Baum mit einer fremden Farbe, so lege ich den Eichhornmarker auf den Baum und darf den Baum anschließend nicht mehr überdecken. Der Würfel wandert zurück in den Vorrat.

Habe ich die letzte der neun Karten platziert, wird bei Zitrushain abgerechnet und die Würfel aufaddiert. Habe ich das Eichhörnchen platzieren müssen, so kostet mich dieses einen Punkte sowie einen weiteren Punkt für jeden waagerecht oder senkrecht angrenzenden Würfel.

Im fortgeschrittenen Spiel kann ich die Rezepte auf den Kartenrückseiten nutzen. Dazu ziehe ich zwei beliebige Karten im Vorfeld und habe die Möglichkeit Boni im Spiel zu erspielen. Dazu gibt mir die Karte eine Zielpunktzahl an, die ich erreichen muss.



AUTOR: Mark Tuck ■ GRAFIKER: Mark Tuck
VERLAG: Side Room Games | Board Game Circus ■ ERSCHEINUNGSJAHR: 2022

1 Spieler

ab 10 Jahren

ca. 10 Minuten

Spielregeln (ext. Link zu Board Game Circus)


SPIELGEFÜHL

Wie bei Obsthain ist das Grundspiel Zitrushain sehr schnell verstanden. Bringt aber durch die oben genannten Änderungen weitere Kniffe mit ins Spiel. Dabei ist die Lichtung und die Aufgaben / Quests sicherlich die Elemente, die das Spiel am deutlichsten zum Vorgängen unterscheiden.

In der Basisvariante habe ich zwei (2 x neun Karten) schnelle Partien vor mir, die ich gegen eine Highscorekarte führe. Da ich immer zwei Karten in meiner Hand halte, kann ich mir bestimmte Wege versuchen, vorausschauend zu planen. Dabei spielt ein wenig Kartenglück auch eine Rolle für den Erfolg. Das kennen wir weitestgehend auch schon von Obsthain.

Auch wenn ich das ein oder andere Mal überlegen muss, welcher Zug der nächstbeste ist, spielt sich eine Partie Zitronenhain sehr schnell.

Durch die Lichtungen kann ich auch mal unliebsame Situationen umgehen und Bäume überdecken. Dadurch erlebe ich mehr Möglichkeiten bei der Bewältigung der Aufgaben. Zum einen verliere ich keinen Würfel, zum anderen kann ich auch mal den Baum darunter ignorieren.

In Summe finde ich die taktische Ausrichtung der Zitrushain Ausgabe noch ein ganzes Stück variabler und besser beeinflussbar als seinen Bruder Obsthain, den Zitrushain damit abgelöst hat. Dazu kommen im fortgeschrittenen Modus die Aufgaben, die es ermöglichen weitere Punkte über Boni einzusammeln. Diese stellen 153 verschiedene Kombinationen im Spiel dar.

Etwas Platz benötigt man schon auf dem Spielfeld, so dass eine Partie im Flugzeug oder Zug möglich aber knapp ist.

Also alles gut bei dem Spiel?

Ja und nein. Das einziges was ich wirklich zu meckern habe, ist die Tatsache, dass die Farben der Orangen auf einigen Karten eher rot wirken, was dann etwas irritierend wirkt. Aber das ist vielleicht schon eher kleinlich. Ggf. könnten Farbenblinde ein Problem mit den Farben bekommen.


Zusammenfassung

Gut funktionierendes Solospiel mit wenig Material und einem gewissen Suchtfaktor. Trotz Tüftelei sind zwei Partien sehr schnell gespielt. 

Der Einstieg gelingt mühelos, da das Spiel schnell verstanden ist.

Gegenüber dem Bruder bringt Zitrushain etwas mehr Variabilität ins Spiel. Dazu finde ich die Aufgaben zusätzlich abwechslungsreich.

  • Schnell zu erlernen
  • hochwertiges Material der Karten in Pokerkartenqualität, wie auch die Würfel und Wurmmarker bzw. Schubkarre. 
  • hoher Wiederspielreiz
  • Es gibt einen gewissen Glücksfaktor im Spiel

Aus meiner Spielerperspektive: Auch als Kennerspieler habe ich Spaß daran, die Karten zu drehen und zu knobeln, bis es für die jeweilige Spielsituation perfekt passt. Da werden es aus einer auch schnell mal 3-4 Partien, um den Highscore weiter in die Höhe zu treiben.

Hat mir gut gefallen. Bleibt als feste Größe im Regal.

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