Camel UP Cards

camel up cards boxb-familieTaktisches Kamelkartenrennen

Nach Camel Up und Camel Up Supercup kommt nun Camel Up Cards auf den Spieltisch.

Wieso benötige ich nach den beiden ersten beiden Spielen nun noch das Kartenspiel? Was kann es mir an Mehrwert bieten, was ich nicht schon durch Camel Up und seine Erweiterung erfahren habe.

Ganz einfach: es ist taktischer in der Ausgestaltung und eröffnet dem Spiel ganz neue Möglichkeiten.


Das Spiel

IMG_6379Gemäß der Spieleranzahl wird das Spielfeld – (die Laufstrecke) – aufgebaut. Die Kamele werden über Karten bewegt. Das können 1 oder 2 Schritte sein. Abhängig von der Spieleranzahl werden Karten verteilt. Von diesen nimmt jeder eine bestimmte Anzahl aus dem Spiel. Von den verbleibenden Karten werden dann 1-6 Karten auf den gemeinsamen Zugstapel gelegt. Von den beiden übrig gebliebenen Karten darf der Spieler eine behalten. Die andere wird sichtbar für alle ausgelegt und dann ebenfalls auf den Zugstapel gelegt. Dieser wird gemischt und das Rennen beginnt.

Nacheinander deckt jeder Spieler eine Karte auf und bewegt das entsprechende Kamel. Wie schon aus dem Würfelspiel bekannt, werden Kamele, die auf gleichen Feldern landen auf das dortige gesetzt, obere Kamele mitgenommen, untere stehen gelassen. Alternativ dazu kann ich meine persönliche Rennkarte ausspielen oder den Fuchs (-1 Feld) oder die Palme (+1 Feld) auf die Rennstrecke stellen. Bei letzteren kostet das Nichtauslösen jetzt aber Geld.

Anders als im Würfelspiel habe ich zusätzlich zur Fortbewegung noch die Möglichkeit einer Wette auf die Etappe (hier kann man auch auf das Mittelfeld setzen) oder Rennende abzuschließen. Die Etappe endet, wenn alle Karten aufgedeckt wurden. Dann wird die Etappe ausgewertet und die neue vorbereitet (siehe oben).

Überquert ein Kamel die Ziellinie, so endet das Spiel und die Endabrechnung wird durchgeführt. Der Spieler mir dem meisten Geld gewinnt.

Autor: Steffen Bogen • Grafiker: Dennis Lohausen • Verlag: eggertspiele|Pegasus • Jahr: 2016

spieler2-6 Spieler • alterab 8 Jahren • zeitca. 30-60 Minuten

b-matMaterial

In der BRETTSPIELBOX befinden sich: 5 Kamele (1 je Farbe), 1 Fuchs, 1 Palme, 5 Vorbereitungskarten (1 pro Spielerzahl), 6 Basisgeldkarten, 18 Geldkarten „9/10“, 5 Etappen-Wettkarten „Mittelfeld“, 5 Final-Wettkarten „tolles Kamel“, 5 Final-Wettkarten „olles Kamel“, 4 Karten jeder Kamelfarbe (2 „Zwei Pfund“-Ertragskarten, 1 „Drei Pfund“-Ertragskarte, 1 „Fünf Pfund“-Ertragskarte), 1 Fuchskarte,1 Palmenkarte, 30 Rennkarten, 12 Streckenkarten.

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Gut ausgestattet Schachtel, in der kaum Luft ist. Die bekannten Holzfiguren dürfen nicht fehlen.

b-einstiegEinstieg

Gut geschriebene Anleitung. Zudem ermöglichen die Spieleranzahlspezifischen Karten einen schnellen Start in das Spiel. Camel Up Kenner werden sich gut wiederfinden und müssen sich jedoch mit einigen Regeländerungen vertraut machen.

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b-gefuehlSpielgefühl

IMG_6381Warum muss ich nach einem Würfelspiel in so kurzer Zeit noch ein Kartenspiel haben? Diese Frage stelle man sich allerdings nur auf den ersten Blick und bekommt sie bereits nach 1-2 Spielen beantwortet.

Weil die Glücksabhängigkeit aus dem Basisspiel ein Stück weit eliminiert werden kann. In Camel Up Cards macht sich mehr Taktik und Beeinflußbarkeit des Spielgeschehens breit. Auch wenn der große Gimmick, die Pyramide fehlt, gefällt mir das Kartenspiel besser.

Zum Beispiel besteht auch für bereits abgeschlagene Kamele gute Chancen aufzuholen. Durch die Karten gibt es mehr Möglichkeiten der Fortbewegung. Zudem habe ich ich selbst einen gewissen Einfluß auf die Karten durch das Aussortieren zu Beginn einer jeden Etappe nehmen. Abstände werden durch die Funktion des Sandsturms relativ gering gehalten. Damit bleibt das Rennen spannend. Aber dieses ist eben nicht komplett unvorhersehbar, sondern kann ein Stück in die Planungen einbezogen werden.

Jeder Spieler ist permanent im Spielgeschehen eingebunden.

Die Wetten laufen anders ab. Bzgl. des Rennendes muss ich mich für ein Kamel entscheiden und diese ist deutlich transparenter für alle vor mir ablegen. Somit kommt es nicht wie Camel up nicht zu einem wilden Abgeben von Karten, da man nur noch je eine tolle oder olle Kamelkarte besitzen kann.

Weniger gut gefallen hat mir die Fuchs- bzw. die Palmenkarte, da diese so gut wie gar nicht mehr zum Einsatz kam: Im Fall der Nichtbenutzung kostet sie einfach zu viel. Hilft ggf. noch als Rettungsanker auf der letzten Etappe.

Das Spiel läßt sich gut in allen Teilnehmerzahlen gut spielen, auch wenn es natürlich mit 4 und mehr Spielern am meisten Spaß gebracht hat.

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b-spassLangzeitspaß

IMG_6382Im Vergleich zum großen Bruder kann ich es mir vorstellen, das Kartenspiel häufiger hervorzuholen, da es mir einfach besser gefällt. Denn der hohe Glücksanteil beim Würfelspiel konnte teilweise ein Spiel schon ganz schön stark ad absurdum führen.

Bewertung 8/10 Punkten

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Erweiterungen:

Auszeichnungen:

Spielregeln (ext. Link zu Pegasus)


b-karten

b-strategieb-40

b-glueckb-40

b-interaktionb-80

 

VN:F [1.9.22_1171]
Bewerte das Spiel
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