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7 Wonder Dice – REVIEW | Rezension Brettspiel

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Der Brettspielklassiker bekommt Würfel: 7 Wonders Dice übersetzt das vertraute Gefühl von Aufbau, Wissenschaft und Militär in ein schnelles Würfel- und Ankreuzspiel. Dank simultaner Züge bleibt der Puls hoch, während das eigene Weltwunder wächst und die Nachbarstädte Druck machen. Wer Kombos liebt und Timing mag, findet hier eine flotte Alternative zum Kartendrafting.

Christoph


In der Mitte liegt das Forum, eine Würfelbox mit vier Kostenfeldern. Zu Beginn eines Zuges werden die Würfel darin gewürfelt und allen zugänglich gemacht.

Alle wählen gleichzeitig genau einen Würfel und bezahlen dessen Kosten in Münzen (0-3), dann bauen sie das zugehörige Gebäudefeld auf dem eigenen Tableau. Mehrere Personen dürfen denselben Würfel wählen und eines der sechs Stadtgebäude bebauen. Alternativ lässt sich das Weltwunder ohne Würfel weiterbauen oder gepasst werden, was drei Münzen bringt. 

Rohstoffe liefert die Lagerhalle dauerhaft. Fehlen Rohstoffe, gleichen Münzen die Lücke aus. Wer ein Gebäude komplettiert, markiert einen von drei Bonussen. Sobald jemand den dritten Bonus angekreuzt hat, folgen Rundenende und eine letzte Runde, danach wird gewertet.

Die Akademie (grün) schaltet die drei Spezialwürfel frei: Spionage zum direkten Abkreuzen fremder Gebäudefelder auf dem eigenen Tableau, die Ehrengalerie über den weißen Würfel und die Gildenhalle über den violetten Würfel. Wer zuerst so einen Würfel einsetzen kann, ersetzt anschließend zufällig einen grauen Rohstoffwürfel im Forum. 

Das Paket enthält 10 Würfel, 7 Tableaus, Stifte, Tücher, eine Wertungstafel und das Forum. Farben sind zusätzlich mit Symbolen hinterlegt, was die Lesbarkeit für Farbenblinde erhöht. 

Brettspiel Regeln

Spielregeln (ext. Link zu Asmodee)


Der große Bruder bekommt Zuwachs. Mit 7 Wonders Dice kommt eine leicht verkürzte Variante in Form eines Roll n Write auf die Brettspieltische.

Alle sind gleichzeitig dran, dadurch gibt es kaum Downtime. Züge bleiben kurz und ändern sich auch nicht durch die Anzahl der Mitspielenden.

Gerade nach der ersten Partie gibt es eine steile Lernkurve durch die Verwendung der Boni und Kettenzüge, die dadurch entstehen können. Diese Lernkurve hält in den folgenden Partien nicht an. Wer jetzt darauf gewartet hat, was neues zu erleben, wird dieses eher nicht finden. Neues kommt nur durch die unterschiedlichen Würfelergebnisse zustande.

7 Wonders Dice fühlt sich nach zunächst ruhigem Start wie ein Wettrennen um effiziente Pfade und saubere Ökonomie an. Aber insbesondere auch, als Erstes drei komplette Häuser gefüllt zu haben, da dieses das Ende der Partie darstellt.

Interaktion findet marginal statt: über Militär gegen die direkten Nachbarn oder über die Gildenhalle, die die Entwicklung der Nachbarn miteinbezieht.

Insgesamt überwiegt das eigene Puzzle. Das Würfeln sorgt für Schwung, kann am vollen Tisch aber akustisch nerven, wenn man es mit dem Würfeln zu gut meint.

Anspruch und Zugänglichkeit liegen bei einem gehobenem Familienspiel.

Zwei Anmerkungen zum Material. Die Idee mit den abwaschbaren Stiften finde ich gut. Zahlen mit ihnen zu schreiben, funktioniert nur so mittelprächtig. Mehr als drei Spielerhilfen wären ebenfalls gut gewesen. Gerade in den ersten Partien benötigt man diese doch neben sich, um die verschiedenen Symbole (die eigentlich gut gemacht sind) zu verstehen.

  • Transportiert das 7-Wonders-Gefühl in ein flottes Würfelformat mit simultanen Zügen.
  • Viele Pfade und schöne Kombos dank Boni, Akademie und Spezialwürfeln.
  • Sieben unterschiedliche Tableaus und klare Symbole für bessere Zugänglichkeit.
  • Abwaschbare Tableaus und Stifte sind nachhaltig gedacht, schreiben aber je nach Stiftqualität nicht immer sauber.
  • Das Symbol- und Bonusgeflecht wirkt in den ersten Partien unübersichtlich.
  • Interaktion spürbar geringer als im Kartenvorbild, Militär bleibt eher Nachbarschaftsduell.

7 Wonders Dice ist der kleine Bruder mit eigener Energie: schnell, simultan, kombolastig. Wer das Universum mag und eine kompakte, gut planbare Würfelvariante sucht, ist hier bestens aufgehoben.

Gruppen, die vor allem die Reibung des Draftings lieben, werden die geringere Interaktion registrieren, bekommen dafür aber ein sehr rundes Tempo und viel Varianz pro Partie.

Bin mir aber noch nicht sicher, wie lange der Wiederspielreiz halten wird, aber zur Zeit:

AUTOR: Antoine Bauza
ARTIST: Agnès Ripoche
VERLAG:
REPOS
ERSCHEINUNGSJAHR: 2025

2-7 Spielende

10 Jahre

25-30 Min.

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