Playce – eine neuer Brettspiel Ort in Frankfurt – Interview

3
2273

In Frankfurt entsteht ein neuer Platz um dem Brettspiel Hobby nachzugehen. Katja und Dennis werden im ehemaligen Cafe Albatros im Stadtteil Bockenheim das Playce entstehen lassen. Ein Platz wo man neben Brettspielen auch Videospiele ausprobieren kann.

Ich habe die beiden gesprochen

Interview mit Katja und Dennis

Hallo Katja, hallo Dennis, stellt euch doch bitte mal kurz vor?

Katja: Hey, ich bin Katja und komme aus Frankfurt. Ich lebe im schönen südlichen Stadtteil Sachsenhausen. Neben Brettspielen bin ich auch aktive LARPerin (Live Action Roleplay) und höre gerne Rockmusik und Heavy Metal. In meiner Freizeit bin ich auch in der Natur zu finden, entweder bei Spaziergängen oder beim Gärtnern in meinem Garten. 

Dennis: Hi, ich bin Dennis und lebe ebenfalls in Frankfurt. Ich bin schon immer begeisterter Brettspieler, zocke aber auch gerne mal an der Konsole. Wenn ich nicht gerade spiele, findet man mich auf Rock-Konzerten, auf Städtetrips oder beim Serien- bzw. Filmschauen.

Wie seid ihr zum Brettspiel gekommen?

Katja: Ich spiele schon mein Leben lang. Im Kindesalter habe ich schon viel mit meinen Eltern gespielt, über die Jugend immer wieder Spieleabende mit Freund*innen gehabt und bin bis heute noch im Hobby. 

Dennis: In meiner Kindheit und Jugend habe ich wirklich viel gespielt. Am liebsten vermutlich HOTEL oder Hero Quest. Das hat dann aber erstmal nachgelassen, bis ich ca. 2012 oder 2013 durch einen Arbeitskollegen auf den Youtube Kanal “Watch it Played” gestoßen bin. Durch die Videos haben wir sofort wieder angefangen Brettspiele zu kaufen und viel zu spielen. Das hält bis heute an.

Was sind eure Lieblingsspiele?

Katja: Ich sage zu keiner Partie Terraforming Mars oder Everdell nein. Aber auch Arche Nova hat es in meine TOP Spiele geschafft. Ich liebe aber auch Social Deduction Spiele, wie Shamans oder auch Abgrundtief. 

Dennis: Ich bin denke ich der typische Eurogamer. Ich mag zwar auch kurze und unterhaltende Spiele gern, aber am liebsten sind mir komplexere Eurogames. Momentan spiele ich Tiletum rauf und runter. Zu meinen All-Time-Favorites gehören aber auch Die Alchemisten und Skymines/Mombasa.

Jetzt habe ihr mit „Playce“ in Frankfurt ein tolles Projekt vor? 

Stellt das Projekt mal bitte kurz vor?

Wir eröffnen eine Spiele-Location für Brett- und Videospiele. Vor Ort könnt ihr dort nach Lust und Laune spielen. Egal ob Spieleneuling oder erfahrene Spieler*innen, wir haben für jeden das richtige Angebot und beraten unsere Kund*innen gerne. Für das leibliche Wohl sorgt unser gastronomisches Angebot: Von Limonaden, Bier und Kaffee bis hin zu Paninis, Eintöpfen und leckeren Naschis wird es an nichts fehlen. Unsere Wohnzimmer-Atmosphäre trägt dazu bei, dass ihr euch wie zu Hause fühlen könnt und mit Freund*innen oder auch neuen Gesichtern eine tolle Zeit verbringt. Uns ist dabei auch der soziale Aspekt wichtig: Einen Ort zu haben, an dem sich Menschen auf Augenhöhe begegnen, tolle Zeiten miteinander erleben und einfach Spaß haben. Ein “Happy Playce” eben. 

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, eine eigene Brettspiel Location zu gründen?

Katja: Wie so viele Ideen, kam diese auch aus einer Feier-Laune heraus. Mit Freunden stellte ich fest, dass es doch toll wäre, einen Ort zu haben an dem man nach Lust und Laune Brett- und Videospiele spielen kann. Dabei trinkt man ein paar Drinks, futtert Chips und Schoki und dann geht jede*r wieder nach Hause und keiner muss aufräumen. Und dann suchte ich nach einem Geschäftspartner für die Idee und hab Dennis gefunden. 

Dennis: Als Katja mir von dem Projekt erzählt hat, war ich sofort begeistert. Das Konzept einer Brettspiel-Location kannte ich vorher hauptsächlich aus Kanada. Zu Anfang wollte ich mich auch erst nur als Erklärbär einbringen, bekam dann aber das Angebot als Partner einzusteigen. Da konnte ich natürlich nicht Nein sagen.

Was wird das Playce besonders machen?

Das Playce ist besonders, da wir das Spielen und das Begegnen ins Zentrum stellen. Aber nicht nur das Spielen von Brettspielen, auch das Spielen von Videogames ist bei uns möglich. Diese Kombination ist in diesem Stil auch bisher einzigartig in Deutschland. Ebenso ist es uns wichtig eine Art Wohnzimmer-Atmosphäre zu bieten, daher gibt es im Playce ein Selbstbedienungskonzept. Du kannst dir einfach eine Limonade oder ein Bier aus dem Kühlschrank nehmen, wenn du durstig bist. 

Welche Arten von Brettspiele kann man euch erleben?

Wir haben zum Start 1200 Spiele im Angebot. Bunt gemischt gibt es, von leicht bis schwer, alles was das Herz begehrt. Kartenspiele, Würfelspiele, Brettspiele. Darunter sind so einige Klassiker der letzten 30 Jahre, so wie nationale und internationale Neuheiten. Wir achten dabei darauf ein breitgefächertes Portfolio zu haben, das sowohl größere Gruppen mit Partyspielen anspricht, aber auch die Expert*innen mit größeren „Kloppern“ begeistert.

Um sich bei der Menge an Spielen auch zurecht zu finden, bieten wir vor Ort auch Beratung an, um das passende Spiel für die Spieler*innen zu finden und dadurch auch Interessierte tiefer in die facettenreiche Welt der Spiele zu bringen. 

Wird es auch Events etc. geben?

Wir werden nach und nach auch ein Eventprogramm erstellen. Dabei haben wir regelmäßige Events in Planung, wie Prototypen-Abende oder angeleitete Spielerunden. Diese möchten vor allem auch Menschen ansprechen, die Mitspielgelegenheiten suchen. Weiter planen wir dann beispielsweise im Sommer auch unregelmäßig Spiele-Flohmärkte anzubieten. Dazu eignet sich unser Sommergarten hervorragend.

Brettspiele machen hungrig? Was werdet ihr da im Angebot haben?

Als Hauptspeisen bieten wir verschiedene Arten von Paninis und Eintöpfe sowie beispielsweise zum Kaffee auch Waffeln an. Ebenso gibt es jede Menge Naschereien und Knabbereien, die man während des Spielens snacken kann. 

An Getränken halten wir eine Auswahl an Limonaden, Softdrinks, verschiedenen Biersorten, aber auch Kaffee und Tee bereit. 

Wann soll das Playce starten?

Wir planen die Eröffnung im Frühjahr 2023. Wenn alles gut geht im März. Bis dahin gibt es noch einiges zu tun! Wir hoffen, dass wir das alles zeitlich gut schaffen. 

Ihr habt jetzt eine Startext Kampagne ins Leben gerufen, wie kann man euch unterstützen?

Die Kampagne läuft aktuell auf Startnext. → https://www.startnext.com/playce

Noch könnt ihr dabei sein und euch einklinken.

Dort bieten wir verschiedene Dankeschöns als Unterstützungsmöglichkeiten. Ihr könnt euch zum Beispiel Gutscheine zum Spielen sichern oder auch euren Namen in einem Spiel verewigen lassen. Etwas Besonderes ist auch die Lego-Figur: Ab einem Betrag von 60 Euro könnt ihr euch immer zusätzlich eure eigene Lego-Figur konfigurieren, die dann im Playce in unserer Lego-Landschaft stehen wird. 

Wo kann man noch Infos zu euch bekommen?

Wir sind sehr aktiv in den sozialen Medien wie InstagramFacebook und Twitter unter @playceffm .

Unsere Webseite ist unter https://playce.rocks/ zu finden. Dort kann man sich auch für den Newsletter anmelden und bekommt so per Email Updates rund ums Playce. 

Video

Wer noch mehr von den beiden und dem neuen Räumlichkeiten sehen möchte, dem empfehle ich einen Blick zu Julia und Stefan von Spiel doch mal. Die beiden werden den Werdegang in den nächsten Wochen begleiten.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

3 Kommentare

  1. Ich freue mich schon sehr auf das Playce in Frankfurt. Ich brauche zwar gut 1,5 Stunde (mit dem ÖPNV) bis dorthin, aber ich werde sicherlich das ein oder andere Mal vorbeischauen. Und ich wünsche Katja und Dennis, mit ihrem neuen Brettspielcafe ganz viel Erfolg. Es kann gar nicht genug Plätze geben, wo man sich zum Spielen treffen kann.

  2. Neugierig > und es möge das Projekt gelingen. Ich zweifle an der Umsetzbarkeit wenn es nicht eine Subvention ohne Limit gibt. Weil es gibt eine einfache Rechnung die lautet: welche Kosten entstehen täglich nur auf der Energieseite und das müssen wir auf die Besucher aufteilen und da haben wir noch nicht daran gedacht wieviel Geld soll/muss als Ertrag/Gewinn überbleiben. Wenn wir unsere Spielabende im Freundeskreis abhalten gibt es immer danach das ärgerliche Ordnen der Spiele und Suchen der fehlenden Teile. Aber hier handelt es sich um eine uns bekannte Gruppe. Unvorstellbar wenn hier Fremde sorglos umgehen…, wir wollen das Projekt nicht schlecht reden wünschen den erhofften Erfolg aber ohne Sponsor und Subvention geht auch hier bald das Licht aus. Reden wir am Ende des Jahres weiter. Oder noch besser am Heimweg von der SPIEL2023 schauen wir vorbei…. VIEL GLÜCK

  3. @Egon Stoiber: Wenn deine Bedenken zutreffen würden, dann wäre demnach auch das Würfel & Zucker in Hamburg oder das Freispiel in Freiburg schon längst pleite. Sind sie aber nicht. Scheint also doch zu gehen. Und bei unseren Spieletreffs gibt es übrigens kein ärgerliches Einsortiern des Spielmaterials und bisher ist da auch noch nichts weggekommen.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein