Spielwarenmesse Nürnberg 2018 – 01.01.2018

Gestern abend auf dem Presseabend bei Ravensburger. Ansonsten aber noch nicht viel gesehen.

Welche Spiele habe ich mir angesehen / gespielt

(hier meine Ersteindrücke unter dem Aspekt des jeweiligen Genres:)

Ravensburger

  • TIMG_9288he Rise of Queensdale
    Ich muss sagen, ich bin sehr angetan von diesem Spiel, auch wenn wir nur eine von 9 bis 33 möglichen Runden (in der Regel werden es ca. 18) gespielt haben.
    Wir spielen mit 2-4 Spielern. Der wesentlicher Mechanismus ist Diceplacement unserer 5 Würfel. Diese werden zu Beginn jeder Runde gewürfelt und für bestimmte Aktionen oder Ressourcen genutzt. Mit den Ressourcen wiederum werden Häuser oder andere Bauten errichtet.
    Das ganze läuft so lange, bis ein Spieler das zu erreichende Epochenziel geschafft hat. Die laufende Runde (d.h. alle Würfel) werden noch zu Ende gespielt und die Epoche ausgewertet (es können somit auch mehrere Spieler eine Epoche schaffen).
    Während die Spieler, welche die Epoche noch nicht geschafft haben, diese noch einmal spielen müssen, wechseln die anderen parallel eine Epoche höher (hier steigen die Ziele aber auch Boni). Somit steigert sich der Anspruch des Spiels an den Spieler von Spiel zu Spiel.Macht Lust auf mehr und in dem Spiel stecken viele Sachen, die es zu entdecken gilt.
    Die erste Runde ist im Familienspielbereich gewesen, der Anspruch soll sich aber im Laufe des Spiels deutlich in den Kennerspielbereich hinein steigern.
    Rise of Queensdale ist ein Legacyspiel,was nicht kooperativ ist und soll Mitte März erscheinen sowie ca. 70 Euro kosten.
    IMG_9292
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  • IMG_9309Cool Runnings
    Selbst nicht gespielt, aber an allen Tischen ein riesiger Spaß. Eiswürfel wollen ins Ziel gebracht werden. Allerdings wollen dieses die Mitspieler nicht und so wird kräftig nachgeholfen beim Schmelzen.
    Das kann mit Wasser, Salz oder bloßen Händen geschehen.
    Etwas nasse aber lustige Angelegenheit.IMG_9300
  • IMG_9308Kakerlacula
    Reihum wird gewürfelt und die eigene Spielfigur entsprechend vorwärts bewegt sowie versucht der Kakerlake aus dem Weg zu gehen.
    Berührt die Kakerlake die Spielfigur, muss diese zurück in die Mitte, wo der Knoblauch auf uns wartet, was wir aber auch nicht wollen. Also wird ein Knoblauch (stellt die Versuche dar) vernichtet.
    Über die Würfel laufen wir mit unseren Figuren durch die Räume und versuchen derweil überall die Kerzen anzuzünden.
    Zusätzlich gibt es noch einen Katapult, mit dem man versuchen kann die Kakerlake durch ein Tor zu schleudern, um Knoblauch wiederzubekommen.
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  • weitere Spiele, die angekündigt sind:
    1. Erweiterung für El Dorado
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    Ein neuer Stefan Feld:
    Wer errichtet im alten Rom das einträglichste Viertel
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Beobachtungen des Tages

Lookout hat einiges für 2018 vor:

  • Agricola – Bubulus Deck
  • Agricola die Moorbauern
  • Bärenpark Erweiterung
  • Caverna Erweiterung: Vergessene Völker
  • Caverna Höhle vs. Höhle Erweiterung Ara II
  • Isle of Skye 2. Erweiterung
  • Lebkuchenhaus (neues Spiel Phil Walker Harding)
  • Neom
  • Nusfjord Erweiterung: Schollen Deck
  • Patchwork Express
  • Patchwork Extreme
  • Piepmatz (ala Songbirds)

Nur Photos von Covern einiger Lookout Spielen, von denen ich aber noch nichts weiter gesehen habe:

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Rating: 9.0/10 (2 votes cast)
Spielwarenmesse Nürnberg 2018 - 01.01.2018, 9.0 out of 10 based on 2 ratings

9 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ein Gedanke zu Legacy Spielen
    Nach meine Meinung geht es bei Legacy Spielen nur darum Geld (Einnahmen zu generieren). Es entspricht auch einer gefährlichen Grundhaltung unsere Gesellschaft “des einmaligen Benutzens und dann Wegwerfers” Vergrößerung unseres Müllberges! Alles wird nur noch einmal benutzt das ist Ideenlos, Innovationslos und nur auf Gewinnmaximierung fockusiert wie überall wenn etwas Mehreinnahmen verspricht durch den immer Wiederkauf siehe die momentane Legacy Spiele-Schwemme.
    Man kann Spiele auch ohne Legacy Faktor, wieder spielbare, variantenreich und interessant gestalten indem man flexible Stories (siehe, Oben und Unten) entwickelt und oder die Klebeteile durch lose absetzbare Kartonteile generiert um sie später bei anderen Partien anderweitig einzusetzen. Dies bedeutet aber Mehraufwand an Material, Ideen und Arbeit. Da verdient man aber lieber schnelles Geld mit kurzweiligen einmal Spielen ohne Wiederspielwert (und natürlich nach Gebrauch Wegwerfen auf den großen Müllhaufen). Diese Unsitte hält mehr und mehr Einzug in ein momentan buhmendes Brettspielgewerbe wo scheinbar nur noch Gewinnmarken interessieren.
    Für mein Gefühl geht es beim Brettspiel vermehrt um den schnellen Verkaufen und das wegwerfen als ums innovative Brettspiel an sich. Gegenentwurf ist für mich zB. Robinson Crusoe (Wo jede Storie immer wieder gespielt werden kann und es macht immer noch Spaß und nix mit wegwerfen nach vollendetet Partie, selbst wenn man nur das Grundspiel besitzt). Für mich sind Legacy Spiele (Legacy Spiele schwemme gerade) ein absolutes !NO GO! Das einzige was daran innovativ ist, ist das die Geld-generier-Maschiene angeworfen wird. Wie man sieht springt da ja jeder jetzt auf! “Einmal Spiel” und ab in den Müll.. und schnell ein Neues kaufen!

    • Auch ich kann Deine Meinung überhaupt nicht teilen und ist zum Teil auch nicht richtig.
      Legacy Spiele kann man in der Regel so 10-20x spielen, manche auch nach dem der Legacy Aspekt vorbei ist, sind im Anschluss als “normale” Spiele spielbar (z.B. Charterstone). Ob sie einem gefallen oder nicht ist natürlich dann wie bei allen Spielen subjektiv. Aber auch viele der “normalen” Spiele werden nicht öfter gespielt…
      Ich hab meine Legacy Spiele übrigens bislang nicht weggeworfen und wenn doch würde ich die Plastikelemente (z.B. Marker) noch für andere Spiele wiederverwenden
      Was das Müllproblem gibt sind ganz andere Sachen problematisch, z.B. Plastikbecher, -tüten, etc. Diese werden meist wirklich nur einmal verwendet und sind kaum noch recyclebar.

    • Hi Richard,

      Du erwähnst mehrere Argumente, die immer wieder vorkommen bei der Legacy-Diskussion.

      1. “Einnahmen generieren”: Niemand kauft sich ein Legacy-Spiel 2 Mal. Ein Autor und ein Verlag brauchen sehr lange Zeit (viel länger als bei herkömmlichen Spielen), um ein Legacy-Spiel zu machen; es lohnt sich viel weniger.
      2. “Müllberg”: Wer wirklich solche Bedenken hat, kauft erst gar keine Spiele.
      3. “Ideenlos und Innovationslos”: Legacy-Spiele beinhalten genau wie andere Spiele Mechanismen, die neuartig sein können oder nicht.
      4. “Legacy-Spiele Schwemme”: Es kommen tausende neue Spiele jährlich raus. Davon sind ein dutzend Legacy. “Schwemme” ist sicherlich kein zutreffendes Wort. Wenn jemandem etwas nicht gefällt, hat er schnell den Eindruck, dass es zuviel davon gibt…

      Gedanken haben und teilen ist schön und gut, aber es ist doch besser, wenn die ein wenig informiert sind.

  2. Selten so ein Schwachsinn gelesen, soll ich mir jetzt meinen Pizza Karton und die Tageszeitung auch ins Regal stellen ?
    Der Papiermüll der bei einem Legacy Spiel produziert wird ist mit Sicherheit vertretbar und hat wenig mit der Entwicklung der Spiele und unserer Gesellschaft zu tun.
    Sich Miniatur Spiele für hunderte von Euros aus Japan per Svhiff kommen zu lassen, das wär vielleicht mal ein Punkt wo man über das Hobby und sein Tun nachdenken kann.
    Das schreibt übrigens jemand der von Legacy Spielen wenig hält.

    • Sorry hab selten so ne schwachsinnige Antwort gelesen :-) die nur darauf beruht Krawall zu machen! Meine Meinung ist halt diese, aber so ein unqualifizierten Quatsch darauf zu antworten ohne sachlich zu bleiben??? Danke brauch ich nicht.
      Und natürlich ist das konsumieren und Spielen von Gesellschaftspielen auch in gewisser Weise ein Spiegel dessen was in der Gesellschaft geschieht. :-) LOGISCH!
      Und ja in Übersee erstellte Spiele da kann man sich wirklich fragen ob das sinnvoll ist da stimme ich zu und gibt es da andere Möglichkeiten.

  3. Hi Christoph,

    gab es von Ravensburger eine Ansage, wann die El Dorado Erweiterung erscheinen soll?

    Vielen Dank im Voraus für deine Rückmeldung,
    Yan

  4. Krawall machen liegt mir fern, hab nur meine Meinung geschrieben.
    Der Müllberg den Legacy Spiele verursachen ist mit Sicherheit überschaubar, das alle Verlage auf den Zug aufspringen stimmt auch nicht, da noch genug herkömmliche Spiele produziert werden. Wenn durch Legacy Gewinne resultieren, wäre jeder Verlag dumm da nicht mitzumachen. Weiterhin ist ja auch nicht jedes Legacy Spiel gleich gut, denke das der Verbraucher da sehr wohl auch sortieren kann. Bei den Exit Spielen handelt es sich um Papier, das meines Wissens beim Entsorgen recycelt wird. Das Legacy erfolgreich ist, zeigt nur das herkömmliche Spiele dem ein oder anderen dann doch zu herkömmlich waren und das Erlebnis bei einem Legacy Spiel wohl fesselnder zu sein scheint.
    Das Ganze als Gesellschaftsentwicklung zu sehen ist mir zu konstruiert und von einem zu negativen Gesellschaftsbild gestützt, einfach gesagt halte ich es für überzogen.

  5. Wir haben mittlerweile so einige Spiele aus der Legacy-Schwemme bei uns im Regal. Das geht vom wirklich nur einmal spielbaren Exit über Pandemie und Charterstone bis zu Time Stories. Bisher ist keines dieser Spiele anschließend im Müll gelandet. Pandemie und Charterstone können außerdem wie bereits erwähnt nach dem Ende des Legacy-Teils als ganz normale Spiele weiter verwendet werden. Unser Time Stories ist schon so arg abgenutzt, weil das verschiedenste Gruppen nach jeder Erweiterung durchreichen. Bis auf Exit würde ich mal behaupten, dass diese “Wegwerfspiele” eher zu den am meisten gespielten in unserem Haushalt gehören. In diesem Sinne freue ich mich da sehr auf weitere gute und spannende Geschichten.
    Zum Vergleich mit Oben und Unten: Die “Story” die hier rüberkommt ist beliebig zusammengewürfelt und daher meiner Meinung nach auch kein spannendes Erlebnis. Der Trend zum erleben einmaliger Geschichten ist duraus spürbar und in meinen Augen auch begrüßenswert. Bei Computerspielen ist der Anspruch an die erzählte Geschichte mit der Zeit auch gewachsen. Moderne Klassiker wie Heavy Rain belegen das eindrucksvoll. Im Brettspielbereich kommen andere Spiele dadurch ja nicht zu kurz. Ein Rajas of the Ganges z.B. erzählt zwar keine dramatische Story, es unterhält mich aber trotzdem.
    Meiner Meinung nach ist das keine bedenkliche Entwicklung. Die bisher erschienenen Titel sind imho auch keine Schnellschüsse, nur um schnell viel Geld damit zu machen, sondern durchaus gut durchdachtund dramaturgisch ausgearbeitet.

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