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Interviewreihe junge Verlage: HYBR

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Mit einer neuen Reihe werde ich im Vorfeld der SPIEL auf die Messe einstimmen. Ich möchte verschiedene neue Verlage vorstellen, die erst relativ kurz am Werk sind.

In der heutigen Folge geht es um HYBR, einem jungen Verlag aus Dresden, welcher mit einem hybriden Spiel bei Kickstarter sein erstes erfolgreiches Projekt umgesetzt hat.

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BERICHTE:
PREVIEW / 23.10.24.10.25.1026.10.27.10.FAZIT

HYBR

  • gegründet: 2018
  • Inhaber: Andreas „Ando“ Wilde, Bartłomiej Zalewski, Milena Meißner, Jonas Kopcsek
  • Ort: Dresden
  • Homepage
  • bisherige Spiele: Soviet Kitchen

Brettspielbox: Ihr seid ein neuer Verlag, der erst kürzlich mit seinem Spiel auf Kickstarter in Erscheinung getreten ist. Wie kam es zur Gründung?

Milena: Das ging alles ziemlich flott. 2018 haben Andreas und Barth bereits an der Vorversion von Soviet Kitchen gearbeitet und es im gleichen Jahr auf der Spiel in Essen vorgestellt. Im April 2019 haben wir vier dann die Zusage für das Förderprogramm exist bekommen. Für uns stand fest, dass wir so bald wie möglich auf Kickstarter wollen. Die Gründung zum Verlag geschah dann nebenbei im Kickstarter-Vorbereitungs-Trubel. 

Brettspielbox: Was steckt hinter dem Verlagsnamen Hybr und wie seid ihr auf diesen gekommen?

Ando: HYBR steht für die Anfangsbuchstaben unserer Vornamen: Jonas, Milena, Barth und Ando. Zufällig konzentrieren wir uns übrigens auf hybride Spiele, also Brett- und Kartenspiele mit App. 😉

Brettspielbox: Hinter HYBR stecken vier Personen. Kannst du euch mal kurz vorstellen?

Milena: Genau. Da ist zum einen Ando, unser kreativer Kopf und irgendwie auch Herz des Verlags. Er ist Spieleautor, Illustrator und Initiator. Wir halten ihn in einer Zelle mit reduzierten Reizen, weil er sonst einfach zu viel spinnt. 

Barth programmiert die HYBR-Apps, gestaltet die Webseite und den Shop und wickelt nebenbei noch viel geschäftlichen Kram ab. Jonas ist unser Supernerd. Er arbeitet an einem Object Tracking Algorithmus, um zukünftig Spielfiguren auf dem Brett verfolgen zu können und somit ganz neue Spielmechaniken zu ermöglichen. Und ich mache Marketing, Redaktion und Vertrieb, organisiere Messen, Kickstarter, die Produktion und so weiter. Außerdem kann ich besonders herzlich winken, auf Messen ein wahres Killerfeature.

Brettspielbox: Was macht euer Team aus?

Ando: Wir passen einfach perfekt zusammen. Ein Beispiel: In unsere French Press passt Kaffee für genau drei Leute. Jonas mag keinen Kaffee. Danke Jonas!

Brettspielbox: Soviet Kitchen ist ein ungewöhnliches Spiel mit einem nicht alltäglichem Thema. Wie kam es dazu? 

Ando: Es war tatsächlich eine Geschichte, die ich zu Schulzeiten von einem russischstämmigen Freund erzählt wurde und in meinem Kopf wabberte. Irgendwann musste der Quatsch einfach raus. Ja, es gab eklige Küchen in der Sowjetunion. Ausserdem klingt Soviet Kitchen einfach cool.

Brettspielbox: Kannst du etwas mehr zum Spiel sagen?

Ando: Soviet Kitchen ist ein Farben-Misch-Spiel mit schrägem Humor. Das Handy wird in einen Alles-Fressenden-Fleischwolf transformiert, mit dessen Hilfe die Spieler kooperativ Essen panschen müssen. Dabei gibt es stets zwei Dinge im Auge zu behalten: Farbe und Giftigkeit der Zutaten. Natürlich verkraften die Gäste ein bisschen Bauchweh, aber sterben sollen sie bitteschön nicht.

Ehrlich gesagt sind wir sehr stolz, dass das Spiel bisher unangesproche Skills der Spieler fordert, nämlich sowohl Farbwahrnehmung als auch Kommunikation über Farbe. Wir geben uns definitiv den Award für die beste App-Einbindung 2019. Danke Danke.

Brettspielbox: Das Spiel wurde via Kickstarter finanziert. Wie lief die Kampagne? Was habt ihr aus der Kampagne gelernt?

Milena: Die Kampagne lief sehr gut. Besonders der Start hat uns sehr überrascht und gefreut. Da steckt wirklich viel Arbeit im Vorfeld drin. Das Baby dann online zu sehen hat gut getan! 

Wir haben unglaublich viel dabei gelernt, besonders wie wichtig das Timing ist. Die Reviewer-Spiele müssen rechtzeitig raus und der aktive Kontakt zur Community ist essentiell. Andere Dinge dürfen dagegen auch kurzfristig erst erledigt werden. 

Brettspielbox: Habt ihr noch weitere Spiele in der Pipeline?

Milena: Aber ja doch! Unser nächster Titel läuft intern unter dem Namen Palermo. Es ist ein Social Deduction Game, in dem der Erzähler durch eine App ersetzt wird. Das Spiel macht bereits wirklich Spaß. Wir hoffen es auf der Spiel’19 schon zum Testen mitbringen zu können. Na und ein übernächstes ist auch schon in Testung. Ein Videospiel-Klassiker fürs Wohnzimmer: Tower Defense. Mehr wird noch nicht verraten. 😉 

Brettspielbox: Wie kann man eure Spiele erwerben?

Ando: Am besten über unseren Shop https://shop.hybr.co/. Und wenn wir gerade auf Kickstarter sind, dann natürlich dort 😉 es gibt aber auch einige Läden, die Soviet Kitchen im Programm haben, wie kainskind in Freiburg oder die Heldenschmiede in Kempten.

Brettspielbox: Bei welchen Veranstaltungen kann man euch noch treffen?

Milena: Jetzt erstmal natürlich auf der SPIEL in Essen! Und auch auf anderen Messen treiben wir uns entweder mit oder ohne Stand herum. Ansonsten machen wir immer wieder Spieleabend oder Playtests im Barneby in Dresden. Wann man uns wo findet kündigen wir auch meistens auf Facebook an, also dort am besten mal vorbeischauen!

Brettspielbox: Vielen Dank für das Interview


Interviewreihe „junge Verlage“

Bereits in der Reihe „junge“ Verlag“ erschieben:

Board Game Circus | Dachshund Games | Funtails | Game’s Up | Homunculus Spiel | HYBR | H2.O | Mogel Verlag | Skellig Games | Spielefaible | Spiel Instabil | Taverna Ludica Games | Wyrmgold

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