Einen neuen Weg geht man beim Ravensburger Label alea. Im Frühjahr erscheinen zwei neue Brettspiele, die beide Lokalisierungen sind.

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Moon Colony Bloodbath
Autor: Donald X. Vaccarino ◾ Grafik: Franz Vohwinkel ◾ Anzahl: 1-4 ◾ Dauer: 45-90 ◾ Alter: 14
Moon Colony Bloodbath ist ein Kartenspiel, in dem ihr eine Mondkolonie als eigenes Tableau aufbaut und dabei eine kleine Produktionsmaschine in Gang setzt. Ihr errichtet Gebäude, sorgt für Ressourcen wie Geld und Nahrung und versucht, neue Möglichkeiten freizuschalten. Gleichzeitig bleibt die Kolonie fragil, weil das Spiel auch konsequent wieder abbaut, was ihr gerade aufgebaut habt.
Jede Runde wird eine Karte von einem gemeinsamen Stapel aufgedeckt, der im Laufe der Partie mit neuen Ereignissen gefüttert wird. Bei „Arbeits“-Karten führen alle gleichzeitig eine Aktion aus, zum Beispiel Ressourcen erzeugen, neue Karten ziehen, Gebäude bauen oder Gebäude wieder auffüllen. Bei „Trouble“ kommt ein neues Problem als Ereigniskarte ins System, etwa Ausfälle, Unfälle oder Versorgungsengpässe, die später erneut auftreten können, sobald der Stapel wieder gemischt wird. Zusätzlich gibt es wechselnde „Twists“, die je nach Partie andere Regeln oder Effekte ins Spiel bringen.
Spannend ist, dass ihr den gemeinsamen Stapel auch selbst verändert: Ihr könnt Karten hinzufügen, die nur euch helfen, oder Entwicklungen, die für alle gelten und dadurch die Dynamik am Tisch drehen. Dadurch fühlt sich die Partie eher wie ein gemeinsames System an, in dem jede Entscheidung Nebenwirkungen hat.
Das Spiel endet, wenn in einer Kolonie keine Menschen („Last Person Standing“) mehr übrig sind oder wenn das Ereignisdeck durchgespielt wurde. Gewonnen hat dann, wer die meisten Überlebenden sichern konnte. Insgesamt ist das ein Engine-Builder mit eingebauter Störanfälligkeit: Aufbau und Rückschläge gehören fest zusammen, und genau daraus entsteht der Reiz.

Propolis
Autoren: Molly Johnson, Robert Melvin, Shawn Stankewich◾ Grafik: Dylan Mangini ◾ Anzahl: 1-4 ◾ Dauer: 15-30 ◾ Alter: 10
In der Natur ist Propolis eine harzige Mischung, die Honigbienen produzieren, indem sie Speichel und Bienenwachs mit Exsudat aus Baumknospen, Saftströmen oder anderen botanischen Quellen mischen. Im Grunde ist es etwas, das Bienen verwenden, um kleine Lücken oder Risse in ihren Bienenstöcken zu füllen, die nicht bereits von der eigentlichen Wabe bedeckt sind.
Hier ist Propolis ein Worker-Placement Spiel mit Engine-Building Elementen. Wir übernehmen die Rolle von Bienen und nutzen unsere Beeples (Bienen Meeple) um Pollen und Nektar von Landschaftskarten zu sammeln. Diese Ressourcen werden auf dem eigenen Tableau vermerkt und dienen dem Bau von Strukturen im Bienenstock. Jede Landschaftskarte kann nur einmal pro Runde besetzt werden, wodurch taktische Blockaden und Konkurrenz um wertvolle Felder entstehen.
Sobald eine Person zehn Strukturen errichtet hat, wird das Spielende ausgelöst. Die abschließende Wertung berücksichtigt gebaute Karten, verbleibende Ressourcen, Banner und Beeples.





