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Yubibo – REVIEW | Rezension Brettspiel

Stäbchen als Herausforderung der eigenen motorischen Befähigung, gab es schon mit Mikado und auch das Essen mit Stäbchen versteht mancher als Geschicklichkeitsspiel. Je nach Befähigung kann letzteres auch in den Hunger Games enden.

Diese Dystopie passt aber nicht zu YUBIBO, hier wird gemeinsam dem Stäbchen gefrönt und je mehr wir davon gemeinsam zwischen die Finger bekommen, umso besser.

Björn


Je nach Anzahl der Mitspielenden, die sich zwischen 2 bis 8 bewegen kann, werden 10 bis 16 Holzstäbchen auf den Tisch gebracht, hinzu kommt ein Stapel Karten. Eben jene Karten bekennen Farbe und markieren einen Finger der Hand.

Ist man an der Reihe zieht man eine Karte und drückt das eine Ende des Holzstäbchens an exakt jenen angezeigten Finger bei jener Person, dessen Farbe die Karte zeigt. Man selbst darf die andere Seite des Stäbchens an einem beliebigen eigenen Finger platzieren und schon sind wir verbunden.

Klingt einfach, oder? Hatte ich erwähnt, dass jeder nur eine Hand nutzen darf, die andere muss zum Kartenziehen frei bleiben. Reihum werden von unserer Gruppe die Karten gezogen und die Stäbchen eingesetzt – Den richtigen Druckpunkt zu finden, ist hier das Geheimnis. Fällt ein Stäbchen herunter haben wir gemeinschaftlich verloren oder gewinnen, wenn alle Stäbchen zwischen unseren Fingern verbaut wurden.

Wem dies zu langweilig erscheint, dem bietet das Spiel noch etwas Steigerung.

Von einfach – Der Ellenbogen darf nicht auf dem Tisch aufgesetzt werden, bis zum Einsetzen von kleinen Schaumstoffbällen, die weder eingeklemmt noch sich an einem Finger „anlehnen“ dürfen. Nach fünf bis zehn Minuten ist der Spaß vorbei, wenn dann keine orthopädische Behandlung von Schulter, Arm oder Hand benötigt wird, geht es auch schon in die nächste spaßige Runde.

Brettspiel Regeln

Spielregeln (ext. Link zu )


Yubibo sorgt mit dem wenigen Material für viel Spaß und Lacher am Tisch, zeigt einen hohen Aufforderungscharakter und braucht doch auch Konzentration. 

Die Stäbchen und Softbälle untereinander zu platzieren braucht neben Konzentration auch Absprache und in großen Gruppen wird es dann auch schon einmal kuschelig. Die Stäbchen werden mit wachsender Personenanzahl nicht länger und auch das Größenverhältnis zwischen zwei Personen ist entscheidend, vom Ellenbogen bis zum Finger sind es doch beträchtliche Unterschiede in der Strecke, wenn die eine Person die zwei Meter Körpergröße in Angriff nimmt, die andere dagegen nur mit gerundeter Nachkommastelle die 1,55m erreicht.

Das macht aber auch wahrlich den Spaß aus, zu sehen, wie sich alle bemühen, alle zusammenrücken, jeder einmal kommentiert und faktisch alle aufstöhnen, weil der Besuch beim Orthopäden sich als Wunschtermin herauskristallisiert. Freischwebende Arme und Softbälle machen es dann auch nochmal richtig schwer.

Ich schätze Yubibo sehr. Es ist schnell gespielt, bringt die Gruppe zueinander und hat genug Belustigungsfaktor und Kniffligkeit, um über etliche Spielrunden hinaus auch länger zu unterhalten.

  • Schafft Nähe der besonderen Art
  • Schöne Geschicklichkeitsaufgabe
  • Viel Spaß mit wenig Material in kurzer Zeit
  • Da Finger und Person durch die Karten vorgegeben sind, wird man schon ordentlich gespielt
  • hatte ich schon den Orthopäden erwähnt?
  • Das Cover zeigt direkt die Spielmechanik, aber optisch rufen die 80iger und irgendwo schwingt ein Junge einen Schlegel und bringt einen Gong zum Klingen

YUBIBO ist ein schnell erklärtes und gespieltes Koop-Geschicklichkeitsspiel, das mit wenig Material sehr viel Spaß, Gelächter und Gruppendynamik erzeugt. Das funktioniert besonders gut, wenn sich alle auf Nähe, Abstimmung und ein wenig Verrenkung einlassen. Damit ist es ein origineller Absacker oder Party-Lückenfüller. Wer mit dem körperlichen Aspekt fremdelt, wird hier eher Abstand halten – alle anderen bekommen ein kurzes, ungewöhnliches und sehr unterhaltsames Spiel.

AUTOR: Magnet
ARTIST: Kanako Ichimori, Kinetic
VERLAG:
Jelly Jelly / Edition Spielwiese
ERSCHEINUNGSJAHR: 2024/2026

2-8 Spielende

6 Jahre

5-10 Min.

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