Home Jahr 2021 Kurzreview Brettspiel: CATAN Logikrätsel

Kurzreview Brettspiel: CATAN Logikrätsel

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Mit der Kurzreview versuchen wir mal etwas Neues. Spiele, die kaum Regelerläuterungen bedürfen, stellen wir kurz und knackig vor und verzichten dabei auf die Regeldarstellung.

Los geht es mit Catan Logik Rätsel.

Das Catan Logik Rätsel hat nur wenig mit den Catan-Spielen zu tun. Natürlich begegnen uns hier Schafe, Weizen und Erz und auch der Räuber und einige Ritter sind im Spiel, aber eigentlich käme das Rätselspiel ohne die große Marke aus. Was der neue Catan-Ableger drauf hat, habe ich mir genauer angeschaut. 

Carina Brachter



AUTOR: Tobias Gayer, Caroline Fischer ■ GRAFIK: Michaela Kienle
VERLAG: Kosmos ■ ERSCHEINUNGSJAHR: 2021

1 Spieler

ab 8 Jahren

ca. 40 Rätsel (unterschiedliche Zeit)

Spielregeln (ext. Link zu Kosmos)


SPIELGEFÜHL UND FAZIT

Das Catan Logik Rätsel fordert uns dazu auf, Handelsrouten zwischen bestimmten Landmarken zu bauen und dabei mit den vorgegebenen Wegeteilen die optimale Verbindung zu finden. Auf den 40 Rätselkarten ist jeweils die Startaufstellung auf dem Rätselplan angegeben sowie die Wegeteile, mit denen ich die Verbindung legen soll. Auf der Kartenrückseite befindet sich dann die Auflösung.

Die Rätsel machen wirklich Spaß. Sie sind in vier Schwierigkeitsstufen von Einsteiger bis Profi eingeteilt, so dass man anhand der Kartenfarbe direkt weiß, wo der Hammer in dieser Runde hängt. Jede Karte verfügt zudem über einen kleinen Flavourtext, der aber völlig unnötig für das Spiel ist. So funktioniert die Einbettung in die Welt von Catan aber gut. Natürlich wäre das Logikrätsel ohne die thematische Anbindung an die Marke möglich – mit dem Catan-Bezug wird es sich deutlich besser verkaufen.

Wer solistische Knobelspiele mag, dem sei das Spiel uneingeschränkt empfohlen, denn man kann eine schöne Zeit mit dem Catan Logik Rätsel verbringen. Rätsel im Bereich Einsteiger und Fortgeschrittene gehen gut von der Hand, sind aber nie belanglos. Die Profi-Aufgaben haben es ganz schön in sich und an so mancher Aufgabe habe ich mir die Zähne ausgebissen oder schonmal schnell einen Fehler gemacht, der mir vorher gar nicht aufgefallen war. Das ärgert, da will man die nächste Aufgabe gleich viel besser machen…

Der Aufbau der einzelnen Aufgabenstellungen ist leicht, da das Raster der Schachtel an bestimmten Stellen Markierungen aufweist. Das dient der Orientierung und erleichtert das Puzzeln der Ausgangsposition erheblich. Grundsätzlich macht das Spielmaterial auch wirklich Spaß, fühlt sich hochwertig an und hat einen schönen Aufforderungscharakter. Einerseits. 

Andererseits ist das ne Menge Plastik. Und ich frage mich, wie oft ich diese Menge an Plastik noch benutzen werde. Wenn ich alle Karten durchgespielt habe, habe ich sicherlich die Lösung der ersten Karten wieder vergessen und ich kann die Logikrätsel immer mal wieder zur Hand nehmen. Aber macht man das dann wirklich? Habe ich nicht das Gefühl, alles gelöst zu haben und mit dem Spiel „fertig“ zu sein? Es wäre ebenso gut möglich gewesen, die Aufgaben per Pappplättchen zu legen und auch die Plastikdose wäre nicht notwendig gewesen, zumal diese ja auch noch von einer großen Pappschachtel umgeben ist. Aus diesem Gesichtspunkt finde ich das Spiel daher nicht nachhaltig produziert und auch nicht empfehlenswert, da es auch anders gegangen wäre.


  • Schöne Solo-Knobelei mit Aufgaben in vier Schwierigkeitsstufen
  • Sehr zugänglich, sehr überschaubare Regeln
  • Deutlich zu viel Plastik, viel zu viel Verpackung
  • Wie oft nimmt man das Spiel noch zur Hand, wenn man es durchgespielt hat? 

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