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REVIEW Trails of Tucana

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Trails of Tucana ist so auf den letzten Drücker vor wenigen Wochen herausgekommen. Auf den letzten Drücker daher, weil ich glaube, dass das Spiel auch noch in einigen Wochen zu sehen sein wird.


SPIELBESCHREIBUNG

Jeder Spieler bekommt ein Blatt. Dann entscheiden sich die Spieler für die kleine oder große Insel (der Unterschied liegt in zwei oder drei gespielten Runden).

Dann werden über die Aufbaukarten die 10 Buchstaben den Dörfern zu sortiert.

Nun noch die 27 Geländekarten mischen und dann kann es auch schon losgehen.

Je zwei Geländekarten werden aufgedeckt und die Spieler müssen parallel eine Verbindung zwischen den Geländearten eintragen.

Von den Geländearten gibt es vier (Wasser, Berg, Wüste und Wald) in unterschiedlicher Verteilung. Zudem sind auf den Inselplänen zwei mal fünf bzw. drei mal fünf Sehenswürdigkeiten.

Ziel ist es, über die 13 verschiedenen Kartenkombinationen Streckenverbindungen über die Insel einzuzeichnen. Gelingt es dabei eine Verbindung von einem Dorf zu einer Sehenswürdigkeit herzustellen, so wird dieses auf dem Inselplan markiert (bei der zweiten bzw. dritten gleichen Sehenswürdigkeit darf noch eine weitere Strecke eingezeichnet werden).

Kann eine Verbindung zwischen zwei Dörfern mit dem gleichen Buchstaben hergestellt werden, so gibt dieses ebenfalls Siegpunkte. Bin ich erster, so kann ich mir auch noch eine Bonuskarte nehmen.

Sind alle Geländekarten durchgespielt, so werden die über die Sehenswürdigkeiten erzielten Siegpunkte eingetragen. Anschließend werden die Geländekarten durchgemischt und es geht in eine zweite bzw. dritte Runde (je nach Inselgröße).

Am Ende der Runden werden die Siegpunkte zusammengezählt und der Sieger ermittelt.



AUTOR: Eilif Svensson, Kristian Amundsen Østby ■ GRAFIKER: Gjermund Bohne
VERLAG: Aporta | Pegasus ■ ERSCHEINUNGSJAHR: 2020

1-8 Spieler

ab 8 Jahren

ca. 15 Minuten

Spielregeln (ext. Link zu Pegasus)


SPIELGEFÜHL

Als ich das Spiel das erste Mal auf der Spielwarenmesse in Nürnberg gesehen habe, konnte ich mir nicht sonderlich viel darunter verstellen.

Dann war ich neugierig und hab das Spiel ausprobiert. Doch bereits nach der ersten Partie hat man direkt Lust auf eine weitere Runde. Der Einstieg in das Spiel ist denkbar einfach.

Dann geht das Wettrennen zwischen den Teilnehmern los. Zunächst langsam und dezent, doch dann werden erste Erfolgsmeldungen über den Tisch geteilt: „Seeschlange“ (ja, ich weiß es ist das Seeungeheuer, aber genauso wie die Katze, die ein Yeti sein soll, hat man schnell eigene Begriffe für die „Sehenswürdigkeiten“ etabliert) verbunden, „A“ geschafft – >> Stöhnen << – „Mist, da fehlt mir nur ein Weg“. So habe ich jedenfalls die Runden erlebt.

Nach der ersten bzw. zweiten Runde werden die erreichten Punkte durch die Sehenswürdigkeiten schon mal vorab verglichen. Diese möglichst frühzeitig zu erreichen ist nicht unwichtig für den späteren Erfolg, zählen doch die erreichten Punkte auch in der bzw. den nächsten Runde(n) mit.

Kartenglück ist definitiv im Spiel. Nicht immer passen die gezogenen Kombinationen, um möglichst direkte Wege einzuzeichnen. Und da alle durch versetztes Einzeichnen der Dörfer, auf „unterschiedlichen“ Karten spielen, passen die Kombinationen mal mehr oder weniger zu den taktischen Überlegungen, wie man möglichst effektiv seinen Weg zwischen den Dörfern und Sehenswürdigkeiten nach und nach entstehen lässt.

Natürlich will man sich auch die Zusatzwege nicht entgehen lassen, die es für die zweite bzw. dritte Sehenswürdigkeit gibt. Und so gilt es doch ein wenig vorausschauend zu spielen. Auch wenn nicht immer alles so klappen kann/will, wie man sich das so vorstellt. Aber die Hoffung bleibt bis zur letzten Kartenkombi bestehen (und stirbt oder führt zu Jubelgeschrei).

Spielpläne sind auf Vorder- und Rückseite zwei dabei. Ich spiele jedoch inzwischen lieber mit der großen Karte. Da ist der Spielspaß einfach länger. Jedoch werden hier auch die Sehenswürdigkeiten bedeutsamer.

Wer Interaktion sucht, wird diese jedoch bei Trail of Tucana weitestgehend vergeblich suchen. Lediglich um Bonuskarten gibt es ein direktes „Gerangel“. Hat mich das gestört? Nein, ist in diesem Spiel auch gar nicht unbedingt notwendig gewesen.

Trails of Tucana spielt sich ob zu zweit, zu dritt oder zu viert gleich gut (mehr Spieler habe ich aus gegebenem Anlass noch nicht an einen Tisch bekommen). Auch eignet sich das Spiel perfekt zum Spielen via Zoom.

Was war jetzt nicht so optimal?. Ich empfinde die Bleistifte als zu hart. Je nach Licht nicht gut zu sehen.
Gab es so ein Spiel schon einmal? Ja, gewisse Ähnlichkeiten zu Träxx von NSV sind sicherlich vorhanden. Aber durch das „Bauen“ an allen möglichen Orten, ist das Spiel viel taktischer und varbiabler angelegt.


Zusammenfassung

Ein absolut unkompliziertes Spiel mit sehr einfachem Zugang sorgte bislang für einen hohen Suchtfaktor an meinem Spieltisch. Auch wenn die Abläufe gewohnt sind, fühlt sich jede Runde doch immer etwas anders an.

  • Sehr schneller Zugang
  • hoher Suchtfaktor (Wiederspielreiz)
  • hohe Variation bietet mehr taktische Elemente
  • Vorausschauendes Planen ist vielleicht nicht für jedermann etwas.
  • ggfls. die fehlende Interaktion

Aus meiner Spielerperspektive: Auch wenn das Spiel eigentlich sehr simple gestaltet ist, habe ich mich von der Emotionalität und dem Renncharakter des Spiels anstecken lassen. Es macht einfach sehr viel Spaß, sich dem Spiel hinzugeben und den besten Weg auszuknobeln. Auch als Kennerspieler hat mich dieses Spiel gepackt auch wenn man sich nun – nach 13/14 Partien – noch ein bischen mehr wünscht.

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