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Donnerstag, Oktober 29, 2020
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REVIEW Minnys

In Nürnberg konnte ich die Aufreißtüten der Minnys einer neuen Reihe von NSV das erste Mal als Prototyp sehen.

Die Minnys sind aktuell vier Spiele, welche ca. 3 Euro kosten, schnell erklärt und schnell gespielt sind und alles was man an Spielmaterial benötigt, dabeihaben. Perfekt für eine Bahnfahrt oder Urlaubsreise oder so zwischendurch.

Mit Hamstern, Honey Moon, Volle Weide und Wolle sind vier erschienen.


SPIELBESCHREIBUNG

Für alle Spiele gilt:

Die Packung wird aufgerissen. Die Hülle ist die kleine sechsseitige Anleitung. In der Packung liegen ein zweiseitiger Abreißblock, ein Bleistift sowie ein Würfel.
In einigen Spielen kann eine eins für einen beliebigen Wert genutzt (und angekreuzt) werden, jedoch stehen im Spiel nur eine bestimmte Anzahl an abkreuzbaren Punkten zur Verfügung.

Hamstern

Wir würfeln und tragen in den Höhlen Kreuze entsprechend der Würfelzahl ein (es können keine Kreuze verfallen und in auf verschiedene Höhlen aufgeteilt werden). Dabei darf ich immer nur angrenzend zu gesetzten Kreuzen neue Kreuze anbringen. In den Höhlen befinden sich Nüsse und Pilze, die Siegpunkte bringen. Volle Höhlen werden ebenfalls belohnt.

Der Countdown wird eingeleitet, wenn ein Spieler sein erstes Kreuz in der vierten Höhle setzt. Das Spiel endet nach dem dritten Wurf mit vier und höher.

Honey Moon

Wir graben Stollen in den Mond entsprechend der Würfelzahl. Parallel verlaufende Gänge dürfen nicht direkt nebeneinander liegen. Im Weg liegen Steine, die nicht durchgraben werden können. Im Mond sind fünf verschiedene Süßigkeiten, die beim Durchgraben auf einem separatem Feld angekreuzt werden. Je mehr, desto mehr Punkte gibt es am Ende.

Ein Countdown wird eingeleitet, sobald ein Spieler alle Süßigkeiten einmal angekreuzt hat. Das Spiel endet nach dem dritten Wurf mit vier und höher.

Ergänzend werden angekreuzte Gurken mit Minuspunkten bestraft und komplette Sets belohnt.

Volle Weide

Auf einer Weide stehen Schafe. Diese müssen eingezäunt werden. Je nach Wurf stehen mir verschiedene Zaunformen zur Verfügung, die auf das Blatt abgetragen werden müssen. Im Spiel gibt es eine Zwischen- und eine Endwertung. Sind diese erreicht, werden die eingezäunten Schafe gezählt und man bekommt entsprechend einer exponentiell verlaufenden Tabelle Punkte. Ist ein vorher bestimmtes Schaf ebenfalls eingezäunt, zählt dieses für zwei Schafe.

Übermalte Büsche werden mit Minuspunkten bestraft.

Wolle

Eine Katze verfolgt ein Wollknäuel über einen Teppich, auf dem verschiedene Dinge liegen. Vorab werden an sechs Stellen Tassen eingezeichnet, die beim Überzeichnen Minuspunkte bringen (Zettel werden danach unter den Spielern verteilt).

Der Wurf wird auf dem Zettel eingetragen. Dabei darf ich mit meinem Strich maximal einmal um 90 Grad die Richtung ändern und meinen bisherigen Faden nicht kreuzen. Auf dem Weg habe ich Hindernisse, die ich nicht überschreiten kann und Gegenstände, die ich „einsammle“ und in einer gesonderten Tabelle eintrage. Sobald ein Spieler ein Set aus Maus, Socke und Papierflieger geschafft hat, läuft ein Countdown von vier Würfen mit einer bestimmten Punktzahl ab. Danach gibt es Punkte für Gegenstände, Sets sowie Minuspunkte für Tassen.



AUTOR: Moritz Dressler ■ GRAFIKER:
VERLAG: NSV ■ ERSCHEINUNGSJAHR: 2020

spieler

2-6 Spieler

alter

ab 8 Jahren

zeit

ca. 5 Minuten

Spielregeln (ext. Link zu NSV)


SPIELGEFÜHL

Wie haben mir die Spiele gefallen. Zunächst einmal muss ich sagen, dass es eine großartige Idee ist, solch kleine Mitbringspiele zu konzipieren.

Allen ist gemeinsam, dass sie sehr schnell zu lernen und auch zu spielen sind. Passen perfekt ins Handgepäck und sind vor allem mit Kindern sehr gut zu spielen.

Allen Spielen gemein ist der Glücksfaktor durch das Würfeln. Aber es trifft alle Spieler gleichermaßen und ist bei der sehr kurzen Spielzeit verschmerzbar.

Ergänzend sollte nicht unerwähnt bleiben, dass es kein Plastik in dem Spiel gibt. Alles inklusive des Würfels ist aus Holz bzw. beim Bleistift sind durch den Radierer andere Materialien verwendet. Leider wird man nicht umhinkommen, dennoch etwas Plastik zu nutzen (oder Butterbrottüte), um das Spiel für den weiteren Gebrauch zwischenzulagern. Aber wiederverwendbare Ziptüten funktionieren da ganz gut.

Hamstern

Hamstern ist mein Favorit. Sicherlich am einfachsten von allen vier Spielen konzipiert, müssen wir versuchen, die Kreuze in unseren Höhlen am besten einzusetzen.

Dabei sollte man versuchen zum einen so viele Höhlen wie möglich voll zu machen, aber auch die Eicheln zu erreichen, da diese richtig viel Punkte bringen.

Honey Moon

Etwas komplexer ist das Graben der Höhlen, da wir zwei Hindernisse (Stein und Gurke) sowie eine Beschränkung (keine direkten parallelen Gänge) haben.

Volle Weide

Mit volle Weide bin ich irgendwie nicht so richtig warm geworden. Zwar ansprechend gezeichnet, ist das Spiel immer viel zu schnell zu Ende. Zwar haben die Macher noch eine kleine Bremse eingebaut, aber so richtig viele Schafe konnte man in seinem Spiel bislang nicht einzäunen.

Wolle

Auch wenn der Spielplan etwas unübersichtlich erscheint durch die vielen verschiedenen Gegenstände, ist es eine schöne Herausforderung, einen Faden quer durch das Wohnzimmer zu schicken und Gegenstände einzusammeln. Das nicht Kreuzen sowie maximal einmalige Abknicken in seinem Zug, macht das Spiel zusätzlich angenehm herausfordernd.

Durch das vorherige Einzeichnen der Tassen kommt noch eine gewisse Interaktivität hinein. Jedoch kann dieses auch schon mal dazuführen, dass bestimmte Bereiche sehr teuer sind, eingenommen zu werden.


Zusammenfassung

Tolle Idee, einfache Umsetzung. Schnell verstanden, fast noch schneller gespielt. Jedoch sind nicht alle Spiele – aus meiner subjektiven Brille – gleich gut.

Meine persönliche Reihenfolge in den Minnys ist:

  1. Hamstern
  2. Wolle
  3. Honey Moon
  4. Volle Weide
  • Schnell zu lernen
  • extrem kurze Spielzeit
  • perfekt, um es überall mit hinzunehmen (Urlaub, Restaurant etc.) oder zu verschenken.
  • hoher Glücksfaktor

Aus meiner Spielerperspektive: Alle vier Spiele sind für die Familie und für Zwischendurch konzipiert. Nichts für Kenner- oder Expertenspieler. Die wären völlig „überfordert“ 😉

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