Pandemie

Pandemie boxRette die Welt!

Mehr als 8 Jahre ist es her, dass Pandemie auf den amerikanischen Markt kam. 2008 erschien das Spiel zu erst bei Pegasus. Dann gab es vor zwei Jahren einen ReLaunch bei Asmodee. Die Schachtel wurde verkleinert, der Inhalt jedoch nicht. Und das Spiel ist gleich gut geblieben. Eigentlich schon ein Klassiker am Spielmarkt.

Was macht nach so langer Zeit die Faszination an diesem Spiel aus?

Sicherlich der kooperative Charakter des Spiels, das Anrennen gegen die Zeit, ohne eine Uhr im Spiel zu haben und das tolle Material… aber seht selbst.

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Das Spiel

Wir sind Teammitglieder einer Seuchenspezialeinheit, die zusammen vier (unterschiedliche Farben) ausbrechende Seuchen lindern sowie Heilmittel zur dauerhaften Ausrottung herstellen wollen.
Nach dem die Spieler sich für eine Rolle entschieden haben sowie die Startaufstellung (Infektionsmarker platzieren, Seuchenwürfel verteilen, Marker platzieren etc.) aufgebaut ist, kann es los gehen.

Jeder Spieler führt in seinem Zug reihum 3 Aktionsphasen durch (da es sich jedoch um ein kooperatives Spiel handelt, wird selbstverständlich untereinander beraten):
1. Aktionsphase: Es werden 4 Aktionen ausgeführt. Dieses können Bewegungsaktionen, Bauen von Forschungseinrichtungen, Krankheit behandeln – Seuchenwürfel aus einer infizierten Stadt entfernen, Heilmittel entdecken oder Wissen mit Mitspielern teilen sein)
2. Nachschubphase: 2 Spielerkarten (Städtekarten) nachziehen. Wird dabei eine Epedimiekarte (4-6 Karten sind je nach Schwierigkeitsstufe im Spiel unterwegs) gezogen, wird die unterste Karte vom Infektionsstapel. Ist die angegebene Seuche nicht bereits ausgerottet (kein Würfel mehr auf dem Spielplan), so wird diese Stadt mit drei Würfeln infiziert. Sind in dieser Stadt bereits Würfel, kommt es zu einem Ausbruch. Bei diesem (in einer Stadt liegen mehr als 3 Steine der gleichen Sorte) wird der Ausbruchsmarker um eine Einheit weitergeschoben und die umliegenden Städte mit einem Seuchemarker der gleichen Farbe infiziert. Dabei kann es zu Kettenreaktionen und weiteren Ausbrüchen kommen. Anschließend wird der Infektionsstapel inklusive der offenen Karten aus Phase 3 neu gemischt.
3. Infektionsphase: Städte infiziere. Wie schon unter Epedimie beschrieben, werden nun Karten (Anzahl der Infektionsleiste) vom Infektionsstapel gezogen und Seuchen weiter verbreitet. Allerdings dieses Mal nur ein Seuchenwürfel je gezogener Karte. Die Karten werden anschließend offen neben den Infektionsstapel gelegt.

Jederzeit können die Ereigniskarten gespielt werden. Diese lindern bestimmte Ereignisse.

Das Spiel endet siegreich, sobald für alle Seuchen ein Heilmittel geschaffen wurde (GEWONNEN). Stehen keine Spielerkarten mehr zur Verfügung stehen, sind alle Seuchenwürfel einer Seuche aufgebraucht oder Ausbruchsmarker am letzten Feld angekommen, so endet das Spiel als verloren.

Spannendes kooperatives Spiel im unteren Kennerspiel oder gehobenen Familienspielbereich.

Autor: Matt Leacock • Grafiker: Chris Quilliams • Verlag: Z-Man|Asmodee • Jahr: 2007|13

spieler2-4 Spieler • alterab 12 Jahren • zeitca. 45 Minuten

Material – 09

In der BRETTSPIELBOX befinden sich: 7 Rollenkarten, 7 Spielfiguren, 59 Spielerkarten (48 Stadt-, 6 Epidemie- und Ereigniskarten), 48 Infektionskarten, 96 Seuchenwürfel (je 24 je vier Seuchen), 4 Heilmittelmarker, 1 Infektions- und einen Ausbruchsmarker, 1 Spielplan, 6 Forschungszentren

Im Vergleich zur ersten Version gibt es nun 2 Rollenkarten mehr (Krisenmanager und Quarantänespezialist) und aus dem Arzt wurde der Sanitäter (siehe unten).

Tolles Material, mit dem es wirklich Spaß macht zu spielen.

Einstieg – 09

Für den ein oder anderen mögen die Regeln eine gewisse Hürde darstellen. Dieses liegt sicherlich nicht am übersichtlichen Aufbau des Regelwerkes als vielmehr im Umgang mit solchen kooperativen Spielen.

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Spielgefühl – 09

Auch wenn sich 4 Aktionen auf den ersten Blick recht viel anhören, sie sind es nicht. In dem Spiel leidet man permanent an den knappen Ressourcen. Sei es, dass eine Aktion fehlt, dass das Handkartenlimit (max. 7 Karten) es erschwert, die Anzahl an Karten zur Heilung einer Seuche bereitzustellen, dass man nicht überall gleichzeitig sein kann, wenn hier und da Seuchen ausbrechen. Es geht hektisch zu.

Richtig gespielt, ist Pandemie sehr kommunikativ. Man berät sich permanent, springt füreinander in die Bresche, um Krankheiten zu heilen, Forschungszentren einzurichten, um eine bessere Logistik zu haben, Karten zu tauschen etc.. Dieses bringen allein die unterschiedlichen Rollenkarten mit sich, deren Charaktereigenschaften bestens aufeinander abgestimmt und genutzt werden müssen, sonst wird die Gruppe das gemeinsame Ziel nicht erreichen. Alleingänge sind eher kontraproduktiv. Grübler werden durch die Gruppe angetrieben und kommen so kaum vor.

Durch die jeweiligen Infektionen nach jedem Zug kommt eine intensive Dynamik in das Spiel. Teilweise kann man planen, teilweise sind wir getriebene des Spiels und müssen rettend ein greifen. In der eh schon recht kurzen Spielzeit ist man im Spiel gefangen und wundert sich am Ende einer Partie, dass es schon vorbei ist.

Der Glücksfaktor ist durch das Kartenziehen schon dabei. Kann aber durch Aufmerksamkeit bzgl. des Ablagestapels sowie des Einsatzes von Ereigniskarten minimiert werden.

Langzeitspaß – 07

Durch die 7 Rollen sind die Spiele abwechselnd und für eine gewisse Zeit sind die Partien unterschiedlich. Für Spieler, die das Spiel jedoch sehr häufig spielen, wird sich der Langzeitspaß etwas abnutzen, da sich auf längere Sicht die Partien zu ähneln beginnen. Jetzt kommen die Erweiterungen in das Spiel, die noch mehr Würze in das Spiel bringen (dazu in den kommenden Wochen mehr).

Erweiterungen:

  • Pandemie: Auf Messers Schneide (1. Erweiterung)
  • Pandemie: Im Labor (2. Erweiterung)

Auszeichnungen:

Spielregeln (ext. Link zum Asmodee):


strategie60 Glueck40 interaktion100

genre-vielspieler

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1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Die alte Pegasus Ausgabe gefällt uns besser. Uns gefallen die Plastikwürfel nicht

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